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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 2 (1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
2 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 40)
Language
German
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Gewiss«■» gerufene Flammenwort war ausschlielllicher Leitstern Keines politischen Handelns. Wie «las .Tmleutum Gott«*s Wort, ho war ihm jede jüdische Organisation Gottes Werkzeug. Unbe«lingte Lauterkeit, «lurrhsichtigst«*. einfachste Wahrhaftigkeit war ihm oherste Pflicht der Träger göttlich«*» Werkzeugs, der Gründer nn«l Leiter jüdischer Organisationen. Als Gottes Werkzeug. begriff Naphtali Hirsch jede jüdische Organisation. Nicht als Menscheiiwi-rkzeug. Di•* Werkzeug«! der Menschen siml an sich ethisch gänzlich imlifferent. I>«*r Zweck, zu dem sie gebraucht werden, verleiht ihnen erst den entsrhehlemlen l harakter. Ich kann das Heil zum Aufbau eines Hauses, ich kann es^ aiud! zur ZurLrtimmojungaünos - MenschenlelM'iis verwemlen. Anders die jüdische Organisation. Welchem Zweck sie auch immer «lienen soll, so hat si«* in erst«־r Reiht*, schon an sich, göttliches Werkzeug zu sein, «larf ihn* Weihe nicht erst vom Zweck erhalten. muH vielmehr h«*reits als Werk• zeug, gew isscrmniien als Selbstzweck, das Gepräge der Gottlichkeit an sictf tragen Die prste Frage, die daher Naphtali Hirsch an jede jüdisch•* Organisation zu st«*lien si«־h verpflichtet fühlte, war nicht die Frag«■ nach ihrem Zweck, somlern die Frage muh ihrer Verfassung, di«*, nach göttlicher Vorschrift geregelt, ihr liberhaupt erst die Legitimation verleihen konnte, göttliche Zwecke zu verwirklichen. Von «1er Verfassung d«*r jiidischen Organisation verlangt«* er. «lass sie ihm «iaranti«* gebe für «li<* «lauermle Alleinherrsi-haft des Gott«*sgcs»*tz«*s. dass sie sich stdchermatien als Verjüngung jener l'rverfassung erweise, mit der Gott stdher die jüdische Nation ausgerüstet hat. Als Träger göttlichen Werkzeugsb«*gritl Naphtali Hirsch di•• Grundi r und Leiter 'der jüdischen Organisation. Zur Handliabung menschlichen Werkzeugs erscheint jeder berufen. «l«*r sich darauf versteht. Von den sonstigen persönlichen (Qualitäten des Werkführers kann dabei füglich abgesehen wertlen. Anders l*ei den Trägern göttlichen Werkzeugs. Ihre Fähigkeit, «las Werkzeug zu werte», steht erst in zweiter Linie In erst«*r Linie erhebt sich die Frage nach ihrer Würdigkeit. .Seid stdhst •*rst rein!*, so lautet di«■ Ford«*rung *les Prophet)‘». Nur dem Ia1ut<>rcn »iril im .lu«l«*utum die Aufgabe zu teil. Lauteres zu for«l«*rn. Drum war es Naphtali liirseh uieht gleichgültig, wen er zur Mitarbeit

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