Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 12 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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37« Literarisches. Literatisches. Henlsrh, Polnisch »der Jiddisch? Hclrapb'iingen 111141 11k>1114111) zur 4»ntjudrnfrnge von .GermanoJ <1 11׳»*. Preis 1 Mark. V* rl:1fc r. A. Schwctsctike oml Sohn. 114׳rlin W. :"17. .Wir hatten keine Ahnung. das* es ■li!-ht vor unserer Tür so Uwas gibt*. Ilirse Worte ilea •ts׳ju<l<׳nheftes!ler Süddeutschen Monatshefte 1 Februar ÜM»ö gelten auch (Ür die Sehtllfrnge der < »stjuden. Wer etwa* nähere» darüber erfahren wil', der!(reite zu der Hroschüre von Gertuaiio-Jiidacus, die in ver- Stindlleher und in ni«’ht :1117.11 einseitiger Weise Aufklärung über diese Frage gibt. Aut die Auszüge mul auf die l'ebersetzungen aus »ler jiddischen Presse sei besonders hingowieseu Am End!• fimlen »ich auch einige Proben aus dein Jiddischen im 1uö!rlichslen Anschluss an das Original. Im Ranzen kann man die Hrusehure fast als ein kleines Vademecuai Ittr ilie Ostjudcnfrage hezeiehnen. bded da» lisch des Frieden«. \«n l»r M. Vst-her. Neuchatel. 1 1111 Seihst vertag. I»en kurzen bildischeu Bericht im 2. Iluch der i'hronilt. Kap. 2>. wie der Prophet < »ded es lertig braebte, das hrie!(erische mul siegreiche Israel deui Geist des Friedens zu unterwerfen, zu einem gnzen Iluch de» Friedens auszuhaaen. w ar eine!rute und glücklich# Idee, die der Verfasser auch trefllieh auszufuhren wusste. .Eine tirosstat war geschehen: man verzichtet freiwillig aut das. was jedem Sieger zusteht I>as siegreicl e Meer gibt nicht nur die Gefangenen zurück, sondern auch die gemachte Heute. Noch von dem Eigenen nimmt mau wohl uud kleidet die Nackten und speist die Hungrigen und salbt die Schmachtenden und lasst die Schwachen aut Eseln reiten. Schon vor den Toren Sehunirons angekotr.tiien. leitet man die tiefangenen zu ihren Hriidern nach Jericho zurück ■nd das siegreiche Meer zieht mit leeren Händen in »eine itadl Schoturon ein. Aus dem llintcrgrand traupger Ze'tcn leuchtet dieses Ereignis was ein gewaltige» Eicht. Nicht mehr tun leer!• Worlo handelt es sich, sondern um Opfer, uui eine l at. die an moralischem Wert weit hftlier zu heiucssrn ist als gar ma.1ch4modernen Schied»!ertrüge. Man hatte erkannt, dass alle Menncln-ii Kinder de seihen Vaters, also Kruder sind uud »ich auf ewig freue geschworen, ln diesem Siegeszuge war der König derGeiührte uud das l.'anze Volk der Führer. Der Ktif .Frieden״ erschallte (Hier die Menge, die Massen, die Städte, und es war. als oh er auch uher die Grenzen der Linder und der Meere erschalle und die Well erfülle. Es war ein l»urchhruch des lieluhls der Zusammengehörigkeit aller Menschen. Israel und Juda halten weiter nicht« gemeinsam, als dass c.n Hott ihr aller!•ott war. I»ieses einzige Gemeinsame war genügend, sie zu Freunden zu machen Keim• Gotleshuldigung liest sich herrlicher ausdrückcn, als da» Erwachen der mcn»ehli<׳hcn Seele in bsideu bisher feindlichen Stimmen. Sollte ■ler Gedanke, der die datua's alle einte, der Gedankt an den gemeinsamen Vater der Wr' ׳licht noch heute gelingst!, alle Menschen in Ost und West in Süd uud Nord zu Hrüdern zu machen? Wie sebdn wird das Lehen bei «lern Gedanken .Frieden auf Erden*. - Salem. Salem, KrUderstiiunien eines mächtigen Klang» im Einverneluusu. vertiefte, unhemmbare. brausende, jauchzend!■ Hrtidcrttiimuen, erklingt auch hsute. weiter und erlöset eine tieltraunge Welt'* 9