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Die jüdische Frau · 1925-07-07 · 5 (7.7.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
5 (7.7.1925)
Date
1925-07-07
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Man mul? _tl.iv in du wissen . . Ne sind seltsam. »■ ii Iruniik: su r.iJtu mir Klugheit. K luirljt > i! \:i t km;, itli klugluil li.ibeii?.1 Kis hieße rtiv. k \\;i i fv ■ ‘ : . . kh mul'. miAuii jls ii,( ^Iic11_.v;c1111. Ich kann 'kill milir wütet gelni : . , I s mul! ilw.is gewillt''. 11 w iis Audi k n . Am nächsten Morgen w! iiiti Milde /'itli ein. I Ln Mliluli der < leschidite Im imt ui.ui. Dk'is ..etwas Andere"--wurde die / .•■ .mgs.nbeit M.b.ild i i il.it ( k i.in.'iu's \ erlassen lullt', ging < Kkii Wilde Mkdtr n.ieli I i.mkreicli. In Ber’iei;iI. inuin l.leii tu Millui < »rle im der. I mgeßind. I,..| 15111*11 - liel! sitli ein sogenannter Sebastian Melmodi in di i d.is a.ii er. \ i mi seinen fr.iii/.nsiseheii i lelini:i ’1 -ii uli di | l.el/le .'i weseir. der ihn gesellen i'inl \> nilii^ltr I rsti sein, der ihn w ieders.iii. Sow >e uli h'"i \dnsse wissen Kinmle. eilte ich /u ihm. ii ii Lun um dk .Mitte des Inges .in. Ith kam hin '■Inn n'iitli .ii:-;ekunili41 */n luheii. Melmotli. \o:> di in ilet.. hi i/eusgiite I li.mlow in I >ie ppe «>it genug iu.it h si»IIienitlil i m Abend /.iiruckkclirc". I r I .mi u '-l um Miliern.itli!. I s w .n i.ist mith Winter. I s w.ir k.ill. es war Ii. r.litli heu g.m/eii lag uliei s,,eilte ich in ilf "den iii.end umher. entmutigt und voller XerilrnH. Wie lulle Wilde lliriiei.il w.ihleii können. ll.ll dort »ii Ii In n? I s w .n klaglieh! I ht Nacht Lim. Ich hihrii /nri'tk. lim ein./immer im IIntel /u!»ei "inuieii. in deinselhen. w,, Melmnih \niluil'.' ind .'ulUidun dem einzigen des ( Irles. I >;is (i;i-si||.il!s. s.mher und .nigenelmi gelegiu. beherbergte nur i iiii.'.i Imin iilueii /weilen (ir.ides. harmlose .Mil I ii.ti. liehen denen ich speisen mullle. I ine Imst-, Lsi i n elKt lull für .Melumlli! < ihiekhtherw eise lulle ich ein liiith. - kläglicher Mund' I ll l In . . . Ith wnllte eben mein Warten .ml.iihiii. .ils ith d.is Pollen eines W agens linrle . . . I'eii Mihimih ist .mgekoinmen. Ikn .Melmnth ist mr I ins, ganz i rsi.ni'. I > I. it imleiwigs seinen l eher/ieher \eilnreii. I ine! h.iui nieder. du ihm um I origen! ng'e sein hieiier In.ithie. lein enlsel/litlies Zeichenl lulle ilmi ein I nluil wikinukt: ei ist c.lncklith. d.d! es kein midi ns M ,ds du s Aber e.r klappert mit den /nlineii. mul d.is :;.m/i lintil heiilt sieh, ihm einen ' irog minnen /n hissen. K.mm d.d'. er mir guten Ine' s.igi \ "i di n .null in wenigstens will er nicht gei tiln I e> - •t hi men. I ml meine Ilew gnng legt sieh 1.1 s> s,,- tdi.it h. d.i ith >eh.istu,i Mt Inmih i heitsn einl.ieh wie di n < nk.tr W 11111■ \ mi i inst s m finde : nein, nicht melk di i unsinnige I mkii Meeiieiis, stMiikrn der s.mile \\ ildi ii'i'di i K rise; und ith finde mich nicht zwei. s'Mid ir int mlet fiinl l.ihie /muck MTsel/l: der- ' i H*i ni'.nli lllitk d.is gleiche belustigende l.uehen. i ii n Hk Munme . . . I ' In " uluit zwei /.iini'.e1. die heulen besten des II. >stli.mse s und h.it sh sitli mit t iesthm.itk her ’n1'!' '.issi ii. Aule Ihither liefen .ml dem lisch. ’ ti : um unlei ihnen im int Nmiiiiiiui i" lernsin't. ih tut km/iui cistimmen w.inn lue s. h "i ...iihistlu Innen.m .ml einem Münder im Im LI kt/t sit/v ii w n hei itci I .mipe. miil W ilile trinkt i - ■ ii•• r kli uu n /nein: ith bemerke, letzt du i in. I im l'ijit ist. d.d! he II.ml seines liesitl.les i m| ti", . i .• m|'u!u |, ee'Mitdeii Ist: dt^ der II.Ilde <W iiulir henuMch ti.igt ei ii• >.h dieselben h'nge. v > '• .mi d. n ii \iel lull. 11 ,r.; I ui einer beweglichen ' I \ i -I k.ipsi I i nun <ie\ plistlun Kaki .un L..pis-I ., . un Nii'i /.time sind eutselzhcli zu < irunile genchiit. - W ir plaudern. Ich spreche wieder von unsrer letzten Begegnung in Ale kr. Ichfrage ihn. oh er sich nicht erinnert, dal! ich ihm damals die Katavtrophe fast \oraussagtc. ..Nicht wahr,“ saute itii. >ie w uüteii nahezu was Sie in Lngland erwartete: Me haben die (icialir i orausgcseheii und Sie haben sich hineineestiirztV“ ... Ulicr elaube ich nichts Besseres tun zu können, als die Blatter ahzusclireihen, auf denen ich alles von seinen Worten, woran ich mich erinnerte, aufschrieb.) ‘ ..<) natürlich! Natürlich, ich wulke, dal! es eine Katastrophe «eiten würde jene oder eine andere, ich erwartete es. Bas muhte so enden. Denken sie dochmoch weiter zu «.eiten, .war nicht möglich: und so konnte es nicht Illeihen. Deshalb verstellen Sie. mulite das so enden. Das (ief;in«nis hat mich voll- Liindi« iim«ew andelt. Ich hatte darauf gerechnet. Bosv war schrecklich; er kann das nicht hegrei- 1m. I r kann nicht verstellen, daß ich meine frühere Lebensweise nicht w ieder aufnehtne; er beschuldigt die anderen, mich verändert zu Italien. Aber man mul! niemals sein früheres Lehen wieder aufnehme». Mein Lehen ist w ie ein Kunstwerk: ein Künstler fan«t niemals du und dasselbe zweimal an. es sei, dal! es nicht «düngen wäre. Mehl Lehen vor dem < iefän«nis war so «lücklich «eraten w ie nur möglich, kt/t ist cs eine abgetane’Sache." Lr zündet sich i ine Zigarette an. ..Die Welt ist so schrecklich, daß sie einen Menschen nur nach seiner letzten Tat he urteilt. Wenn ich jetzt nach Paris zurückkehrte, so \.iirde man in mir nichts Anderes sehen als den . . . i ebcrfuhrtcii. Ich will nicht eher wieder erscheinen, bis ich ein I »rama. geschrieben habe. Man soll midi bis dahin in K'nhe lassen." l'nd hastig fügt er hinzu. ..Malte ieli nielit gut daran getan, hierher zu gehen? Meine ITeunde wollten, daß ich nach dem Süden ginge, um midi zu erholen, denn im Anfang war ich sein mitgenommen. Aber ich habe sie gebeten, einen ganz kleinen Ort im Norden Frankreichs für mich /ii suchen, wo ich niemand sehe, wo es sehr kalt ist. wo fast niemals Jie Sonne scheint . . . O. nielit wahr, ich halte gut daran getan, mich in Berneval einzu- .planieren? (Draußen tobte ein entsetzliches Unwetter.) liier ist Jedermann gut zu mir. Besonders der l’farrer. leb liehe die kleine Kirche so sehr! i »enken Sie. sie heißt Notre-Dame de'Messe! Ist das nielit entzückend? Und jetzt weiß ich. daß ich Berne- \al nie mehr \ erlassen werde, denn der Pfarrer hat mir heilte Morgen-ejneti ständigen Sitz im Chor angdtoten! Und die Zollbeamten! Sie langweilten sieh liier derartig! Da halte ich sie gefragt, oli sic nichts zu lesen hätten, und jetzt bringe ich Ihnen alle k’omane-Ues älteren Dumas . . . Muß ich nielit hier blcibcn-i l'nd die Kinder! -Oh! sie beten mich an' Am Jubiläum der Königin gab ich ein großes l est, ein großes Mittagessen, zu dem.ich vierzig Kinder dyr Schule cingeladcn hatte alle! alle! mit dem Lehrer! um die Königin zu feiern. Ist das nicht ganz und gar entzückend? . . . Sie wissen, daß 'di die Königin sehr liehe. Ich Italic.ihr Bild immer um mich." l'nd er zeigte mir. an lief Wand befestigt. las Portrait um Nichalsoii. Ich stehe aui. um es mir anztischcn; eine kleine Bibliothek steht daneben: ich betrachte einen Augcnhiiek die Bücher. Ichkmochte Wilde veranlassen, einster mit mir z» siechen. Ich setze mich wieder, und ein wenig furchtsam trage ich ilm. oh er die .Memoiren aus dem Totculuuisc“ gelesen Italic. Deutsch von I. Widcmann. l_\ Absatz folgt in der nächsten Nummer.)

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