Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 3 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
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75 gen für die Zukunft ihres religiösen Slrebens, di«• anderen für ihre Menschenrechte l'ür die er»t«-r«־ <;«•«lankenweis♦• gelang es uns, eine ganze Reihe geängsteter < iemut«־r «Jadurch zu beruhigen. «lass wir ihnen bewiesen, wi«• g«-r«cht selbstlose, objektive Menschen ohne rnter»« hied des (;laubens ihr r«־l1Riöses Strcb«־n beurteilen Sie halten da lurch die für sie namenlos beiuhigend«• r«־berzeugung ge\\onn<־n, dass für ihr«־ Anschauung in jetler Cultur Raum ist. Aber wir wünschten, dass diese (ierechtigkeit (iemi-ingut aller deutschen Juden würde. Auf «lass arme Kltern nicht mehr bei jedem Deutschen, welcher di« Grenzen zum occupierlen (iebiet überschndt«־!. zittern. er käme, um ihnen <111• Seel♦• ihrer Kinder zu rauben. Wahrhaftig, dazu wäre die Zeit schlecht gewählt. I'nd gerade deshalb ist der obenerwähnte Schimmei der Romantik ein gefährliches Spiel. Daraus könnte <lie Jugend «les < »stens di«• Meinung schöpfen, als lebte sic in einem schemenhaften Märch«*nland. aus dem sie mit aller Knergie «I«•״ Weg zur Wirklichkeit suchen müsst!•. I'nd «li<* Alten würden verzweifeln. Darum sagen wir. mehr Khrlurcht. mehr Khrlurcht vor der Gedankenwelt und *l«*n Idealen der 4md«>s uns (Jemeinsohafllichen. Man hat ja hier/uland«׳ schon ein«• Ahnung von «ler erhitzten Temperatur, in web lu-r sich zur Zeit das ganze (;«•dankenleb n unserer < ilaulx■ nshruder dort bewegt. Man sollte nur di«■ Zeitungen «I >rt lesen, wie da aus den kleinsten Dingen ungeheuerlich«• l «dg« rf gezogen werden, wie es da siedet un«l brotlell von l’rojekl« n un«l Träimen: dann würd«• man sich• wirklich scheuni. nun auch unserers• ils diese krregung zu steigern, (i'ewiss. wir sind weit entfernt davon. «11«• Schwäch«•!! «I<• r <Kt|u«l«n. web he sich ja aus ihrer Vergangenheit mehr als /ur (;«•nug«• erklären lassen, zu v«,rk«,nnen. aber r« in menschlich m«H ht« n wir zu jedem Sehr flsteller. welcher ober die ( Kt joden schnob••!! zu müssen glaubt. jed« n1 «leulschiMi Juden. w «d« bei dorthin g«׳ht, sogen, es m«»g«■ nicht \11׳g«ss«n weiden. «lass es letzt«•!! Knd« s denn doch h<‘iligcr Mo«b־n ist, «In■ I ’« hei/eug ungswi lt von tu^l zwei Millionen Mensch«•!! Kommt man aber zu diesen zwei Millionen mit «len! ehrlichen W oit. «lass