Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 5 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
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l»a» »iijtiitiai-lic Kittscl I.V! hin (Inch eint* besondere Art des 1 >«*11k«*11M, KiiliU•«!־* mul Wollen*, die auch in Westeuropa das Judesein nusmnvht und ist es darum auch einfach falseh. wenn Oppenheimer sagt, dass die Melirlieit aller europäischen .luden nehen der Tracht und den geKell*chnltlivhen Gewohnheiten ilirer christlichen Umgebung auch deren "itten und Anschauungen angenommen liahen — denn was Idcilii denn uni des llinnncls willen von einer rcligiöseji (iemcinsclia'l übrig. wenn sie nicht einmal eine hesondere Art der Sitten und Anschauungen verbürgt — daun müssten ׳Männer wie Oppenheimer von ihrem Standpunkte, der ein allmähliches Verschwinden der iiherliefcrten Religion voraussi‘t/1. sich doch etwas ernsthafter mit der zionistischen Theorie auscinuiidcrsctzcu, die auch für Westeuropa eine (!einemschalt der .luden nur aut dem Roden des Nationalismus für möglich uud erklärlich-hält-,_,___,_t Nicht viel Neues erfahrt man aus dem Aufsatz Nachum *1>1«יי manns zur I’svchologie derj Ost jaden. Hin interessanter Wider- Spruch ist uns darin aufgefallen. Da heisst es gleich am Autang: .,Woher sollte mau in Deutschland Ins jetzt die Möglichkeit liahen. den Ostjuden zu verstehen׳׳ Die geistig-seelische Well, in der er leht. ist von der europäischen ahgrundtiel lersehiedeu: seiue Tra• ditiou seiue L« heusformen, die tiefsten Wur/.eln seiner Wesensart Klammen aus Sphären, die mit dem europäischen- ־Kulturkreis nur wenig licmciüsiMult liahen1‘. Ks ist das derselbe Nachum (Soldluann, der in seiner Itrnschüre ..von der weit kulturellen Itedcutnng und Autgahe des Judentums“ die Theorie verlieht: ״Die (irundlage unserer heutigen Kultur ist viel weniger das antike (iricrhciitum als. Idas alte Judentum“: Man macht •dt ganz niedliche Kntdcchimgen,-'• wenn man unseren philosophischen und kulturhistorischen .loiirnaisten etwas genauer aut die Finger sieht. Irgend ein ohcrllächlieber F.indrnek verdichtet sieh da gar leicht und bald zu einem festen Axiom Dieses ständig•׳ operieren mit lialhen Wahrheiten, dieses unbedenkliche VufcinandcrtüniiMi von gewtgien Hypothesen, dieses behagliche Naehspreehen von tieme.iiplätzeu uud Schlagwiirtern ist harmlos, solmge der Zweck der I billig in der I nterhalt 11 ng des Lesers sieh erschöpft, es kann sieh aber zu einer Oefahr auswa! hsen. wenn daraus Stimmungen entstehen, die liir die