Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 7 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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==_ ררש טוכחלעטו — JUEDIS® E m0NAT5HeFTE berfttf sge^ebf vo■ (UAIa«r Dr. t. Kahrt, AHbati, ■ater Mitwirkaag v«a (Ukblatr Ur. Salsa•1 Breatr, Praakfart a. I. Jahrgang 4. Heft 7. Schilos Untergang. Schmerzliche Klage tönt aus Assafs Leier. Dem Jammer der Menschengeschichte gilt sie. Und deshalb hat sie ־ kein Knde. Denn auch des Jammers ist kein Ende. Nur Gottes Nähe kann ihn von der Erde scheuchen. Die Mensehen aber wollen nicht Gottes Nähe. Deshalb wohnt iif ihrem Leben der Jammer und pflanzt sich fort von Geschlecht zu Geschlecht. Schüchtern pocht von Zeit zu Zeit Gottes Sehechina an die Pforte der Menschheit, ob sie des Jammers genug erlebt und sich sehne nach göttlicher Paradiesesnähe. Das sind dann Augenblicke, in denen der Genius der Menschheit, stille aufhorcht und trauernd sein Haupt verhüllt, wenn eine törichte Menschheit den anwehenden Hauch beseligender Gottesnähe nicht empfindet und unter dem erstickenden yualm des llöllenpluhls ihr Leben weiter ohnmächtig verdämmert. Die Wüste schenkte der Menschheit •las erste Heiligtum. Nicht unfruchtbar ist uns fortan die Wüste. Das köstlichste Gut vermochte sie allein zu gebären. Denn nur wenn Menschen ihr Leben zur Wüste verödet sehen, spenden sie willig und gern ihr Letztes, damit das Heiligtum erstehe,