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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 5 (1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
5 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 33)
Language
German
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161 Da» oitjüdiiche Kitael handes der deutschen Juden. Man muss schon mit di r Geschichte dieser Organisationen, insbesondere der letzteren, vertraut sei!!, um die vielsagende Placierung des Verbandes der deutschen Juden aווt deu Isolierschemel einer eigens (ür ihn geschaffenen lluhrik richtig zu würdigen. Man muss wissen, wie schmerzhell seit Jahr und 'Pag in den Kreisen des Herrn Justizrats Fuchs das Fehlen einer staatlichen Gcsamtorgauisution der deutschen Juden e n wird, mn diese charakteristische Klassifizierung der jüdischen Urganisationen und noch manches Andere in dem Fnchs’schen Artikel zu verstehen. Denn wird da bei der Kennzeicliimg ,'der ״Finzelverbände“ gesagt, dass im Gegensatz zu den Fvangeliscben. die in Freussen ihre Landeskirchen und im Könige als sumnius e|!iscopus eine gemeinsame Spitze halten, und zu deu Katholiken, die sogar eine zwischenstaatliche Hinheit bilden, die Judeuschalt in den meisten deutschen Hundesstaaten in selbständige zusammenhangtose Gernemden—־zersplittert11—rsf;—so—w+rd—di*׳ Feststclluim dieser Tatsache nur auf den in die inneren Kämpfender deutschen Jucfenheit eingeweihten Leser den Findruck eines schmerzlichen Stossseufzers machen..der diesen Kämpfen fernstehende jedoch wird an diesem Satze achtlos vorüberlesen. Der uneingeweihte Leser wird auch nicht wissen, welch ein Widerspruc h darin liegt, wenn vom Deutsch-israelitischcn Gemcindchund aut der einen Seite pesapt wird, dass die Behandlung religiöser Fragen von seiner Konipeteuz ausgeschlossen ist, dass er aber auf der ־־anderen Seile gleichwohl 11 a. die Förderung der Frziehungsangelegenheiten der jüdischen (iemeinden Deutschlands bezweckt, als ob im Sinne des überlieferten Judentums die Gründung israelitischer Fürsorgeerzieh 11 ngsanstalten, wie sie vom Goincindchnnd für Knaben in Kcpziu und für Mädchen in Köpenick verwaltet werden, nicht eine eminent religiöse Angelegenheit ist. Der uneingeweihte Leser wird ferner nicht wissen, dass der Satz, worin Herr Justizrat Fuchs von der Freien Vereinigung für die luteressen des orthodoxen Judciitums behauptet, ״die Mitgliedcr/.uh! der Vereinigung ist nicht bekannt, wohl aber aut unter HMtOl) vertretene Finzelpcrsonen zu schätzen“, erst dadurch richtig kommentiert und illustriert werden kann, wenn mau sich erinnert, wie \or Jahren einmal der Verband der deutschen Juden einer deutschen Staatsregicrung das orthodoxe 9821

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