Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 5 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Sommerzeit 181 mcnhnng zwischen *•11 ■ו^ווזג־^ו h<11 ׳ und Zukunft mir «Inr«-i! ״wieder kehrende Zeitdenhmäh-r" -d. 11 durch \'t*r;« 11 st:111ubefestigt, du•. «11■ unsere Fest uml 1י:וז<ו:'־j;•־. die (■cschehnisse rim•! ver jr:1Zeil im 1 der Nachwelt erneuern uml Jx-Iflt«•!1 Nehmt dem Juden *«“inen kniender und dir I1;d>1 dun seinen Kntechismu» vernichte1:1. .־.;uirli nur eine Acmlcriing unseres kn• lemlers ginge nirht spurl<•h nn unsereni iniieren uml äusseren I,«•• hen vorüber. I>«■110 nicht nur. da** »ir unsere Tage zählen. auch wie wir unsere Tage zahlen int v״n Belang. l'nnere.s I.cIh‘1u>!,ulssehlng und unseres s T«1׳n|m wird durch die l'hr, durch die Art und Weise. wie wir!innere Stunden, Tage, Monde und Jahre zählen, rejrulii-rt. Su ist der Mensch von neiner l’hr nicht zu trennen. Auch Pflanzen und Tiere sind organische (iesel10|de. doch nie leben ohne l'hr. ohne Z1*itbew 11»stnein, ohne Mass und Ziel _Kn peht sicherlich sehr viele Menschen, die erst durch il je Sommerzeit aut dun Problem ih r Zeit aufmerksam wurden. 1111 Lehen des thoratreiieii Juden liht die Zeit ein viel /u strntVe« und snendes Bcg'iuent aus. al« das» ■er je achtlos über sic hinwegsehen könnte. Scholl du• pedantischen Svnagogenzeilen, 11'\!•*'י usw., die noch strenger eingehalten werden, als cs hei den l’länen der Kisenhahn möglich ist, unterwerfen uns unentrinnbar dem kommaiido der Zeit, und nur in den kreisen der ('hnssjdim wird diese kumiiinmlogewalt der (iehets/eiteii als s\nagogaler Militaria• in IIS hekii1n|dt. NVie komisch ist doch die Zeit, wie komisch sind aln-r auch die Menschen, die sich ihr unterwerfen! Wäre es nicht viel ein• taclicr. statt den Fhr/eiger eine Stunde \orzimn kcn, die l'lir zu helassen. so wie sie ist und einfach eine Stunde früher aiitzustehen und mit der Tagesarhcit eine Stunde Iriiher aul/ulmren ■׳ hoch nein, nur dann erhehen sieh die Menschen um und nur daun hören sie aut zu arheiteu um >. wenn die Fiktion geschaffen wird, um f> sei es 1• und um ti sei es 7. Wir lassen ווו - gerne von unser« r eigenen I lir betrügen. K» kommt uns \!«• I weniger aut die hinge seihst als aut die \ or»te|lung an. du׳ wir uns von den hingen hihleu. In diesem Selbstbetrug liegt die koiuik der Sommerzeit. 30