Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 10 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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I Die heilige Zahl. INJ Aber fürwahr — gesund wäre es für gar manches Brautpaar, in der heiligsten Stund•• seines Lebens an das heiligste Anliegen seines Lebens gemahnt zu werden! I Die heilige Zahl. 7 ist eine heilige Zahl. Man braucht nur an den Sabbath zu denken, den grossen, heiligen siebenten Tag, der im Centrum des jüdischen l'flichtlebens steht; und an die sieben Wochen zwischen IVssach und Schewuos; und an die sieben Tage, die zwischen Gebjrt und Beschneidung liegen, die den Weg bezeichnen, der aufwärts führt aus der Tiefe physischer Kntstehung zur Höhe des priesterlichen Berufs. Wie das alles in den Schriften Samson Raphael llirschs mit Andacht nachzulesen ist. Auch im Efieleben spielt־ die'fieiUgF Zähl T eine grnssr— Rolle; zuweilen auch eine traurige: z. B. in dem des Herrn und der Krau Levy• Der Sabbalh ist vom Ehepaar Levy mit Bewusstsein und Absicht noch niemals entweiht worden. F’ünktlich eine halbe Stunde vor Sabbalhanfang verlässt Herr Levy alle Freitag sein Bureau, um noch rechtzeitig im Gotteshaus den Sabbalh empfangen zu können. Im. Sturmschritt eilt er vom Geschäft n,!eh Haus, wo seine Gattin bereits alles vorbereitet hat. wessen Hctt-Levy-zur sabbalh liehen Verzierung seines angenehmen Aussern bedarf. I'nd im selben Augenblick, wo Heir Lew unter hastigem ״Gut Schabbes״-Wunsch aus