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Die jüdische Frau · 1925-09-08 · 9 (8.9.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
9 (8.9.1925)
Date
1925-09-08
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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DIE FRATEN DES NEUJAHRSFESTES — v T/aWunt-r I m!' u c Ii s , Chemnitz. I k Hcdintiim: unserer MhIicii I ciertaee erfahrt <>hl j» der lüde im < iottc"dienst. I.me Zeitschrift li.il \i.ii den allgemeinen hcsUcdankcii. das hcraiis- /ihebeii. was mit ihren eigenen Iciidciizcn zusamini ntriiil In diesem Sinne k.inn m.m saeeii: kose h I .1 s i h o n n h i s i d .1 s lest der jüdischen V» n i I e r. I »enn \ ier Mutter stehen im MiLuTmmK-t—rrtsfiruiidoesiimum:: über jeder (ieüihlsüberschvv an«, de, I i M'iprl‘-Hiif*x~** -MTTTr~rr'iii IT^Tr Jl iini i und die stete Aircst \nr Krankheit lind (jefahr, der Stolz lede hat uichlioe Aiireouncen tnr die jndiauf das kuppelten und seine Ausschmiickunc mit Wie hauiii: aber ist sie in weniger tragischen I allen, wo die Mutter ihrem l.ieblim: die torichsten VViiiische nicht versauen mac'. ..Ich kann nicht" ist_. ein Wort, das echte Mutterliebe nicht kennt, Lr- /ielumv; \erlangt feste Hand und klaren nüchternen \ erstand. I)ic Liebe ist selbst\ erstandlidmrmremlKr^ T- .diel ■->.he Mutter unseier /.eit zu eeben. Haruhcr ein paai "kizzeiil'.iitc I »emerkuu^en. Mira erhalt noji im hohen Alter einen Sohn! I’.is Winkler dieses I re.icnisses theoretisch /u eroitern. Iieet unseiei /eit fern. I »esto mehr \erdient i iiiin.il betont /u werden.: der l iisecen der l nt-uehthaiKeit. die I.ebensleere und V crbittcrum; der kuideiloseii I rau. und die Verwüstungen, die der MaliceI an Nachwuchs in so vielen l.heii anrichtet '.Me dies alles auch m Saras Leben und Charakter i >kennbar ist>. sowie der /ahleiunaliice Iv’uckcanc des deutschen .ludeiitums. welcher die l olc'e ist. und i'vt. bei dem I lochstand der deutschen luden, ein ciolles T injnck iur die gesamte JudeiiheiL bedeutet. Nicht minier ist dieser MilNtand zu verhüten. Aber ■it sind doch Minden der Vater und Sunden der 1 iieciid die l rs.iche. Lud hier erwachst der Mutter v me de, w i J,tis'stc» l'flichteii. au die noch immer •ehr viele nicht einmal denken, tu die manche brauen m im velhuitein Leichtsinn socar für tibertbissic oder i.ctadcvu v eikehrt halten, die I. r/. i e h u u c der h e 4 a ii w a c h s e ii d e n I u c c n d z u m a 1 der v o h n e . / ii e i n e m Leb e n in l\*« ’ u h e i t! I lie ictahrcii: de, vorehelichen Liebe werden cern mit einem nachsichtigen oder zvtuschen Lächeln abgetan. manche Mutter ubersehen auch in ihrer Lns. liuld den Ahe mild, in den sie ihr Kind iahrhissie s(u,/e,i lassen >,e alle sollen sich durch unsere I cstei/nlilimc mahnen lassen: Has Kind, lind wäre es cm vin/iees. und wäre es ein Kind des höchsten' Vlteis ist das natürliche I rforderuis eines eesimden ' taimiic s. ntid selbstverschuldete l nfruchtbarkeit em V c ibrechen eeeen sich selbst und cceen die < lesamtheit! I'.ifiim ist der heranvv ac-hsendeii Jueend der I kel vor jeder (leiiieiuheit hcizuhrmt'cii. di i starke Wille zur liesiecmn; der Leidenschaften, die V i laiilworlime Iur den I umiheiiudcl. und als V oi bi neunes und Vhlciikuiiesmittel die l'reude an '.dir cv'iuidi n I atis'Kcit. körperliche, wie ec isiicei. und Veiashtune der V eremieumissucht, die sich in ••c hlupineen -Vmuseiiu.- ips und erregenden tanzen uustoht. statt der eesimden und veredelnden ITI»>- lune. Ne Natur und Kmisteeinil!. zarte l.iebhabeieien und Swmtuluitecn. >porl und < leistesspiele etc. II bi n. Wie das padaeoeisch zu schatten sei. lehrt die ' leschichte der zweiten Iran, von der das Lest spricht, linear. Sie ist in der Wüste-mit ihrem Kinde Ism.icl nahe am Verschmachten und vcrlallt.es, spicehiiid kli kann nicht mitansehen, wie es Miibt' I m I neil abei zeict ihr einen Hrmnicti. m dem er su ei mahnt: ..Mell auf. nimm den Knaben und lasse ihn te»t ,m der Hund!" Nirgends ist wohl du falsche und echte Mutterliebe besser charakterisiert als hier I me M Iitmic I'tahtat die nicht die Kratt ’Midi l. de n letzten Ateinzuc des eiceuen Kindes vv omoelich zu veilaiiccfii. heiltet wahrhaftig Affenliebe. allerlei Tand, die Sucht, das Leben dem Kinde nur leicht und aiieenehm zu machen (..es wird mich bitter eenue!"). — das alles ist Affenliebe, die den I intimen lebendigen Wassers nicht findet und das Kind, wenn nicht dem wirklichen, so doch dem umlaliscben lode hilflos überantwortet. Has Leben ist hart, und die Ltliik ist hart: sie verlangen leiden können ohne zu klaren, kämpfen ohne Lrnujlteii. Selbstzucht ohne V crbittcrum;. Kräfte steigern ohne krank zu werden. I >arauf das Kind vorbereiten, verlangt (iottes Lnecl von den Müttern: Mehr S pari a malmt die Haear-Ueschichte. Zu dieser negativen borderum; muH noch eine l-ositive kommen, hie Lrzichmu; zum Idealen, diese lehrt uns Hanna, die dritte brau unseres bestes. Sie eilt sonst als die klassische Beterin. Sie ist aber auch ein herrliches Vorbild der jüdischen Mutter dadurclu dal! sie ihren, doch spät geborenen, (iott in heillem l iehen abccrimeciicn Sohn. Samuel, in zartem Alter schon dem heiligen I heilste im Tempel w eiht. W ir kennen solche W eihe im alten pricsterlichen Sinne nicht. Aber in übertragenem Sinne bedeutet sie doch die VV e i h cdes Kindes für den I > i e n s t a m Heilige n. am Schatz der Menschheit (wie Mautliuer es einmal genannt bat). Und welche ernst denkende Mutter hätte nicht im Stillen für ihr Kind einmal etwas ähnliches ersehnt! Wünscht doch der lüde jedem Neugeborenem dal! er heranwachseii moe’e „iur die Thora und euten Werke"! Und soll sich doch jeder von uns fühlen und bewähren als Anechorieci eines f'nesiei reiches und heiligen V olke*! I reilich. das Lehen streicht solche I räume meist imbarmherzie aus. Wie manches vielversprechende! .dem habe ich in den kleinlichen Notwendigkeiten i'es b.rvverhs verilackern. im beoismus verflachen schon! I >as lallt sieh nicht eanz v erhindern. Aber es lallt sich mildern! Lud gerade liier erwächst der v c rantvv ortuneshew ulheii indischen Mutter v ielleicht 'Ine schönste I'flicht, dem Alltag Land zu eiitreiüen! Sie kann ihrer Stellum; und ihrer Natur nach mehr .:1s der Vater den Sinn des Kindes früh auf das Ideale hinlenken, die ecmuthaftcii Anlagen, die in eder Kindesseele warten, wecken und wirksam machen, und Sohne und Tochter auf das hiiilenken. was das b.r\verbsleben vergoldet, (ilauben. an den ei lieimen Sinn. Liehe zum Adligen, Verehrung des ' ieistes und Lcbmie des kleinen (trollen, das in den hundert bormen de'r Menschenliebe leuchtend sich auslebt Hamit ist schon sehr viel gewonnen! — es , aill aber in diesem Zusammcnliam; noch etwas ee- -..et werden. I Me meisten Litern, besonders dieieniecn. die "ich emporeearbeitet haben, wollen, dal! ihre Kinder in derselben Iviclitmur wie sie selbst es i.ocli weiter bringen, d. Ii. sie sollen noch reicher Und sorgenloser werdet.. Has stimmt oft nicht zu den Anlagen der Kinder, oft auch nicht zu den (inmdtendciizcn des elterlichen Lebens. Oft haben Litern

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