Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 12 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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399 Vrfeile. Sidmllcrn und »olniig(‘—Muskeln dnhci und wird doch nahm wie oin Lamm mul rot wie ein Mädchen. wenn er der liehlirlten gütigen Herrin den Bügel halten darf. Aus der Froschperspektive lietet er sie au und verteilt er das Lehen der Herrsehatt Das ist stürmisch genug. Der (»utsherr hat keinen Leilicserben. Sein NelVe wächst hei ihm ant. Der war als hi naht• schon hnflärtig und grausam. Der Manu ist nicht hesser. Nur kurze Zeit sänftigt ihn der Kintluss der jungen zarten Krau, hält sie seinen wilden Lehensdrang und seine Verschwendungssucht im Zaum. Der Oheim stirbt. Sein Testament ersieht, dass nicht der NelVe. sondern dessen kleilies Sidinlrin der Krhe ist. Furchtbar die Wut des Knterhten. über und über Verschuldeten. Der Drum um die unge/.ähmte Bösartigkeit des (iatten tötet die seit des Sohnes Heburt kränkelnde Kran. Zwischen dem Knterhten und dem grossen Vermögen »lebt nur noch - der schwache Lehensatem eines unbesehiitzten Kindes, Fürs erste geht das l’rasserlehcn lustig weiter. Kr heiratet wieder, diesmal eine (ileichgesinnte aus der Halbwelt. Fest reiht sich au Fest — Baden-Baden an .Monte Carlo. Bis die (!laubiger Witid bekommen,!lass ihr Schuldner nicht, wie sie gedacht. Herr eines grossen Vermögens ist, sondern nur Vater des Herrn. Da drängen sig_jjnd wollen ltiiilil rnelir stunden,—Mann tmd +'rao—sitzen ant dem Dut, zwischen ihnen!las Kind, Das lacht ahnungslos vom Kiuen zum Andern. Aller sein liebster Fieuud ist doch Theodor Merten, bei dem und seinen Pferden weilt es am liebsten. Fud der hat die ganze schwärmende Verehrung, die er für die Mutter aus der Ferne gehegt, auf ihr schutzloses Kind gesammelt und sieht, liililt mit dem Auge der Liehe die Blicke des Hasses, die der eigen.• Vater, dem Kinde wirft. Auf Schritt und Tritt ist er ihm nah. Tag und Nacht schleicht er ihm nach. Kommt zweimal schon im rechten Moment, um einen ״zulälligcu 1111:111־ beim Bildern oder Baden zu verhindern, hurchthar ist der Mann an/11־ schauen. Die Monier zittern vor ihrem eigenen Knecht. Vlier noch grösser, zu gross ist ihre (iier nach (leid, nach einem Leben der Fülle, l'löt/.lich 11 <>־׳I die erschreckte Dieuerschar ״Uudi hat sieh erhängt.“ Sie sehen!las tote Kind sie hören den Herrn erklären, wie das so kam und aut' einmal schwindet |cde Schranke י und einer \ou ihnen wirft den Herrn zu Boden und sich