Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 3 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 34)
- Language
- German
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werden IitHhon müsste, dass man ihnen schon heute westeuropäische Führer cinsctzen müsste. Denn — nud nun kommen wir 7.ur Kehrseite des Fmblems. — •ind wir denn so sicher, dass wir sie zu tiihreu vermögen? Haben wir für uns das Thora Kulturprohlem restlos gelüst? Worin In■• stellt dit'R'F Losung ‘ , Ks liegt tu der Devise ־.'— ־־ך איץ oder vielmelir in der l'inpriturifr die dieser Begriff von Rahhiner .Samson Raphael Hirsch “וצי־ erlahren hat.“ Zugegeben, aber ist denn dieser Zustaml bereits erreicht? Ist diese Forderung nicht vielmehr noch immer ein Ideal, ein Ziel, «lern zugestreht werden diuih? Ich will nicht bestreiten, dass es in I •eutschland sehr viele ׳:1״' חכדיםr picht, die ja diese» Ideal erreicht haben, die liebet! allgemeiner weltlicher Itildunp auch »in profundes Thorawissen in sieh vereinigen, aber sind diese Tnlmide C'haehomiiu nicht Ausnahmen? Hat aber die grosse Masse der westeuropäischen Orthodoxie das Ziel erreicht? I'nd darauf kommt es doch in erster Reihe an, denn das Ziel kann ■doch iiiehtsefn.־ e i li/fl he McnschTn sondern die grosse Masse treu zu erhalt■ n. sie vor Schaden au ihrer Seele zu bewahren l'nd der F.rfolg. der bisher für die grosse Masse erreicht wurde, ist nicht gerade sehr ermunternd. Ich möchte nicht missve rstmdaii » »nlioi Ich wtl ■■ob» tu■■! 1 siieir dass es in I »eutschland sehr viele orhtfmmiiie uud sehr gebildete .lebudim giebt, aber das Ideal, das Rabbiner Hirsch “"צ’ verwirklieht sehen will, hahen sie nicht erreicht. I»enn dazu haben sie zu wenig ־,'•ד, denn auch beim besten Willen lässt sich nicht hehaupteu. dass Thorakenntiiis in Deutschland allgemein sei. F.s wäre für die Zukunft des .ludeiituuis verhängnisvoll, wenn das ganze ,liidentnm nicht ander' wäre als das deutsche. Judentum ohne intensive uud extensive, bis in die breiteste Masse des Volkes reichende Thorakeuntni« kann nicht bestehen. Mit einigen rationalistischen (iedanken über den (leist der tleset/e und über den (ieist de» Judentums lässt sieh kein Judentum erhalten, l'nd oh Uatioualismus allein so viel Berechtigung hat ' Rahhiner Hirsch ""צ' wai sicherlich kein Ralioualist, aeme ganz■׳ symbolische Deutung der .“*דצ. namentlich die der Tenipclgeräte ist vom Hauehe jiidi- •eher Mystik umweh! und »iellcicht ist er der einzige von den Grossen •Ier xtcstcnropäischcn Orthodoxie der jüngsten Vergangen heit, der den Massen der östlichen Orthodoxie etwas bedeuten