Mannheim
Compact Memory

Jüdische Monatshefte · 1917-01-01 · 2 (1917) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
4 (1917)
Issue
2 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4900572-5964860-5964935--1318-4901845
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

44 HunrerhQUang. was Einzelkraft für immer übersteigt, für immer versagt bleibt; zerrissen das Ehebänd, das nur so lange ihr Leben geadelt und ihnen Würde verliehen, so lange ihre Gemeinschaft der Verwirklichung göttlicher Lebensforderungen diente; getrübt das Lebenslicht, dessen Pflege ihr heiligstes Anliegen halte sollen sein, zum Tier erniedrigt Reize des Körpers, die, solange sie dienendes Werkzeug der göttlichen Seele waren, Schmuck und Stolz ihr gewesen. — Und sie schiimten sich ihres Körpers. Und Gott reichte ihnen in erziehender Milde das Gewand. Es sollte fortan sie mahnen, das Körperliche zurücktreten zu lassen, dass es dem Göttlichen die Herrschaft nicht raube. Wo daher fortan «las göttliche Wort das Leben nicht bestimmt, wo Menschen unter der Lockung der Sinne erliegen, da ruft das Gotteswort .,erwoh“ aus — es sieht Menschen in ihrer ,.Blosse“, die von sich geworfen haben das Kleid, das zur Höhe Menschen adelnder L«d)enserfüllung sie ruft- Wehe, wo die Ehe zwischen Mann und Frau dem Auge Gottes als — erwoh erscheint (Lev. 18)! Trauernd stehet ihr vor dem Grabe versch«־rzt«*r Menschenwürde. Und die Frau!)«•griff die Mahnung. Ihre Eh«• soll fortan eine göttlich«• sein. Hatte sie «■inst ihr«־m Mann«• «las Licht d«*r Sc«•!«• getrübt, so ist si<• fortan «•ntschloss«m, als «•s«t kenegdo das Licht ihm zu m«־hren und vereint mit ihm dem gem« insam« n von Gott gesteckten Zi*-Ie das Leb«־n der Ehe zu l«*ben. Und sic 1,'isst sich’s nicht nehm«־n: die Sabbathlichter rntzümlet sie ihm — «•r soll es wissen, dass sie gewillt ist. «lern!sahbath. «lern L«‘ben, «l«*m Gott gewollten Leben das Haus zu erbauen. Ihr Haar aber trögt die Hülle — trauert si«•, «lass einst Körperreize die Herrschaft über sie davongetragen und ihr den güttlich«־n Ehegedanken zu raub«*n imstande waren? (Pirke «I. R. E 14). Zurücktritt an ihr, was Kör|»«־rreize dem Aug«•, d«־n Sinn«־n empfiehlt, nicht darin rrblukl sie ihr«n Stolz, «las \«*rhüllt sie bescheiden. Ein sp'«M־hen«les» Symbol. Will man si«• achten, will man sie werten, so möge man di«• Gattin in ihr grüs*en. die ihr«־m

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.