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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 11 (1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
11 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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L>i• Organisation der jttdistbtn Krliginnsgesallirbaft 327 im Ueneralgouvemeineat Warschau. (ise Unwissenheit im letzten, im grössten Reservoir europäischer (Jesetzestreue Platz greifen? (Jar nianehe Spuren führen in die Höhle des Olierrats. Aber keine Spuren fuhren aus ihr*hinaus. l>ie grossen (Jesctzeslehrer Polens, die neben ihnen wirkenden Männer hinreissender Frömmigkeit, sie alle, deren Autorität bis jetzt in dem ihrer Persönlichkeit־־freiwillig getollten Tribut wurzelte, wie werden sie, bis jetzt ein jeder eine Welt für sich, zu diesen (Jebilden moderner Verwaltungsteehnik sieh verhalten? Wird iu diesen (Jehilden, deren Masse naeh dem Durchschnitt genommen sind, Platz für sie sein, dass sie nicht, wie einst bei uns, refor- —nmtischen Schwätzern weichen müssen'?- Und vor allem: die religiöse Wahrheit, die jeden (Jegensatz als Lüge begreifen und bekämpfen muss, wird sie nicht genötigt sein, unter dem gemeinsamen Dache der Zwaugsorganisation mit hierarchischer Spitze die Lüg•׳ neheu sieh zu dulden und damit sieh selbst zu gefährden? Müssen nicht wir vor allem, denen Rahbinor Hirsch s. A. gezeigt hat, dass eine jüdische Organisation mir gesetzestreu oder gesetzlos, niemals aber beides zugleich sein könne, müssen nicht wir die Krrichtung der Zwangaorgauisation in Polen als ein ungeheures Unglück begreifen, angesichts dessen ihre politischen Vorteile gar nicht in lletraeht kommen können, ja müssen wir nicht sogar befurchten, dass die polnische Zwangs- Organisation auch in l'reussen zum Muster und Vorbild werde und den Rest des Lebens ersticke, das kümmerlich 1genug sich Lei uns noch erhalten hat? So folgt dem ersten ,lubel die bange Sorge auf dem Fasse. III. I"ober .lubel und Sorge muss die Klarheit der Distinktion zur Krkcniitiii' der Aufgabe füllten. Der d! ut'i 10׳ (M׳nrr:1l”״n\ 1;1 lo iir fand sich m Polen einem überaus si h\\ ierigen Problem gegenubergesiellt. Russischer Herr sclicl U1etl1<׳de hatte cs ciitsproi licli, die polnische und die jud 1 -< he Rasse gegen einander a1|s/11spielen. In völliger t ietrenntlieit voll zog sich das pulische und das polnische Kulturleben, und s gab keinen Mendelssohn, der eine \ et hindung und \ eisohtiung beider F.lementc erstrebt hätte Die russische I'reu1dl1err>chal't gestattete

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