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Die jüdische Frau · 1927-02-15 · 3 (15.2.1927) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
3 (1927)
Issue
3 (15.2.1927)
Date
1927-02-15
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Die iüdisdie mutter „ftus meinem Reid)". Die Ha» darbett. Hi» Brief von H Dadlderg 3» weist. inern freund, du hast na» den Anichanungen der neu«» Zeit rech«. wenn du mit >nir fctiltft. weil i» »iicb nicht genügend dem Lvort widme. weil ub lieber ,» vaui« sitze und dort nwine Krer»ndr bei mir leben will' lind du dost adermal» re bl. wenn du sagst. i<b wurde mir die Augen verderben mit dem Rüden beim LainvenUbi und der feinen Ltickerei an irgend einem kleinen istegenstand Und dennoch. Lieber, inust ub dir widerlvr«ben: meine Meinung iii eine ga»A andere Zb will dir davon reden Du wirft mir odne Zweifel darin re<b« aeben. das, eine Krau in ihrein Heim den eigen geschaffenen Radmen da» Hier sbreien nibt die wirren, lauten Karben der Liraste. bi.r konrme ib nibt mit Mensben Aufaminen. die mir aleichaüliii, sind, dier stört >„ib nibt die Disharmonie aufdringlicher Linien. Rein, an diesem Ort herrsch« mein «stetst und wa» dei einer Krau viel mebr gilt: mein (stesbinack! Lirbii du da komme ib beim, müde vom istewüdl in den Lirasten ver wirrt von allem. >va» an mib brausten berantral. iri e« irgend ein« neue 3dee oder ib gestehe e« — eine fbbiv. Robe in einem Schaufenster . also, ib komme nab Hause in meine Räume. Da» Mädchen einvfäirai mib. der Hui und die Kleider werden abgelegt, mein 3b kommt hervor Und ib trete in» Zinnner. — Was weibt du. inein Kreund von diesem istefüdl der Heimkehr! 3b bade meinen alten Sinbi in den ib mib letze und überb liefe meinen Raum 3edeo Stücklei» bade ib selbst ausgewädlt. jede» mäbli eine «k* schichte Aber ib gebe mich nicht damit «ukriede». dab iü> i» Rüde alle» Schön« bewundere, nein, ib will dauernd Rene». Liebe» in mein Hein, tragen, will e» hegen und vklegen 3a. und dann, mein Kreund. dann — nedme ib meinen Stuhl und in meilker Halb ist die verpönte und dob la liebe Handarbeit. Wenn ich um ibr belbäktigr bin. bade ib da» warme (steküdl für jemand au sorgen, enva» au arbeite» Tu darfst mir nibt enigegenbalten. dab diele dunivle mebanisbe Arbeit dir istedanken töte, dab ib in der Zeit, die ib u.u ihr „vertrödele" besser ein gute« Bub leien würde Meine Handarbeit mabt mich erst froh zu ieglibein Tun Wenn ib am Tage eine kriedsamr Stunde bade und mib mit ibr an« Kenster setzen kann, dann ist kein Bagel so ge schwind, wie meine (bedanken. 3b mub auf meine Arven leben: nur dann und wann schweift mein Blick binau» zum Himmel. H« ist nur ein kleine« Stückchen da» ib schnell erdalche: mir ist. al« ob ib auf immer vier sitzen in üble ul! ob kb nur dir» klein« Hnbben Himmel anleden dürkte Lin, lau.' Würdigkeit üderkommt mich: ich weib auf einmal, dab ib krank gewesen bin und dab beute mein erster Tag ist. an dem ich auf lein darf, aber da ib so lange müb>a war. will ib mich wieder an die Arbeit gewöhnen und ga»A langsam an nwiner Arbeit schaffen, ein vaar Stibe nur Lder mein Traum ged« anderer Richtung e» ist n»Gi mein reib au»gestattete« Zimmer in dem tb bin e» Ist «In ganA arme» Kämmerchen und ich bi» darauf angewiesen mein Brot mit rucken a» verdienen MeineDände fliegen Hin neue» Bild: graue Wände ««eben lib um mich: da« einAige wa» m>b mit der Welt verbindet Ist da» StUcklein Himmel 3b bade irgend etwa» getan da» strafbar war und sie baden mich e,»gesperrt Adgelperrt baden ile mich von allein wa» mir lieb und wert war die Sonne dark mir nur in dem Stückchen Himmel laben pon meinen Kreunden höre ib nicht oki etwa« >b bin allein Und doch nicht' dnnli meinen Händen balle ich die Berbindung mit allem «hi« sich in der Welt beweg«: meine Arbeit £ikb für S»ib wächst sie rwischen meinen Kingern Rob me küdlie ib mich lv ei»«» mir allem, wa» leidet und in Vieler an BerAweistung grenzenden rbonung lubr ich mir Rübe in dir. liebe kleine streundi» Und mei» Blick schweift abermal« «um Himnwl und o (iilück ein kleiner Bogel kkiegt vorbei Warte warte ib will mit dir' Wie viele lind schon mit dir gereist schon meine Mutier bat so geses.en und wollte d>b begleiten Und auch sie bolle sich in Tage» Müb und Arbeit ihre Hrdolung in de» Kabrten durch die Welt mit dem kleiiien Bogel in der Hand die Räbiachen W>e bist du e» fertig gebriibt. Mutier, deine Traumfabrten ui leben uib wie hast du I!» un» erlebe» lassen! Hast deine Sorgen vernäh« und deinen tstram durb da» Kenster auk Reisen aeibickt' H» dniikell allmählich da muss tb die Arbeit weg legen' Aber ich bleibe am Kenster' Bon brausten klingt ein Lied küer singt bib? Hin Mädchen in dellein NAlück eine Mutier, die ihr ilind Aui» ».blaken bringen btll' .ich weist e« nicht Da» L»ed kommt AU mir und ib komme «um Lieb binan» Berbundendeit mit den, All' Da» üiliick durchrinni mich 3b bade eine groste Leb« lucht nab Libi u>id st reu de und erbebe mich die Lampe an- AUAünden 3b betrachte da» Werk »einer Hände H» ist ick ön. wa» ib geniabi b.ihe und kann er »üblen' Dann iKbt e» klink an» Tilchdebrn Rebi viel streude (oll auf de» Tüb kommen schnell ein Deckckrn darauf' Da« liebt gleich lustig au« und plaudert von schönen Rachmittagen Die Türe geb» auf du kommst herein mein Kreund streichst mir über den Hob!: Wieder geknulieli Kleine < Mein Mut und strohsinn verschwinden aber ib dabe heute strak» gesammelt und vermag AU lagen: Tu scheinst mud« »u lein rnbe dich bei mir au«!" Du nininri« die aute Rede entgegen und erhellst dich in meinem Heim bolst dir Kreude an mrinrw Tilck H» gib» einen guten Abend so Run wirst du i>eareikrn wa» mir die Handarbeit ist wirst mib nicht inebr schelten wenn mein Zeigefinger verstoche« ist lästt mich in «nein Rest einkptnnen H» soll ein »a«» warme« Reil geben, ib verspreche e» dir KUr niemand ist Bla» darin al» kür dich und mib und geb» «stolt kg« die ganA ganA kleine Handarbeit' Weitere Artikel kvlgen D I S K U »Da« ein|ig« Mab*. Hin, Hrwiderung auk den Artikel de» Herrn Dr med S>ea kried Simon in Rr l 2 der ..3üdilchen Krau Hin» Hrwiderung bedeutet gewöhnlich eine Ankechiuna in diesem Kalle iedoch nur eine unbedingt, .instimnmna 3b bade selten einen Artikel in irgend einer Zeitung gelesen der mir in jedem Worte so au» der Leele aelprrb.'n war wie der vorliegende, und e» ist mir daher ein Bedürfni». dteier Hmpstndung mit dielen Zeilen Ausdruck ui verleibe»;o wie mir wird e« unAÜdiigen anderen Brakrikerlnnen . allo Müttern ergeben 3b selbst spüre deutlich den ilnier schied zwilchen der «eit. da ich nur ein Kind baue und sein wo mir ein Aweite» bescher» wurde Ebenso neu wie kür die Zukunft bedenklich war mir nur Pie Tatsache. hast die Berggngenbei» fcfcw mebriUb ähnliche Er 3 S I O N Icheinunae» aeAeigi bat und die «»eschichte ist bekonntstch die beste Lebemetsteri» Hrgänrend möble ich nur bemerken datz al« einer der bäufigste» nAriinde «Ui die Hinkinderetze den Müttern der llii'stand gilt datz ihnen die beschwerlichen .■irttm vor und »ach der «»eburt iur «»esunbdeil und Sböndet» bedenklich er scheinen Diel, »»runde ad absurdum hi > übeen erübrigt sich »>>! Au«nab»nr »giürdch berienigen Käll» iu denen eine ernlibakte »teiährbuna von «Ueiundbeii oder Lebe» der Müller voritea» und dte'e KäNe bleiben eben immer Au»nabnren Da e» immerdi» interessant «ein duekie aud Bee die '»raenteit, kall» e» Überbau»« Pier etn, di«kutadle Gegen teile gebe» tollt» zu Wolle kommen zu lalen. >» »ege ich >m L>nne de« Vorschläge« von Krau K eied a Me die» an diele« bochwichnar und akiueUe Tdema tut tMfMlfto« im stellen chuii »ür,dur« 0 OHW«i fnan, werdt fstr m9U

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