Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 2 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/4900572-5964858-5964909--0934-4901472- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
I 53 Im Hause seiner Kltern bat er. wie man /u sa״on (itlcjrt. .nielit \iel vor sjeli gesehen“, hamals waren (lie ״Scjrnunjrcii“ der K1nan/.i|1:1ti11n von Napoleon*( Inadcn 1|ber hü'«e|dor! Iiereits auf^ecnii- 1׳en. I>er Vater Heine!?—ein nnbejrahter. lieliensw ürdip-r Scliw äch Imp in seiner .Iuvenil galanter l.eliemann, dem anlässlich «einer Heirat eliristlielie h״ch}:oslellte lloiiner die Aiitnalime in die hüx«el ■ l״rfer tiemeind erwirken niussteu1) hie Mutter — ,aufgeklärt“, >el1iilerin Koiisseaus. streu.e Deistin — mau weiss. was da«, zumal in den Tagen naeli Mendelssohns 'l’ode. heissen will. Ks selieint. dass das Khepaar seine ,Kinder zur Beobachtung der |1idikchcn l.eboiisregcln anhielt in welchem l'nib'inge. steht nicht fest. Aua Heines 1 )ichtungoii geht jedenfalls hervor, dass das Stimmungsvolle jüdischer (lehräuche und ('erenmnien aus eigenem Krlehuis 1111• aushisehliehe Kiiidriicke hei ihm ht!r\orgorufen hat. ln welchem!leiste er jedoch unterwiesen wurde, erzählt uus der Sohn seihst: als es dem Vater einst zu Ohren kam. dass der Knahe. der von den Kltern in ein tlymuasium gesandt wurde. wo katholische l'rie«ter unterrichteten, die ihn früh mit )1hilosu|d1i«eheu l'nddeiucii hekanut gemacht liitten. durch religiöse Spöttereien Auitos« errege, hielt er ihm tollende Rede: ..heiue Mutter lässt hielt . . I’hiloso יו•"« studieren. l)as ist ihr!: Sache . . hu kannst |*h 11<>k• >ן>h «ein. so- -viel Du willst, aber ich bitte hieb. «ij.t nicht dlfeutlich. was hu denkst, denn hu würdest mir im (l'oschätt schaden, wenn meine Kunden erführen, •lass ich einen Sohn habe, der nicht au holt glaubt: besonders die Juden würden keine Vclvetecus mehr bei mir kaufen, und sind chiliche I.eilte, zahlen prompt und haben auch recht, an der lleligion zu halten .... hu darfst mir als!! aufs VV״rt glauben, wenn ich nur erlaube, hir zu sagen. dass der Atheismus eine grosse Sunde i't־'•׳ Mehr braucht mau kaum zu wissen. Ks ist sicher, dass Heine beim Verlassen des■ \ ater hauses mit Juden und. Judentum keinen inneren Zusammenhang mehr fühlte. .\״ch wühlend seiner Bonner und (loitinger Mildentenzeit verkehrte er tä*t ausschliesslich mit t'hri-teu 11110 kam mit "'Juden .in wenig Berührung. lud in seinen l'.iie'cn au« |enei Zeit ortenhnrtr*־ er eine Unklar! 171 ו|ו^ו־הז1ד1ד0ח \ is!•h'e 'ItTiViifiL-nTti' ziiiii Katholizismus. Wenn mau nun 11■» 11 leimr in« \uge Ia*»1, Sn lie l'roelkH : ..II. Ilciin . ,11 ןe 111• ..Mcinoii■ 11 .