Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 5 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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3 TT70NAT5M6FTE « hmiHir Kt bri voa Rabbiier l»r. 1׳ K«ba, Aatbarb uattr Mitwirkung vtta Rabbiarr l»r. Sal»M*a Brrurr, Kraakfarl a. M ^0=^=-■=- ■ —.— ■ -—-״£5^ Jahrgang 3. Ilrlt ä. Sommerzeit. Die meisten Z״itgenossen verbringen ihre Zeit. ohne zu ahnen. welch ein seltsames Ding doch der Begriff der Zeit ist Wir denken hier weniger an die Bolle, welche die Zeit in der Kr kenntnisthcorie spielt. als an die ühermiiehtige Stellung, die sic iih praktischen Alltagsleben einininiiit. Denn kann man auch nicht verlangen., dass ein von allerhand Sorgen und Kümmernissen geplagter Dnrchschnittszeitgenossc sieh duriiher den Kopf /.erbricht, oh die Zeit eine Form des inneren Sinns, wie Augustin, oder eine Anschauung a priori, wie Kant, oder ein l'rodukt des Vorstellung*, meehanisnius ist. wie Merhart meint, so muss doch schon .Icuiand ein von philosophischen Neigungen völlig entleertes Hirn In sitzen, wenn er nicht wenigstens einmal darüber naehgedaeht hat, wie komisch doch das Lehen wäre, wenn die Menschen nicht die eigen• tiiinliche (Jewolinheit hätten, ihr praktisches Tun und Lassen, ihr Handeln und Wandeln, ihr Sehlalen und Wachen, dem Szepter der allgewaltigen Zeit zu iinterordnen. ״Obgleich. wie es scheint, es nur ilie Zeit, ein äusseres Musa des Lehens bestimmt, m> ist es 1