Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 11 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Di!■ Sehnsucht nach dem Kntle. .<21 בעויב Wumlert 1*11111 ׳ nicht iilter die finstere Nacht, die schaurigen Todesschatten — noch lelif das Böse Es lelit in der Anbetung der Macht, in der Vergötterung des Menschen, wenn Menschen Ihn nicht schauen, der allem Lehen das %'u•] und die Wo״•• dahin zu künden bereit ist, es leht in der liedankcnlo&igkcit und dem beschämenden, erniedrigenden Leichtsinn, mit dem der '(■enusssürlitigc um den Kausch des Augenblicks sein Lehen verspielt — und die Erde sollte nicht in Nacht und Tod sich hüllen? Macht erst der Herrschatt des יצר הרע ein Ende, wenn ihr das Ende wollt. Er set/t der Finsternis ein Ende, ihr aber könnt es beschleunigen. Folget dem Licht der Chunuku. es leuchtet euch in die Nacht und, von ihm geführt, erlebt ihr ״das grosse Licht", während ihr im Finstern wandelt, und strahlt euch ein Leuchten in Todes*(■hatten hinein .les. U . Es bricht einst (Litt, nach dem Worte der Weisen (Snkka 5-1, die Macht des Bösen. Den (lerechten erscheint dann rückblickend das Böse in ragender Bergesgrösse, und es llicssen ihre Tränen : wie konnten wir diesen hohen Berg bezwingen' Doch den Frevlern steht es da wie ein Faden so schwach, und es tliessen ihre Trauen: wie vermochten wir nicht diesen Faden zu bewältigen! Wenn einst eine träneuvolle («(׳schichte das Ende der Nacht erleben wird, langsam und allmählich die Schatten . zu weichen beginnen, grausige Erfahrung und bittere Enttäuschung dem Men• schengesehlccht die Binde von den Augen nehmen, schal geworden die Freude und der (Jenuss, in ihrer Kläglichkeit erkannt Macht- und!Selhstvergöttcrung. von seinem (»ötterthron nicdersteigt der Mensch, für immer entsagend dem widersinnigsten, grässlichsten Wahn: selbst sich seinen (Litt /.u machen und ist doch selber nicht (Litt ijer. D>) und ihm in ihrer Selbstverständlichkeit die Erkenntnis aulgeht, dass Menschen erst die (Litthcit gebären müssten, ehe sie imstande wären, sich selber ihr Lehen zu deuten und zu stützen und dann die Tränen der Bene ihnen tliessen, und sie vor dem unfussbbren Bälsel nur stehen werden, das«!in solch erbärmlich ״schwacher Faden" jemals sie zu fcsse'u rer mochte, aie sich ihrer Schwäche schämen werden, die sic dieses