Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 13/14 (6.9.1926)
- Date
- 1926-09-06
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
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»r. Oie jüdisdie Ohitiet *«v » ' •; ' . . •*< Qefprädje. ' Von 3u! t ffdnbuTti 2. Kindererziehung. Rrau A: Ab. traf»« Io«, fi*rt 2aniiii*r>if mir gut ba(t ich 3i« arrabf in D«r 3trahrnbabn irrff«. da taun ii> doch mal rin vörtchen mit 3onrn rrbtn. Der 3anitZt»rat: War gibt'» denn. sollte unsere, «leinen wieder etwas fehlen? Relioi»n»unterr>cht ««wi'kerii.ahrn al« ..«r>^,chK Aofe mit brm anbrn, barorrrUti wirb «brr bauu* odaeePen. ib ltnII 3lf »a binrit, »ar nicht beeinflussen b>» v»u»tl,che Ul. dah brr Quinte in b>r Schul« komm» ustler gieivalAnge «an.eraben und unter die Atrltxipuhic -übrung finr* e, iabrnirn Vlbaaotirn 3tf sollen 'mal «eben #j» wirkt Liunber! Krau »I.: Stein, bir haben 3ie mir nächst «Rotte» $ilfr so gründlich lurirrt, bafe ich -bnen ewia dankbar lein werbe, unb mein Vertrauen AU Ibnen womöglich noch stärker geworden ist. Deshalb möchte ich 3te auch einmal priv.ilim um Rai kragen! es betrifft meinen Aeltesten. ben Rolf 3 a n i l<1 r» r a i: Hin bübiibcr lieber älerl. hm» ift iiiti dem? Arau A: Ikr ist noch so Agrt unb schwach. babet Io schlich lern, aerabezu ängstlich gegen jeden -remden. b»th e» mir bireit 3orge niacht. unV bah ich befurchten muh. er taucht noch nicht für bir 3chule. obwobl er bereit« i> -abre alt ist Auch halte ich ibn noch nicht flir geistig so entwitkelt. bah er für bi« schule reis wäre. Rubere «Inder in seinem Alter können schon lesen unb kennen viele ibebichte auswendig — nicht* von alledem bei Rolf. Lanitätirat: Wa» gedenken 3ie allo zu tun. liebe -rau 91? -rau A.: -ch bin mit meinem Manne übereingekominen bah wir ben jungen noch ein )abr »u Dane lassen, bi» er ein wenig kräftiger unb aufgeweckter geworben ist Acudert er sich bi» babin nicht, so werben wir ihm liberhauvt Privat unterricht aeben lassen. Kann ich auf „ibrr Untersttlchnna rechnen, verr 3anität»rat. bah 3ie un» n-it einem Attest noch ein -abr 3chulireibeit für ben Jungen erwirken? Taniräl«rat: Liede -reunbin, ein solcher 3chrttt will überlegt sein, unb mit einein ärmlichen Attest treibt man keinen Mihbrauch 3i» bürien mir ba» nicht etwa al» Un «eiäUigieit auelegen, aber e» gebt gegen n.e,ne lieber»eugung. -rau A: lemnach bleibt nicht» andere», al» sofort mit dem Vrivatunterricht «u beginnen'!' 3 anit - »» rat: tfrft recht nicht! Osnbe weg von dein Vrivatunterricht. der nur in ben seltensten -<lllen angebracht ist. Das vorzeitige Lesen unb Auzwenbiglernen Ist über bauvl von Uebel: kein Lehrer ist ent,ackt davon laiür Ist die Schule da. um ben «indern eia beul Ich die Anfang« frilNb« der Wislenlchast bei »u bei »gen. »nb manch einer, dem n«an es nicht anlah. ist in der Schale wie im Leben raicher rwewSrr» gekgnnnen. al» Man es bem «inh» femul» tugetriut bäiie Melden 3ie den .langen rubig in irgend einer Ihn > «gtbchnichtbsn Schule au ich ver'Sultch wäre übrigen» stark fstr die jüdische «ou»eili»R»hchuir. wo die «Inder ben AruisertUlismu» Nicht »» ivstren bekontwen. unb wo ihnen der -ran A: Verreiben 3ie nieine Ilnaliublakeit Lerr 3anit»it»rat. aber da» in., en 3>e mir erit «aber erklären. uni n.ich »u ubmrutKit , 3 a it 11 i t ♦ r a t : i»ern' irtxii 3ie. liebe -rau A wa» dem stnaben leb», ist der Uingang mit Alter^geuo'en sowie auch die ribtige Leitung 3etn Schwesterchen ■« noch AU klein um um tbtit Ivielen au können und solange er der einAige war. ist er trog -brer guten Lr«iebung»uiethoben boa> au lebr ixrAogen worben obne bah rie t* merkten Mag er sich nun in ber 3bule auch aniang» ein bixben irems >a unglncklich Indien ba» gibt!b bald und anderen gebt e» auch nicht be'ser. Vor allein mg!|en auch 3>e Hebe -tau A.. unbedingte» Vertrauen »u der Ledrer>ch.iit gaben und nicht gleib gUiuden. wenn .ibr 3.'hu einmal beulend n>ich L>au'e kommt e» wirr gerade ihm lknrrbt ge Icheben Auch burlen 3>e ibm nnbt gegen den Lehrer Ae-.bt geben, wie da» viele itltern tun. andern der «e>v«kt vo, dem Lebrer muh im tklnbe unlxdingt auitrcht erdalten wer den. da» .iusammenardeiten von 3chuie und Qou». da« kehl >'o viel gefordert wird ist and hier i».>n grdhter Aedeutung' Sticht wabr. liebe -rau A 3te irggirn n.ib um stai. und 3ie gestatten daber einem alten tz».iu»kreuiids g>w«h »er» bah er 3»e in d,eer ointcht ein in., I auiklirt Verl i len 3ie ich kwraui ,.b ivr«che au» Lriadrung. und 3«e werden e» u.ir noch einmal k.iiik.wt en loenn 3ie '>h n.tch dieiem n.einem Aatichiage rudien -rau A : txri 3aiittat»rai 2\* baden mit die Augen grriinet und iw bin glücklich gerade »le tu ineinem k> iu« artt rrwidli Zu baden' kenn der Men.ch dt»»»di nicht in.nier »|Ut einen ArZt kur kdrverliche Leiden ntdern dauiia auch einen grilligen -adirr. und dler <tnd »«* wahren -reunde -o bann ge.at' Dishuffion. D»» Welch»« VIWr tut »«pGchl« H ßch. RiaWt «fei« I« M« ®tfU« rtl|M z> Uif««T «ntitrrtrn nt hem helchthten Leieikeeii« »«httiet O«» tbiiHift«a»i V