Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 1 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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mit der Gegenwart, « in Uittcr»•* Zweifeln an der Zukunft, ein traun» verlorene» Denken an «ln• Vergangenheit: da» 1»t von nun alt das Leiten Joel Gern» Wat» 111 וו aufreelit tiiilr. das ist der Glauhc an den Geist »einer Heimat, die wohl sterilen, alter nii-ht verschwinden kann, solange ihr Geist nicht stirlit ... Denn auch Kllcrdingfii rüstet steh tum Sterhen — ״und da» letzte Minjan Klhrdingens, an dem Chann Hern teilnahtn, war in seinem Sterbezitniiier.••-- Ja. alter um des Himmels willen, I1öre־i1׳h den erstaunten Leser fragen, was hat da» alles mit Samson liaphael Hirsch zu tun? Warum ist Joel Gern a 11 c h ein Hirsch-Hotnan? Da» ist mit kurzen Worten gesagt. Grosse Männer erleiden oft das tragische Geschick, dass ihr ehrliches Wollen und Wirken von manchem ihrer Anhänger so gründlich missverstanden wird, dass man ott im Zweifel ist. wo die Quelle dieses Missversteh!118 ׳ liegt: in •einem Mangel an Klarheit auf •Seiten des Verehrten oder in ejnem L'ehertliiss an Dummheit auf der Seite der Verehrer. Zu diesen Männern gehört auch / Samson Kaphacl Hirsch. Wie schwer ist z. II. sein herühintes Bildung»|>nnci]1 missdeutet worden. Weil Hirsch seihst ein gutes Deutsch sprach und »clirieh, weil er d!׳r Gründer einer Realschule war, an der auch profane Fächer gelehrt werden weil er in Frank turt geg. ,nüher dem ästhetischen Dusel »einer Gegner einen modern ahgetönten Gottesdienst, ohne mit dem דץ in Kontlikt zu kommen, ein/.iirichtcn für gut hefaud. weil er nicht müde wurde, immer wieder zu!״ tonen, wie gerade ein tiefes Kindringen in das Wesen nichtjüdiseher Geistesschätze zuiu Krgehui« führe, nur »las Jüdische darin׳ sei das einzig Wahre und Gute dann : aus diesen und ähu liehen Gründen wollen manche unter seinen Verehrern zwischen ihm und den Altvordern »1111■ Scheidewand aufrichten. die mit seinem Auftreten den Beginn einer neuen!,»■rinde in der Kntwicklung»- geschieht»• d>׳r Orthodoxie markiert, (»egen diese Art von Verherrlichung. »Inin Wahrheit eine Verunglimpfung Hirschs hedeutet. kann nicht scharf genug Protest erhöhen werden a Dünn, wenn auch Hirsch persönlich ihr l'erzciigung war. »lass nur eine innige Vermählung von .”"7־ und;,“דיך א zum Ih ile führt, so war er sich doch all»• Zeit der gr״s-en Schwierigkeiten und Gefahren deutlich bewusst, du• sich einer praktische״ Verwirklichung »lieser Forderung »,ntgegeiitürmi 11. w^»• er and»■rerseits sehr wohl wusste, »lass du• Vieldeutigkeit des ייך איץ■ Begriffs »•ine Full׳■ von Interjektion!»- nüighchkcitcn zulasst Neu an Hirsch war bloss der Mut. mit