Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 17 (15.11.1926)
- Date
- 1926-11-15
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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(T)ofd)ko von ßarma. €nählung von Karl €mi/ franjos. tlonfrfeuna Am nächst«,, Morgen verlies, der Jüngling, der Berab redung gemäh. in aller Zrub« die glitte der Eltern Den Legen, den idm der Vater für die Brautichrru erteile» wollte lednte er dastig ab - wird gewihgul ausgrhe»" murmelie er verlegen und wurde schauwol über die Lüge Zornig eilte er davon, tum Liäd»ck>en dinau» Ader loeii» jener La« de> Lustigmachcr» richtig lvar. dann stand Moichkv noch iniiner in, ersten Lradium der Lünde Denn lein Zorn ri.bieie sich nur gegen sich selbst, und iväbrend er ko mit geballten .Fäusten über die Heide lief, titulierte er sich von Zeit ui Zeit knirschend in!« den auserlesensteii Lchinivknainen Ale er jenen Wald erreicht, der sich von «orowla gegen da» l^renzdorf Nossow binziedl. wurde er allmählich ruhiger Der herrliche Herdstmorgen, da» keierliche Lchweigen im Walde, machte idn sanfter und milder Und al» er sich endlich müde gegangen und nun tur Aast unirr einer mäch tigen Buch« diniank. da wich der Zorn au» lt'nem Herten und nur die Iraner blieb darin. Do» batte wobl der Herbsttag bewirkt, obwohl e» Moichko nicht ahnte. Er lvar däufiger im Zreir» gewesen al» seine lülaubensbrüder. dir nur ungern die bumvsen Mauer» de» vlbetko verlassen. Wald und Heid« waren idm nicht io sremd und undeimlich. wie jenen. Ader vertraut war er nie mit ihnen geworden, und e» fiel ihm nie bei. die"Naiur bewuht tu ge,liehen. Auch jegl nicht, wo er in da» malle Blau de» Herbstdimmel» starrte und erstaunt da» Nmndersame Zarbenspiei de» welkenden Laube» betrachtete Aur »»de wuht einvkand er ihren Zauber, aber eben darum vermochte idn" dieser gont tu unterjochen. Lein Zorn schivaiid. sei» Hert sänftigke sich, weil id» die Natur »der man nie und seinem Herten dieselbe Ltiinmung iniiteille. die der Wald um ihn atmete. Während er so tulah. wie der Lonnenglant er darmend da» sterbende Laub verklärte, rmvsand er tum ersten Male sein Entsagen nicht al« bohrenden Lchmert. lon Hern al» wehmütige Ergebung Und tu vieler Emvsindung stimmte auch alle» Däne» uin ihn der: e» klang wie ein Leukten. wenn sich hier und da ein ivelke» Blau löste und raschelnd niedersank. und selbst der gelle Lchrei de» »ranich» in der Hüde verlönle. durch die Zerne gemildert, wie ein titternder Nuk in den Lüften Da klang vlövlich ein anderer Lchrei in sein Ldr. lo schrill und dang, dah er jäbling» aussprang E» w.ir eine Men scheu stinnnr ..Hilfe! Hilfe!" Dotendleich stand der Jüngling einen Atemtug lang, dann skürnile davon, dem Rufe nach. Er balle die Ltimme der lUeliebte» erkannt Lie war t* auch wirklich in einer Minute baue er l,e erreicht, sie und den ..schönen Zacek" Mil flammenden Wangen, die Auge» blihend vor Zorn und Erregung, die Lippen in die Zähne geprehl. das, lie bluteten. Io rang da» Mädchen mit dem Lohne ihre» Dienstderrn Zacek ivar wirf lich «in schöner Mensch: stark, wie e>n Bär. gelchmeidtg wie ein Zuch» Eine» jener kecken. scharsgesLnittenen Balten gesichter, die inan heute nur noch selten unter den Aulhene» findet Die tüeihel, de» Polen, der iktt«>dwed«l de« Zelulirn. »er Tchnav» de« Juden baden diele «telichier ckllinähli» furchtsam und stuinpf gemach« Aber der ,unae Zacek Hlina sah wirklich noch au», wie einer jener stolaken. die einst gegen Lemberg »der Zaist, getogen. die Männer tu »iprden die strauen tu detwingen Und auch jehl tat er. wie einer lener Ungedrrdigen Ader da» Mädchen erwebrte <ich seiner »avker und e« war ein interessante« Lchautviel. wie die beiden Ltarkrn tornto und gludend mit einander rangen Molchto freilich lad die« Lchaulpirl nicht gant klar, so» dern vir durch einen roten Nebel Mit einem Lvrung >ah ei dem Zacek im Nacken und da»,« ihn n>edergerungen Dan» dod er die Zäuste und lieh lie aus den» Nucken, auk der Brust, aui dem stovie de» Berwungene» spielen, wie Hämmer E« wa, kein ungesädrliche» Lviel der »inge rchmied d»ie da leicht ru»> lolichläger iverden köiinen Zum «»luck war lein iNegner lehr geschmeidig Er entichlnplie den Aielentäusten. richtete sich aus und starrte u»u eine»' Zluch davon Nur seinen terknüllten Hut. an dein einige Piauenfedern prang len. muhte er tum Zeuix» seine» Niederlage auf der Wahl stau lassen. Nun stand da» >a»derl»are Liebespaar nach einer Iren niing. die Beiden lo ewig lang gedünkt wieder beilammcn allein im Walde und nab einer lo eiaeniumlichrn kteaeden den stein Wunder, dah lie «ehr besangen und shivtegen Endlich begann Moichko «ogerud: .Liebst Du. beule iikh e» »iä'1 meine Lchuld ..Was?' ..Dah ich Dir begegnet bin' ..Wa» sprichst D» baries sie eifrig Du eni>chul diast Dich iioch J Zch h,rix la Dt» r» banfen! Zch dabe meine schroere Nvl gedribi inii bei» Menschen Zch dabe >d» ge. bisle» ivie ein Hund »nb gekraal, w>« eine stape abei »v war doch lehr srob. al» mir Zeinand ru HUke kam . .Wie bist Du eigentlich in den Wald geratene Weil txnie Lonniag ist und >b nach Nolli'tv gehe» wollte, um dort eine Zreundin tu lxlu>1xn Leider dabe ich ru Hauke gelagi. dah ich binaebe iiiid dei Mrnich tun die «»lelegenbeil lxnn»t mir autoUauern Nun D» hast id» gebörig terblänr Aber wie bist I» in bei, Wald getoinn e» - Er erräblle e» ibr a»sana.> »ogernb bann ia>b wirum er sich deute verstecki balle» inulie L>e borie e» kopff-chutirliid an Da' ist gai »ich! klug sagte sie ..Erste».- iigii.ki Du »ie doch ansrven iolten ede Du abaelagl bist Wer nxih vielleichi baue tic Tu i«t>i n»l gc>alle» Lder iixnn Du schon diese» Madrchen n>-ch> g« IvvIIl hast lootn die Lage-' Da» kan» In eininat »eh, schaden verstehst D» -' Wenn Du virlletchl eininal eine Andere getälli. dann loeiben die Leute lagen ie»e in r.'lw rostkvw bril id» ni-bi aeivolll' ..Da» ist nttr >rdr gleichgültig lagie Moichto teui.eiih ..Mi bleibe ledig ..Wgruni? L>e Iiagie e» io schlubi io unbesange»' Leidst eine stuhinagd «n Podolien kann k-keii «ein ioeiin lie will .Du lragfl nv1> ' lies ei Du nxihi e» ia >o gui wie ich! ..Za! lagie lie .Aber i.b iveih auch bah un» Niemand lxlien kann and >>ivit inchl E» ist d>>» Beste >oenn Du »'ich lXigjhl' Atxi ich kann nicht' ite« ei Zch bade e» »xrtuch« ich bringe e» nicht ru -lande Wenn Du m'i >>e,bl,les> I«ch ru leben. >v n>erbe ib Dli gebr'ichen At<er glaube nu, nichl bah ba» tur Mich aui lein >,»,d Zch Iverbe »X,inckl »xrde» da» läge ich Dir' Man wirb nichl >o leicht rxiruckt ubi'gen» wa« willst Du '• Dich' llnb ich will Dich und e» kan» doch nicht« daiäu« werden ' E» muh' rte< er und iaht, ihre fand und prrhtr ii» io lest dah diele rote Hand in der ieinen g,n« bläh wurde E» tnuh ich dt» et» Zeigltng genxien al« >ch Itt diel« Zulage geleistet bade E» gebt utxr mein, »raii Aber tt stretlet gegen Molt Lo lull er mtch straten Wenn ich nur »uerst «lacklich bin' Und wo« werden die Menschen lagen » 7 gLdtsch« Je«»»». »«rM fir .fi< jUsttsch« Je»»"!