Mannheim
Compact Memory

Die jüdische Frau · 1927-03-01 · 5/6 (3.1927) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die jüdische Frau
Volume
3 (1927)
Issue
5/6 (3.1927)
Date
1927-03-01
Page
[Seite] (sequence 33)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/4899998-4932209-4932326--596-4900565
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Das jüdisdie fttnd IjTT^piEIlTaED^RZErTSCHRt^jn^ Zafd)d)ita — 6in Cfyanukabmärdjen. V*n SR. Frank. Ulm Vor vielen, vielen Jahren lebte in einem gali»tsch«n Städtchen «in« jüdisch« Familie, welch« durch ihre Frümmiokett und Wohltätigkeit allgemein beliebt war. SRit Luteren tdlückägütern reich gesegnet, war tbr größter Zchad >br Döchterchen Ava. «in rettende» kluge» Kind von seltener Herren »güte. Ihre grüßte Freude war. wenn lie die Arme« und Kranken besuchen und ihnen «laben bringen durft«. Zn tdrem weihe« Kleidchen, ein lürbchen in den Händchen. «in strahlende» Leuth» ten in den Nlauaugen. da» «arte «lekichtchen von goldbraunen Löckchen umrahmt, glich st« einem Ungel. der »um Droste in di« Hütten der Dürftigen einkebrt«. Al» Lichtgestalt erschien sie auch der kranken Mirjam, einer gelähmten Witwe, bi« mit ihrem Lohne David in arüßter Armut lebte. Der brav«, fleißige.'begabte Knabe tat alle», um seiner Mutter ihr schwere» Leiden »u erleichtern. Er macht« klein« Voten» gänge, un. etwa» »u verdienen, so daß ihn jeder gern balle. Besonder« Aabbt 806. Eva« Vater, batte iß« sehr liebgewonnen. er gab ihm allerlei leicht« Veschüktigung und sorgte, daß Mutter und Sohn nicht Menge! litten. Eine« Lage» besuchte E»a die Kranke. Di« Kinder sahen au Mirjam« Bett, al» sich deren Füge dlödltch veränderten. Sie hob u»ch einmal segnend die Hand nach den betden. ein BUK voll Lieb« traf ihren Knaben, dann schlossen sich dt« müde« Augen der Dulderin für immer. Aabbt L0b nahm den nun gan» verwaisßen Zungen in sein Han«, ft hielt ihn wie «inen eigenen Sahn. Eva war ihm eine lieh« Bchwesdrr. Er besucht« den Gheder. lernte gern und leicht, s« daß er dal» der Liebling seiner Lehrer war. Al» er den Wunsch äußerte, hi« Jeschtwah besuche» »u dürfen, um ein berühmter Aabbt «u werden, n» Aürbe sich sein Eflrgevater bamit «ßnherHande«. Aur Eva war betrüb«, daß D«vt» sort wollte. Go kam Thanudah heran, der tag M Ab» schiebt rückte näher, et» Jude do» Orte« unternahm tu nüchswr Woche «in« ge>«h» Aeis« »nh wollt« David mitnebmen. Eine Aets« in damaliger Fett w«r beschwerlich und gefehrvoll. che ging der Wage». Gülltte» aber auf Echnsdreg Aavden. Fm Wahn»immer da« Anb»i SW war olle« dem SichtAM «u Ehren weth geheckt, dt« Leut» wamn MM «MM. der m« Ofn sveabeer liMill» Wärme, tndeg deaußea der Echem» in dichten Flmwn ßerabfiel und di« Erde 1, ata weihe«

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.