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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 11 (1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
11 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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ס83 _D*rt «4« Jieiiterojrtjaj» gelrlnl *erdenT Land wohl• nur deshalb hervor, weil erjlort gelebt! Wirklieh, streng wissenschaftlich. — Nun hat freilieh 4iie ״innere Kritik‘• aneli Momente geltend gemacht, die für die Kinheit lieh heit den Huchen sprechen. Heide Teile verhalten sieh in gleicher Weise zu anderen hihlischen Sehrilten: sie entlialten beide Keminiszenzcn an Ijolt, ihr Verhalten zu Micha und Xachum sei genau das gleiche 11 *elitzsch 1. und alles spreche daliir, dass .1 irmo):1 ') Kenntnis von beiden Teilen des Jesajalniehes gehabt habe Caspari). Dagegen werden aber auch stilistische Verschiedenheiten vennerkt und Worterscheinungon rrrzetrhnrt, iu dfTleirdle Iteiden Teile dcsTluches auseinandergellen. Es erübrigt sieh für uns. auf das Haltlose solcher Argumente hin• zuweiscn, da man aufgrund solcher Entdeckungen mit demselben Hecht jederzeit imstande ist, einem Schriftsteller seine feststehenden literarischen Erzeugnisse abzuspreehen. Ich hin jeden Augenblick bereit, mit derselben wissenschaftlichen Methode zu beweisen, dass aufgrund stilistischer und grammatischer Verschiedenheiten Schiller unmöglich der Verfasser der Kaliber und zugleich der Hraul \on Messina sein könne! Wer aber auch nur einigermassen den frivolen Missbrauch kennt, der mit dieser wissenschaftlichen Metliodc getrieben wird, wird als gewissenhafter .Ichudi sich scheuen, au Jesaja eine Methode nuzulcgen und aus ihr Schlüsse zu ziehen, die mit demselben Hecht auch zur /.erstiickelung unserer Thora führt und geführt hat! Was dort recht ist, ist auch hier billig. — Wer die über ״Denternjesaja“ entstandene Literatur auch nur oberflächlich prüft, wird aber zur Erkenntnis kommen, dass weder stilistische noch grammatische Erwägungen den Ausschlag gegeben haben, als es galt. Jesaja die Autorschatt von Kap. 40 ab zu nehmen. Folgendes stand aber im Weg. Jesaja lebte im 8. Jahrli.. und er sollte das damals noch unbeachtete Habel in seiner weltgebietendcn Herrscherstellung, sein armes jüdisches Volk jedoch in Habels Mitte itn Elend geschaut halten, er sollte Jahrhunderte voraus in die Mitte seines (iolnthvolkes getreten sein, um mit Worten des Trostes die Fntrüstli!■hon aufzurichten. Jahrhunderte voraus ihnen Göula, Krlösung zu verkünden, Jahrhunderte voraus ihnen '> Wir behalten un* vor, aut dieeen Punkt gelegentlich ■älter eiuxugeltetn

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