Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 11/12 (15.8.1926)
- Date
- 1926-08-15
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 69% known words query
- IRI
…/4899998-4932217-4932314--441-4900417- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die jüdisttie mutter Wie fielen wir beute ji/r Vererbungslehre? Das Problem txr Üvolulivn.'tbeorie und Bererbunaeledre ftcbt im Mittelpunkt de» ^»ieres»'e» Die ^ratic: iva» bot von der ursprüinilichen Theorie. wie sie von Darwin und Ha ecke l dearündei und auspebant n'urdc. unser»» modernen «ior-'chunaeii srandpeballen? lL»uwicklu»a»aeschlchle und Bererbunaelebre „eben Hand in Hand, ltine Mischuna der väterliche» und mütterlichen ttrimaellen iüdrt »um neuen Individuum mit den o^eiam« rNien.chastt»» und Veranlaaunaen der mütterliche» und Väter lichen lkrbniaiie. Datz durch diesen Bvraanp der -irlver milch» »>1 eine neue -ln entstehen sann, ist ja eine Dal loche, mit der Blumen und Tierznchter von jeder aerechnei habe». Den primitivsten -lurdruck iindet die» im Io,k nannten Mendelichen B e r e r b u n,»» p e s e »i da» be- ,a it, tufi au» der Bekruchluna einer w e t tz e n Blume it.it einer roten B un ecl.ilee st« teuii« ro 'a Bl iie .niste»e» kann wabliiemerki. enlsreten kann .denn ixt jeder B. r u.b» reibe erbalie» wir auch rein weide und rein rote Bluien neben der armischtsarbeneii. d b solche, bei denen dt.' mülter lichen oder die väterlichen ltiaenkchasten die Oberhand ae wannen baden und keine Brrmischuna »u aieichen Deilen sialtacsundrn bat Wieviel kompliriener ist nun die Bererbunaolebre denn bi chsldiiserrnaierten Wesen. beim Men schein 8» spreche'.» eine solch« summe überlieferter tLiaenschaslen mtl. das, eine Borau»,'aae de» Ver«rduna»mvu» umnvalich ist. )n jedem Mrwchen findet iich die Ürbmassr einer V e a i v n B o r s ad ren wieder, und der «»rund, warum die' eine oder die andere iLtaenichasl dominiert oder wieder auslauchl. ist noch nicht aefunder». Do» praktisch« ^»urreUe, da» die Berrrbunarlrdre iur iiii» deute bat. ist in der Hauptsache: können erivorbene lt i a e n sch a f 11», schädi „ unaen. » ranIbet > e » uui die -iitchlomn.rnschaft udertraaen iverde»? Wenn wir rcin objektiv an die Tatsache beranaeden. ob die Vererb»»« er wordener aeisuaer Aäbtaketien statlsindel. so iü e» »u v,r »»einen. Mutzte dann doch i B >ede» .»find »nii der »käbiaketl »um Leien, schreiben und -iechnen aeborrn »v.rden da doch schon ltzeneralionen dtndurch die«» üädi.ikei» in de» skamtlien ariibi. -kur die Dt'Position »u döderer ae>lt> per Leistuiio»sadtokeii ist oft vererblich, »vie d>e protzen >a« ledrien. .»iünstler und Musikersanillien »ei.ien Hierbei koinmen wir aleich »u dem «üebtei der Di»po,ilivn de in der Bererbunatledre viel wtchiiarr erschein», al» die direkte Bererbuna Dtevoitrion und Uonsliiution drinaen da» ein»elne Individuum »u besonderen Leislunpen ivwobl' »».ich der auten al» nach der schlechten seil«', daher konnte man wohl im Laien tnne von einer Vererblichkeit ve stimulier tt t p r n s ch a kl e »» reden »tri »i dödtaunpea iudrrn »u Draeneraiion -il» Ursache von Urtmschadiaunaen liebt man sür aeivöbnlich: .tn»uLl. Trunksucht und schwere tnnereitrkranlun per» an i Daher kann der modern« Mensch dl» »u einer aewiiien Hinlichi die <»ut« seiner -tachkoininrnlchasi bertnkluljen durch richliae Wahl seine« Ledenekamrraden und durch dvairnt'che» Leben. -eldklautichlutz von der ävrl vilanauna. fall# man e» nicht mir seinem «»ewtfien ver einen dark, kranken Menschen da» Leben »u »eben, auch nxim nur ein eventuell in Uraot komin» D«tz -lNobrntker sedr oft die Baier von .kdloten und Verbrechern >inb »> statistisch ja aenuaend bewiesen, »venn au b »uaeaeben nx r!» n mutz, datz lwn .t.ill »u ri.ill der M i l > e n ch a b e n eine arvtze -solle vielt -tun »ur Berrrbuna»möa>».tkeil destimmier üranlheti.' aruvven Hier mutz Di»poi»iton?»xrerbu»a und direkte Ber erbuna wieder strena aeichteden werden Di: Tuberku los« aalt wadrend l.inoer .seit al» eine ürinkdeii d»e durch Vererb»»« aai»»e »iamtiien durchie»! Wir iviiien beute datz nur die Di»po,ition vererbt wird Menschen mu «chmalem. enaen Brustkorb und aerinaer W>ders>and»i.ibtakrii ertieaen leichter dem -iitdrana de» Tuderkeld.izittu» al» krikrioe ^n dividuen besonder», »venn iie »n irader .iuaend in einem > u b r r k u l v s e v e r i e u ch l e n Milieu uu w chic» Ha» man d»r iaeleaenbel». diele kleinen Weirn plerch nach der «aebur» von dem seuchenberd »u entfernen ,v werden w»r seden. »v>e n'enta die Tuberkulose ir.b vererb» Die s »> p d t I i» ist eine un.eier iurchibarlien Voiktkrank beiten durch ihre Ueberlraaun» .»nl da» llnaeborene Der verseuchte »örper der Mutier verivral da» wichsende »t»n» mit kranlem Blut £j ist der aeivöbnllchc Vorpano wir baden aber auch bei snpb»l»» «leimich »draunaen. die lehr schwere ae i sr i pe Ver Inderunaen dervorruken und and »n späterer -tirchkonimensch.isi noch mi»denrxrit.x .indioiduen dervorbrinaen können, io datz man ioivobl van ein,» a,a« dorrnrn Lvpbili» die »iv> lrrcna unter da» Vererbunp« vrinaip fall», da der bereit» wach,ende L raunt-mu verieuchi wird al» auch von einer keimichadtaenden >t»a>l der »trankbetr sprechen kann. Bekannt ich ja ailaeinein die aedet »»»»»volle Bluikrank bei», die «ich durch aa»»e siamiltrnaruvven rxrerbl und in einer llnsadiakeit de» Bluter bestecht, »n «öerlnnunu uderiuaeden. Buch hier muh rm iiiuii«,it.ten Li berrt!« die ^ah»u keil lieaen. denn »vir leben in duekior »tribensolue oan»« stamtlienaenrraiioncn daran eiktaiiken D,itz durch Heirat «aber Verwindler eine Di»vo.tl>pn» versrarkuna eniUebt. tfi klar Die Lrbm is.en beider Liier" »nlbalien viele alei.be sfakloien. und e» »kr «aetraenberi ae arben. kranidalie ix»anl.ian»oen tu erde»den. w»e L ibii» lat de» -ter»xn,ns»em». chraditpoiiiion ru Llolinxd^el Le kranknnaen und andere» mebr. :>ed> «.an diele» doch «von bei .'>»,elbe»>vdnrlii oder Liaininrn. die »ich fielt von neuem vermischen Die Be,erbuna»leb»e »i» un» deute eln Viktor den wtr »vti'ktt.chafiii b ntch.l miffen können Durch sie wird un« die Uttuiuiij ae>o>,ier Be'rpanae tn der >n«»,chltben L«» »vicklun.» nberbauv» ersr »xri»andir,b. viele »trkranlunaen Mitzbildunaen u.iv maien ohne rxtaniteduna der Ln» w»chlu>»a»>»r«chtchie ülxrdaup» »nertirrltch Lniwtt.anaxte .chtchie ti» ir«ierbun.i« ,:r< t.« t.,»»ei> d d lete .tnbiolduum durchlaujl in .ielne, tl»l>viklui»a i.n Maiterleid nochmal» den Wea in kurrrin den da» t"e. >><>i,nen,chei»a«»chircht »u seiner Lniwiekiung auden «»»deren trainl'men uap u"d nach dnichlaulen b»>> Dmil" und r.x>echel waren d»e eraen dir un» die» tn einer fortlaufenden 'erde irn .,n>cha»»l. txr Ber,uch»anotbnuna,n daraefeui uaix» De >n,b Hennv Maa»u» ' g»»isch« Jeck»«,. »,e»l fite ,»le jtidiiche