Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 7 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
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24« wenn nie ׳•ich pewühnrn würden. ihr« und ihrer Kinder An-priiehe an da« Lehen etwa», niedriger 7.11 schrauben und nicht immer den \Wrt de« Lehm« nach der Fülle seines Clan/es und dem F.rtrap «einer Fruchte 7.11 bemessen K« i«t |a 11 Halalih]i<-h. wie verwöhnt die heutige <ieneratimi im Ls-en und Trinken ist. Noch im 1«. .lahrhiimiert |1r<>|1he/.eite der liumanist (imvanni M״wnu den 1 ntcrtranp der Welt, weil die Frauen von!*iaceiiza für den Winter Fruchte einmaehteii. Was •damal« sündhafter Luxus war, i!»t heule zu einer allpcmeineu haiiswirtsehattliehen (*hunjr geworden. tiehnrt dieser plan/cmlc Aufstieg der (iastroiiomie 7u1u notigen Forlsehritt der Kultur' Ks 1׳iht Meiuunpcn. die den Luxus der modernen Ktielie wissenschattlich zn rechtfertipen siielieu •le kultivierter uud k״n1|1l1zierter der Mensch, desto anspruchsvoller und dillerenzierter seien die Forderungen *eines Malens Nur primitive Menschen, heirniuam aic4c - 4me primitiver Nahrani׳.^ da. diese Atechselbezichnnp zwischen Kultur uud Maper» sei ein *n|rh~ imuiiistosslielies Axiom, das« p« «mra!• im Mereieh der Möglichkeit liepc. durch eiue hestimmt aus^ewahlte Nahrung den Charakter des Krnährteu zu bccintiussen. Nun ist ״rradc vom jüdischen Standpunkte ohne weiteres /iizup hen, daRS in dieser Kinreihuup de« Kssen« und Trinkens unter die Kuiturtaktoreii sicherlich ein Körnlein W ahrheit steckt. Audi die Tlmra kennt ein System der Speisenauswahl. von dessen Nichtheaehtunp sie da« F.intreten von צ״קיץ נפ*צ*. einer Vcruiiglimpiunr der Seele hesorpt. Ist es aber auch wahr, dass ""C: “;צ־'־ אי. der (icreclite hei der Aus wähl seiner \ahruup nehen dem Leihe auch die Seele hedenkt, so muss es doch al» ein vorwit/.ipe« I berpreifen des menschlichen Fried.« bezeichnet werden, wenn wir uns die Fälligkeit /iitraueu, liher die Weehselhe/iehunp /wischen Kultur und Mapen eine heachtliche Meinung /u liahen. Nur das Stoffliche in dieser IW• ziehnnp, nur die Kiwci«ss11b«tan/en. die Kohlenhydrate, das Fett und die Sal/r hohrt die Chemie aus Licht Sie kennt aber nicht die Faden. die von der Spei«e /ur Seele hinüber- und herüherlauten. Auch in dieser lh1./׳ehun״• hat uns der Krieg hescheideuer gemacht. I>10 Luxustheorien blenden uns nicht mehr. Wir sind froh, wenn uns!Las Nötigste nicht fehlt, und wir kehren reumütig■