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Jüdische Monatshefte · 1917-01-01 · 8 (1917) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
4 (1917)
Issue
8 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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2.« Taschlich. Scholar des Kosch Haschana uns ruft. Er fordert von uns Fesselung und Überwindung alles dessen, was sich hemmend unserem Emporstreben entgegenstellt, damit (*ott uns würdig erachte, sein Meereswunder zu erleben•^ Denn auch Awrohom, so spricht das sinnige Weisheitswort, hatte sich auf dem Weg zur Akeda der rm.'ichtige Strom“ in den Weg gelegt — Er aber rpaltete seine Fluten, denn er »spaltete* das Holz zur Akeda. Das war die Stunde, in der (»ott seine Enkel zum Volke des Meeresliedes weihte. Deshalb!s. Darke Mosche Srh. A. C). Ch. ■5M3) verweilt der jüdische Sinn nachdenklich am Wasser, wenn am Nachmittag des Kosch Haschana die Klangwellen des Schofar ihn noch umschweben. Das Wasser hat auch für ihn geheimnisvolle Macht. Seine Fluten locken. Hier winkt Dir Reinheit, hier ewige Jugend (□טרייה ברי). Das Meereslied der (ieula lebt anf seinen Lippen. Es verheisst auch ihm Gottes Krlüsung. In die Tiefen des Meeres^ versinkt sein Feind, wenn er zur Akeda bereit sich tindet. Ob er den Mut besitzt, sich dem Wasser anzuvertrauen V — ln den Tiefen tummeln sich die Fische ■Darke Mosche das.'. Das Wasser ist ihr Element. Das Wasser wird au«h uns zur .Mauer“ (M. K ). Der ewige Quell lebendigen Wassers will auch uns umspülen. Dort allein können wir leben, dort allein gesunden, dort allein sind wir geborgen.— Der Gang zum Wasser ist gar Vielen eine gedankenlo-e Übung geworden- Danach fragt nicht der jüdische Drauch. Für wie Viele ist denn das ,;!gliche .Meereslied, ist die Wundei beracha beim Trunk Wns-cr mehr als ein!«•eres Wort? Das jüdische Leben tut das seine. Es wartet auf die Erwachenden. Für nicht Wenige verzerrt si׳ h der (i'.ing zun Wasser in abergb'lubisches Gebühren. Hu r freilich müsste der jü disehe Mraucli *bedenklich innehailen. Denn Heiliges, Gottgebotenes steht aut dem Spiel. Gottes Volk!-oll frei bleiben \ om W;dme (היש*;), sich rein erhalten in seiner ungeteilten Zugehörigkeit (□הרי) zu Gott ,ml seinem Gesetz. Gibt es

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