Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 5 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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168 -yjudchliini h;injr*"*Tr; die Kntwicklung wäre ohne Zank und Hader verlaufen, ilit• Anschauungen hatten sich in friedlicher Weise geklärt Tffirt — was das wichtigste ist — es wäre innerhülb der Orthodoxie niemals zu jener tiefhedauerlichen Spaltung gekommen,‘ über die wir heute zu reden haben werden. Oh freilich eine Heligionsgcse llschaft der Reformer ein solch imposantes (!emeinwesen geworden wäre wie die Heligionsgesellsrhaft der Orthodoxen: iiher dies e Frage hrauchen w i r uns nicht aufzuregen, darüber soll sich das liberale .Judentum den Kopf zerbrechen. ln Wirklichkeit sollte aber die Kntwicklung anders, ganz “ anders verlaufen. Nicht genug dpimF, daß-die NeoTogen die alte Frankfurter .קזרלד zu einer Kcformgcmeindo gemacht haben, unternahmen sie etwas, was bis dahin in der jüdischen <!(•schichte noch nicht dagewesen war: sie eröllneten einen förmlichen Kulturkampf gegen die r־T. Aussterben sollte sie in Frankfurt; daher liell mau kein Mittel unversucht. 11m die orthodoxen Kreise selbst an der privaten Ausübung ihrer <Jcsetzcstreuc zu hindern. Aus der t Jeschichte dieser beispiellosen Verfolgung will ich heute nur eines hervorheben: Vom .Iah re INI א bis zum Jahre 1838 war in Frankfurt der hebräische 1'nt erricht durch Voraulussuug 11 er i s ra el i t i s!.• h « n <J cm ein de polizeilich verboten. I•as klingt unglaublich; es ist aber wahr, denn es kann uktenmnitig nachgewiesen werden Kr't die Freiheilssturme des Kevolutionsjahres muliteii über Deutschland hereinbrechen, .um auch der Orthodoxie in Frankfurt das erste Stuck ihrer Freiheit zu bringen: Frst im Jahre 1NÖ1 konnten sieh du• orthoifoxcn mit Krlauliiiis der staatlichen liehörde zu einer lieligioiisgesellschaft konstituieren. Damit war das Signal zum Kampfe, der Anfang zur liemnmg gegeben Natürlich war Ulli der blobeli lilliudllllg dir lieligiollsgesellschaft Hoch keineswegs alle.s erreicht. Voi;illmi muiiie der Steuerzwang beseitigt werdeu. durch welchen die OMh״doxet1 genötigt waren, zu den l-'.iuricht uiigeii der IJeformgenieinde mit 1 In ein lieble beizut ragen. F.s war nun ein liluck für du• lloligionsgcsellschafi, dal! die INformgemelllde zuii.ichst jede Ko|1/• ssloll י erw elgel te. lierade dieser hartnäckige \\ idcrstand der INfoiingcineinde — de! wai's gerad״, der die l;el1giousgese||schafl grob gemacht hat. Demi gerade dieses eigensinnige *\ el sagen Jeder Konzession hat llllielhalh de|•