Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 3 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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66 Welt. l’nd ein grosser Teil 11er Meuschhcit wir«! darben. Oh er auch darhen wird, wenn ihm der Magen 'ich lullt? Ihr Lrlöser wird kommen, er nun‘.' kommen, wenn erst die Menschen den Hissen Hrol hinunterwürgen, weil sieh ihnen die Kehle zusammenschnürl vor Weh, vor verzweifeltem Ingrimm. Wenn die .Menschen erst einmal erwachen und sieh gegenseitig fragen, oh es denn wahr sein soll,!lass ihres Lehens Inhalt kein anderer sei, als (liitcr erwerben, um ihren Maxell mit ihnen zu 111111*11. oh Lehen dazu da sei, dass Menschen alles eitiselzen au (Jeist und Kraft, um des Stück Brot sich zu verdienen, damit der tyrannische Magen sieh befriedige, Lud Menschen werdt n Bekennerimit bekommen : 01! sie noch länger den tollen Tanz nntinachcn sollen, von Jugend aut sa h schuften und rackern, damit der Magen des Seine erhalte, um dann nach Ablauf \on etlichen Jahrzehnten erschöpft and müde gejagt ins (irah zu sinken. Oh sie noch lortfahren sollen, immer wieder in sinnloser l׳'o|ge Oeneration aut (■encrutioii iiib l>asem zu setzen, dass sie zu gleichem, sinnlosem Tun dureh’s Lehen sich ijiiäle, Lud Kinder werden vor ihre Litern treten mit dei Krage auf den L1|1|1cn: Wer ihnen das Hecht gegeben habe, ihnen das Lehen 711 schenken, was sie ihnen zu bieten hätten an Hütern und Werten, die sie ans Lehen zu fesseln vermochten.—Lud-spricht dann >dn töriehter Vater■:—Lieber Sohn. ich habe mein (!eschiilt in die Höhe gebracht, habe tausende von (ioldharrcu mir gehäuft, da sollst du nun zeitig zu arbeiten he• ginnen, um all das Wissen und all die Tüchtigkeit dir zu erwerben, die nötig ist. um mein Kesclriitt einst töri/.uführen und die <!nld: häufen nur weiter zu türmen - dann wird der Sohn in ein gellendes. wahnsinniges Lachen seine Kehle ergicssen, und dem Vater wird cs grauen vor solchem Lachen, l'nd Litern werden sich umsehen nach Brot, nach Lebensbroi, che sie es wagen werden. Kindrrn fortan das Dasein zu schenken. Da habt ihr Israels ewigen Beruf, l'nd schaut stolz eine Welt aut die .Kraft ihrer'Kusse‘ und leuchtet ihr Auge im Anblick der ״Schenkeln des Mannes־, dann blickt Israel wehmütig stille auf solches Tun, und das Wort des l'salinisteii lebt auf seinen Lippen, das ilun zeigt, wie Lr Himmel in Wolken hüllt und der Knie den Kegen bereitet, dass den Bergen des (fräs entspricssp und den! Tier das Brot werde und den!ungen Kuben, wonach sic