Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 12 (22.10.1925)
- Date
- 1925-10-22
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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scher kricKcrbtmd zur Abwehr der antisemitischen Antiriffe der deutschvolkisdicn Verbände cecrtuidet worden ist n»»d - nimA' eileii"- Ib-Iidieii nimsi Laue der vjeeenwartiiten politischen Verhältnisse leider dringend geboten ist. ILjhcii unsere christlichen Mitburcer schon \ eruevsen. daU auch unsere jüdischen Frontsoldaten mit ihren christlichen Kameraden im Schiit/encraben gemeinsam celitten. cekäniinjLjjijiLiaJiluieL lubeit und dalb l_'ihm jüdische— leiden ceiallen sind fur unser dent»dies Vaterland? I. nser veriassuucsmävices Recht aut Frei/.ucickeit. \ufeiithalt und Niederlassuiu: im deutschen Reich ist durch die oben erortertetj Auieuthaltsv erböte in Uorkum usvv. bereits seit einer Reihe \nn Jahren de facto autcehoben und unsere Recicrune und unsere histi/. UcL das befremdende i Neil betr. das Tineen des heruchtigten Ihtrkmnhcdcs)' tun nichts zur HeseiticutVK dieser eines \ eriassuncs- und Rechtsstaates unwürdigen /ustande. sie habeii^eiu Luegernstuck nur noch in demVialbasiatisclien.Polen und Rumänien und sind ceeicnet das deutsche \oik um den Rest seines Ansehens in der Kulturwelt zu brincen. Inter diesen \ erhältnissen ist aut ein allmähliches Abflauen der antisemitischen Hnchtlui trotz 'des stimmcnmalüeeii Riickeancs bei den letzten Reichstags- und Reichspräsidentenw ahlen xorläufic nicht z» rechnen. I.s bestellt vielmehr die drohende (jefahr einer weiteren \erscharfuuc und /.uspitz.unc der konfessionellen < ieceiisätze. sobald die ictz.ivu' radikal-antisemisch eingestellte akademische luceud' in führende und verantwortliche Stellungen des ' Staates und der Yerwaltunc celanct ist. Wir mochten deshalb die becrjmdete Franc aufwerfen. ob wir bei unsere/ zahlenmälJicen Schwache und konfessionellen Minderheit cceen die drohende l ebermacht und die verschärften Ancriffe unserer* (iecner cemiuend certistet sind. IUsere erprobten und bewährten Aitw clir-Orcanisationen haben seit Jahren einen zähen und erbitterten Kampf für unsere biirecrlichc < ileichberechtictme mit cutem .Friolce cefuhrt. Fs ist aber driucvnd erforderlich, dal’, neben diesen Organisationen auch die .indischen I'rauen und Ideiner nach ihren Kräften und in ihrem Wirkungskreis in erhöhtem Malle zäh und beharrlich, mutier und ulntebeuet neuen diese antisemische llochllut mit ankämpfen. Allgemein tpiltuc Recclii lassen sich bei der \ erschicdenhcit der einzelnen l alle iiicrnhu nicht atifst.'llei). aber .nif (irimd von lanniaiirincn I rf.iltrimncn und Iteoltachlnngei. auf diesem (iebiet werden wir zeivten. worauf tu diesem Klunkriec eveen die antisemitische Nerltelzimv; unsere I ruuui und lochter besonders zu achten haben. Jeder Judcmtcvpicr bat in der Re sei aus e g'»susehen, persönlichen oder wirtschaftlichen Orundcii und Interessen seinen soseitannten lloi- oder l.eibatdett. zu dem er im Hrnstton der l eheizcucune spricht: Ja. liebe I rau Colin oder I rau l.cvv. wenn .die Jüdinnen so waren wie >ie. dann wäre ich sicher kein Antisemit. I.s -Jb( leider immer noch kur/.sichtise < ilaubeiiseenosseii. die sich durch derartige l.ockruie eii.iauseii' uifd dadurch zu antisemitischen Schlepper- und \ orspanndietisteii ausnutzen lassen. I las sind die Juden, die alsdann behaupten. V >r haben bisher von Antisemitismus nichts bemerkt. I >age gen müssen wir als selbstbew ullte und aufrechte indische I rauch aut dieses verdächtige l.oh aus antisemitischen Krersen erwidern: Nein, es eiht noch viel bessere und tiidilincte jinh'dic I rauen, als w i, sine! und es ist und bleibt immer Fnrecht und volksvcrllet/end w rnn in in ntveatro I dili f e s t I„.ü^ verallgemeinert und einer ganzen IRv olke rung»- I lasse zur Fast legt. V» ir müssen uns nachdrücklich dagegen aussprcdie a. elen_ eitucailk-S-cxw alinle-n-rHrtt-— semitischen IJovTöüt etwa mit eine in ".nh'dwn tu ge nbov k.UI ge geil die I letitschv olkisctie n zu rfvv ideifn. I he s w urde bet unserer zahle um.länge n 'Schwache' sowieaus' yolitiscKn vv irtscliailhche r und rechtlichen tirmuktfi' nicht ekirdmihrbar sein I benso w emg können wir der ge lia-sngeii 1‘arole Kauft nicht bei Jiiele-n et wInt »ns die (iece njurole aufstellen: Kauft nur bei Inden. /» welchen ve eiteren /.erklutlungen und /e rse t/unge n n unsete-m irtseliuitslebeu wnreJe es ttibrcn. vwim es .,!fgV mein heil len sollte: Kamt nicht bei Katholiken I v celischeii usvv.v Andererseits eriorelert es unser >e-i!wlh> w uia-w n und unsere Selbstachtung, dal’, unsere t.eh-s^he n! rauen und luchter, mit .peinticli«tci >otsialt alles vermeiden, was die /tele und Me stLcbmiee n unMiit antisemitischen t ieener direkt oder "indirekt starke-- « der iureicru krmnk—-Fs hat dexbabr nmn um/ die abgemeine indische t >dienlhdike ll stets Pemhcbs,!., nihrt. vü^m unsere li.uieii ans > de idigulttgke n ergel.tliciikeil >>eier I u.idilsaiukeil iiuitu > -mdi m t leschaiteii von Iwkannt.n Antisemite-n ..de , I ir111e -1. eile kein indisches I’e t son.,1 gtiriiels.ilzlidi e iii^Ie ile n ihre I ink.ui'ehesorgeii I Iuris.. <,oi!te A..i-idit mul /nriickhallin c gehole r>. bei alle tein d.ust lie ll-koiile ssfonelle li oele r intet konfessionelle it. W . <111 latigke itse eran si.dlnngen <lki/aren. I lalle in < ie sdl schalten. I anzen. I liealeraiifiuhumce-u iis\..i ,, eiet Regel geben derailige V eianstalnmg! n von stutic evchisiven Kreisen ans. eile sonst als ineleiue mellteh oder indettrem gehe tt titeichleii. *sie dnlelett tuwe n. Frauen und I odtie > als Ko,iz< ssiottssclntl/e gn.ieh.. nnd nur so lange, als es gilt, möglichst t.->d> iniel liochbemessette I',e>Itage von uns einen hestmmi 'en I inzeliall z.n erliehen. I‘mimur rueM ie ensjetxtrtnelischen soziale tt mul \\ ohltahrtseiiu iditiince 11 te mais von anele rsgl.uilnge-r >eite ein gle v. lu s | ,n , egenkoimneii "dei pr.iklisdus Mit.o >'e Ue;■ .;e..L! worden ist. dnrlle im .tilge nu nun z.u ele-i giolltei >elteiiheilei> gehoieu mul s,d, aut w emge Ausnahme lalle beschranken. Iiedidi wu nulisd-e Italien spivcllell nicht SO V le I V oll eie’I N.le hste lllle; U . ehe de \udersdaiihiceu'als ihrehe Sonde le 'eligiose l'ihd.i gilt, alter vv ir betätigen uns in pt al- Itsdu I M.et e. , k ' tätiger Nächstenliebe mul wir hissen uns ei.du: tu eil lein Welteiter von niemand ube 11 r e t.e n. e in eile >o 'elei Unrir im I hiebe Moses .he .. n z.u i st .le MenschheN se it l.ehrlultscmde ll geh n eie ' t .dn n lebe deinen Nächsten wie eheh selbs' I Ulell sadiv e'l Slalldice n Hella' i.uuen -e .nid' bei der Auswahl von t tesdu nkhte •a’iit zu i in e c anngsum) sonstige n I annlu 'Ue um UI ul In i ei, t I >o tidilnng mul I ,gan/nng von unsere •; Malisand l’n v atbibholheken nicht enlbe hten A'itdu Mit'.ol.in Ve > al' Kaufmann mul Kommission,(r luieiäne 1 1 iucliliäinllei s elurieii wir uns hier In ijudit ne.'dir-t:'- kein I rst k.urzhdi Tta t wie uns he kam t z\ .. ude t, ist.euiNruteidief. dl l ans eine - ottlnuho i.hse'-e'- I ehreri.iimhe stammt, m seiner I lausliihu V e * ,d ■ Instor i sdie s AA e t k die I ’t aditlui'ule .unate J : el v-.n dein liieleule tudhehe ti Iteüsclke auUe uotit'.e u Att^1: ■ ll -diesem lalle ve.u aus < ,h ie lignüi.ke a n Ih .ple mhdike >1 ehe /usamnie nste Ihmg eie t! , >t a" e >egten llaiislnbhothe k ihn .ttije-:. t".!'i . .! hu ’> - lialiellet eilte I lasse n wotele'i I st se .!> 0 '. . > st.,o