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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 3 (1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
3 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 56)
Language
German
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120 «11«■ Kwigkcit. Können wir nun Kräfte, die sieh, wenn unsere Annahme derselben überhaupt stiiniut. Uir unsere Kilahrpng eine Kwigkeitssokiimle bewährt häheii, als altsidut ewig betrachten? Stellen wir uns vor, dass eine vei stamlhegahte Amöbe, Bakterie 1>1U!r Xül'IIIUcd (die das Meeresleucliten verursacht) sieh in einem Kisenbalin/iigc befände, der ununterbrochen ä—H Tage fährt, um von New-York nach San-Francisc״ zu gelangen. Diese mikrosk<1|1isch einzelligen Lebewesen vermehren sich durch einlä( he Teilung sh schnell, dass eine einzige iTT eimgen Tagen tausende (ieneratiunen hervnrbringt. Wäre es da nicht selbstverständlich, wenn die hundertste oder tiinlhundertste Generation ihren Aident• haltsort, den Kisenbahnzug, als eine Welt, die sich ״ewig־ nach derselben Uichtung in gleichem Tempo weiterbewegt, betrachten würde? Denn unzählige vorhergegangene Generationen haben diese Heobaehtung gemacht, mul wahrscheinlich können uneli unzählige nachlulgeiidi• Generationen diese Hcolinchtungen besliiligen: Alisst'-r^ dem würden diese Kinzeller an etwa parallellaufenden andern Kiscnbahn/iigen das ״Gesetz־ der gradlinigen ״ewigen4 Bewegung bestätigt tinden. Diese Analogie zeigt, dass die Hereehnungen lausender (ienerationen. relativ betrachtet, noch keine ticwähr lür wirkliche Kwigkeit beobachteter (Jesetze sind* *). I'hcrhaupt ist es so ein«• eigene Sache mit den blinden Naturkräfteu, auch abgesehen *I KriiicIricli Nietzsche sagt in seinem Werke: ״I)er Wille zur Macht* :1 Huch Wnt, in Hczug auf י ausahtat des Wirken* der Naturkridte: .l>ar- .au*. dass Klw.is regelm;i*»ig erfolgt und hereelieulcir erfolgt, ergieht sich .nicht, dass es notwendig erlolgt.!•ass ein «,•!lautum Kraft sieh in jedem he- .*(iininlc'i Kalle auf eine einzige All und Weise I csliinmt und heiiiniint, macht .es nicht zum .uufieien Willen“. |lie .ineehanisehe Notwendigkeit“ ist kein .'l'uthcHtand : »ir erst haben sie in das to-srhehen hinrinwterpretirt. Wir .haben die hoiniulirbarkeil d״s losebebeiis ausgedeutel als Kolge einer über .dein toscbelien wallenden NeccHsilat. Abir dar.ms, dass ich etwa■ He- .Stiiuiules Ille, lolgt keineswegs. dass ich es gezwungen tue“ I ud Niel/he be koiiiiul zu dem Sebli.sse; _I >11■ \o| w endigkeit bei den .sogenannten Naturgesetzen ist kein Tatbestand, sondern eine Interpretation־. leb habe diese Selo 111 von Niet/sehe erst lange nach Abfassung meine■ Aula.111• s gelesen, und um erfreut zu tiuden. dass sieb die Ansichten dieses grossen l'enkers I ist genau mit der Aull issung v••!! d ■r Niehtewigkeit •b r sogenannten Natutkiiltc decken

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