Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 1/2 (15.1.1927)
- Date
- 1927-01-15
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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ewige Jude (in Sage und Dichtung) Bon Ltudienrat X r .lndellt i, mcrbcn (ii) bie Veler luuglt grfagt-Auben. bafi bie ibiien befannte llrbcrlirfrruitg oom ewigen .luden froh anbrr» lauiri. buH er unter dem Warnen WbJeoeru» ul« -4 ultet in .ieiulalem gelebt buben lull unb Ben no ruber gebenben tibiifiu» .nun inner Xnr beririebeu batte. worauf birlrr brn i'Uiiib be.' Wuhtlterbeiifotmen > über tbu ausivrach Xirlr AnMutig bei sage tit un» in brr Tat ai» lxrlr.iuirkir» rie ftumnti alx-i oft au» bn» IT .'iabrhunbert. u»b «wir au» Teuil hland .tut .labte lim.' al» wieber einin.il. wie gewobnlickt ui» bie .labrbundertipende. (Oeruchte und Provbe ,e>u»aen pp», Weltuntergang. oom Wimbrifi unb vom liiiialte» <»Writ>i bunt, Ourooa gingen unb solche» tiiitlei'.cii txrPornefen das, in .lratikieih veinnch der Biene verbieten ti.uHte biipp» <» Ipre heu ba erichien anuinnn ein deuilckte» Akrk nutet bei» Xitel: .'turif BeIhreib u n g unb tiKOblung lntn einem .luden mtt Warnen Abasvern» t'ieiiu lete» »’ir .lolgendes: .ti»' bat ber tHifütof von -eble» »'ui Baitln» Po» timen f.ir etliben .labren mahlet, al» er >» feiner .lujeub tu Wittenberg studieret unb tut Wuuet umiip 1,17 bet»' ,» leine» Item teilet, bade er ni 0»»bin»f i» bet Mil ben unter bet Predigt einen 11,an» »eieben itxlhet eine.lebt lanae Verum mit einem liiiivteu über bie .Mbiel abl«aiiaenbet> v*vt.ir aewelen unb u«el.ber mit loUber '.Mnrmdtt bie ’brebivtt viehoret. hob inan an ibm eintue Beipeguna nttit (omen fotiute. aukenbalb wenn bei ^iti'me tihtiitu» aenannt iniube bube er iib geneigt «n leine 'Mtiift get.blggen unb lebt fiel geieuftet Hub habe feine an bete Mleibniiii angebracht in bemielben horten Win tet beim ein p.iai v'pieu Io an ben .».inen bin b ueiPCieu einen Woif bi» an bie Um.ee mtb bar »bei einen Mantel hu aut bie ,>iiH ip ober b.uluK waren '.Miiioniteit fet er alter» baltxi niiwiiehrit aeweit al» ein Mann poii ,u .tabren n» oe<abt .Ml» inan fit» nun ipeoen feiner aiotten («leitalt. M teibuiivi »nb <«Vehetbrii über ihn vieimittbert bube er 1‘uuluv poii timen »ob ibtit jeloriibet wer er war Io Imi——in» bei i Met—ftmi berietb?—ppn TUb oü»aeiieT*vn~ batte dotz ei ein aeborener .lut» poii ,1etnioleiti mit leinet» 'Manien iMbo»t<eiu* unb Mine» voubipeife ein '.bub ino(bei «ei amt, tut ber Mreuuauiivi (fbrtlti oerlbiitit, aewelen unb leiibvt im (.'eben oeblieben burb fiel lunb r unb liabtc vieeciit ici .Ml» nun Vaulu* Po» tiMicii iolhe» vieboret hob u (tb »vxb mebt bar ob Periuuubetl unb iPelegrnbeit jeiubet lelbltcu mtt ibm tu reben ti* foluf nun eine .titiabluug de» Vltw»Per, ttwrin bievr ba» uhei ibn i*eidotr beitottot uirb bann ougibt. er b.ioe Ubnliii» lui einen Metiei und ttülfeuerfiibier uebolten unb nbetoll initaeta» wo nia» gegen btefeu tkrlubirr Poraing Tei 'Men.tu tabu dann fort. VII» .nun der oerr Ubtiim* untei feinem Mi ein beriiivieliibiet worden hob er li.b an lein be»; hubmoibei» cau» etiiM» anaetebnt. bo lei er bin«uael.uiten »ti t<beliiPortrn mb Po» bannen wvgin packe» mtb tbu t inon» da ei btngebbret loitaewielen To hob tbu tibtlitti* li.\tf anaeleben und tb» oul bie Met ttuiig ob» aelabt onjciebei. .1.1« will lieben und rüden bu obei lolllt gebe»' Hub nun I-bildert ba.' Blich wie V >' beit -.bub.ttoOier pon da an in .Wintglritt nnbt mebr litt. wie ei iiuitei umbe igeiogeit unb na b lim .labten .'vcrulolem lerliou Poiarlunden unb nt bi mebt eifoutit baue Wie er me im tieheit wieder uelobt tniite ou-b fein oottlo» Wed, n unb iflu-ben bei anbeteu gedaldei die er dann tniiner aal brn IloU bulbeitbrit Ubtillu» i'ciirfe». und wie er nubt loilte. ttvi» (Holt in11 tb n Poibabe ob er ibn uielletbt bl» an den .lunaiiett Xaa a>» .ienaeu lui itbriltu.» mt Heberlubruu.i Nr iHptllolen ribolie» wolle X*r jeiointe Merubl tvurbe nun bald bonab unb iimtKi wieder aal» neue aebruckt, ein Hemd* tui bie Vinteilnabme. die er fand .ln einer dielet IMiett» und erweiterten iMuNaben nennt fick» der a ui r * freit mann ffori(e#unu Xkrfafler (Jbntloftomu* Xuöulaeu» Weftfuln; ein bi» te#t »o<v nicht enträtselte» Pteudonbi» Im VI»dana iu dein Bericht wird datin immer wieder versichert, die (*r iHel-iichte ..elane sich vorzüalich *ur Brkedruna der ver Itockre». unalaubiae» .luden" Xa» Bedenken, ob (Sbrifti roiitimut sich beim mit der verbanaten eroiueit strafe ver eroiaeu lasse, wird m diesem anaebanaten Xruftat rmor ge leben, aber lolori abaewieien mit der Bemerkung. Übrifti Aurbitte und Bergebuna für feine Widersacher erstrecke sich nur auf die Bu»serttaen, ni bt aber aus solche, die noch in der Liinde debarren Tafi dann der wandernde Büster, der ja iinwilcken nach dem Bericht ein .'{euge f ,i r tfbriftu» geworden ist. schon gou» gemife langst erlbft fein inüftie, sicht de» Butor nicht an Wir fragen hier wieder: wa» bedeutet in diesem Bericht der olfenbor eine lange, von den übrigen ftuifungen etwa» abweichende Borge schichte bat. da» Aus touibeu de» '.Mameiu Aba»veru» und die Wandlung in einen schitbit.acher? Wo» den letiteren Punkt betrifft, fo füiintc man ,a uiittebatcu. bufe e» nattlich sei wetin ein Mann, der so viel iit wandern batte, sich auch selber die Lchube au» bessern fonne Aber in inan den Heberlieserungen gebt der Wanderer barlust. und au» gleichem irtruiibe batte er auch Schneider kein kbnnen. Xie sache bängt wvbl ko jusammen' Viiir erinnern uiu, bah jener Anania». der den bübende» .luden nah der .üreuiigung tauft, auch den Bauiu» getauft dot An» war Bauiu» ein Xevvichmacher. ein skeiivvvior. wdrilich .ieltmacher. und da die Zelte meist au» i!eder waren, sagten >b i die ffriechen auch ai» Lederarbeiter, al» Schulter aus. Xbeodviit nennt ibn immer so. Wobl möglich, dak der ebensall» von Anania.' i'let.iufte nun gleibioll» ,iu einem -chuiter gemacht loorbeit ist. Cfigenartig aber ist die Aiand- ' lung durch die der ewige .lüde seine» Aamen Aba»vern» er ballen bat Man entsintit sich an» der Purimeriäblunvt. an» den. Buh tfitber. das, da der .dbitio Abaevern» beifit. sei» Minister ist der vielberusene Xiaman» der Böse wicht, der tchvn srub ,ur Berkürverung de» Bösen überbaubt aeworde» ist Xie kirchliche liegende macht ibn »um deiitbc auch de» neuen Bunde», in Anlebnitiig an eine stelle au» der Avokalnvse Xort ist von ,wei Heren die Webe, die man al» Ankündigungen de» Antichrist aufmfaffen bat. und von dem opetten Xtere betfit es: ..feine Zabl iit eine» Menschen Uibl und bedeutet (>(><> . sv also >var Hamann da» eine pon de» bösen Tieren, dw aus den Antichrist deuten. Ter Warne paftt ja für den Widersacher ildrillt, und der verschlungene Afeg. auf dem er au dem ewigen .luden kam. (fliitmt in der schon mebrkach berporgebvbenen BerlonenPer Ichiebuna und vern.ilchuna unserer satte Bon nun an aber bleibt, mit geringen Abweichungen, der Warne Abasoer dem ewigen .luden, und ko ist er uu» bi« aus den heutigen Xag vertraut. seitdem der Bericht de» angeblichen Xudulau» immer wieder gedruckt. *u einem deutsche» Volksbuch wurde, wird nun auch Pom Auftreten de» ewigen .luden bald hier bald dort mit wachlender Häufigkeit allerlei mobil, so wie er in der sage über die gaixe Ürbe wandert, wird er nun auch an allen mOgli.beu Crten gesichtet Bo» Worddeutlchland ging der deuttche Bericht au« Tort will man ibn bald au lf u tt e b u t g geleben da ben. wo er auf einein stein vor der stodt geschlafen bat bald tm £> o I ft e t n I <b e n, wo er einen vei witterten Mantel trägt au» dem da» Mvv» heran »wachst. O.hi niederdeutsch mutet utt» an. wa» in etwa» späterer HebetIteferung au» V ü b e ff endblt wird Da gebt ein Bauer in den »trug und Idfct sich etwa» au trinken geben. Bldvlich sieb« ein eisgrauer Alter neben ibm Der lagt auk gut Blattdeutlch: ..Den snav» kann ick utdrinken — vroki!" Dem Bauer wird doch etwa» bang »umute. wie er sich den so viötzlich (Erscheinenden näher ansiebe. Der erNärt * gödische .?n»e». »erb, ffbr i«bt|4« Zr»»"k