Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 4 (22.6.1925)
- Date
- 1925-06-22
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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I CRXBER MEINER KINDHEIT s~ , \ on Herd vv llll -.1 .1. tihl «n.ilu .i.i' itie s^livv.ill'e '.au l'H > ■ in IIIIl-s' " il 1 r .'nie l'riüct. > '!' i 1 > 1 '■ -r I i ■ tl.n,.: <■!' il." li.ii iial.iii*. I'" i'/' ► llfl,.! - kli v i it: nielit. ob iciu alten Aersc kuckt rts ••us.li andcic Meiisjieii mit so lu r/ei ci nicndcr < ie- \. .111 berühren. "der <>l> cs mir eine!\*tickcriu11vruiiv. .hi um- Inn.;v ci sunkciic /.iii ist. die sie mir "Il im •Innersten eiklui.'cn lallt. Aber neulich. als.ich noch .'II spater Munde .mi I eiiMsi meines Arbeitszimmers stand. ii he i mir nielits als den .leere li N.iJitliimiliel . in ul imtei mir das l’r.iiiMii und < liiiiniiern eie r i* > I ’*c 11 Mailt. d.i iiherk.im e> mich, wasmir sclum den call' /eil I.ic über Uir >ii11• celeceu hat. I in Ulihcdcliteiiili s I rlebuis war iv Hurcli die Sommerhitze eine'' ’unil.icev duiell den bunten .iiiicelecten .Mciischcu- 'liniii. dr.mc |)|nt/hcli ein laut /n mir. wie ich ihn .ui dieser Malle nie /u hören celmiil. kli hob den Hliek I in die I liehe I des croNett Kaffeehauses., all dem ie11 eheii \ orubit schrill, l'kc ein Schw alben- I m re In n. I in; kleiner stiller /. w ilsehei laut war aus 'hier llulie zu um heiahcedrunceii. durch deli kann dirMr.dk. der lausend Menschen und < leiahrte. l'iulals -alle ieh ihn /um ersten Mal. sah ich IIhei den l'.ielicm de i Milhiiiie nsi.tdi di n M iiiiieiihiiimiel leuchten. und. ihre spit/im. stahlblauen I liicel in den lilan/ lauchend. das Mliw .iIhen|>.tai■. I i.,s war es. was mich den caii/eii I ac über niclil 1,'SCI lasse n halle. -kli Irat an den IhichelseTirank und nahm eine aTteTTäTicms;»In Handschrift In r\in. kli w "Ille ia ii"ch arheiteii heule. Abct-dic I •nelisr.the u ilnseeii ineinander, die l'eder. schon he-, n il. die I iiueii des cmlk-n l iktavhnceiis /.u iiillen. ' sine kle. "Ci. in. Ce vv II!. Ich k"initc niclil arbvili'H. I'in salie r /w iiselu rlaiit tunet fort und im ' in mir. ich' w i ilt nicht, wulier und ieh kminti nicht arheiteii. denn ieh wühle, die Heimat rillt mich durch ihn. die I Icinint. du Kmder/elt. Hie Heimat 0 < iah es denn noch einen * Hl. den k li su nennen ilmitc? War nicht dieses /.immer du Matte niemes \\ n Keils? Hatte iclnhier nicht I ac 'ui I ac ceselialit. lallt/eiinte laue ° 1 iIie Kitte von i ii aln r n sah uh \ "i mii lieceii. ilu ha re eil alles, was mit einst Heimat Imh Alu i nt/t ilac-h.t' ich etwas muk i es \ui dem '.im listen tiipiil ihr schlafenden Mailt stand uh einmal und hlukte m die li linde. und -w.il sidi laiics.im Mhkici um Mlih ici . Imh und i'iiiiu t r 11/\ <>1111. immer w ehmutieet sich du I ei ne i iithullte. da mimte uh, Ins in .dii Heimat sehen ZJI Ia>uni H mit iiueii seh.w allu'iiiim/w itscherten II.iii- 'iiii. den * letalii teil meinet Kindheit. Ihiian mulhc uh ut/t ih iikiu. I ad dann lialu uh muh anf.;i - m.ulit. du lk iniat. du lauest vciloreuc zu suchen. 1'aM i im s lacisi auci hm ich cilahun. X m hei an l'm lein und einsamen erluinstaiidein n < ii hotten, dn11 li W .ileii t di reu W'ipiel ilaiimii "i "t clmumeii an e i ste il Mnueiisdii ui Alu i dann, als die >e hatten -. li"' i jan w i nie l.mci I hl!ei> und dl I wilde Mulm .1,1 di . Halmdammiii sij, mail» mi. ti vKmdjch aut i au m k k ii um Hain.h»»i. ulk in, mit tiu mein' wenic» n ■tnp.uk I'»i s.jl/ici Hauch des Akens lav, in der I utt M itlaut mul i m weine he'h. mul ich sah mkl; > chnIe r. um. "h denn niemand meiner warte. Nein, niemand. I ml es 'fiel mir ein. dalJ-ich ia /u I iesuch cekommeii sei hei denen, die schon lancc meiner harrten iii ihrer letzten l.mcc'it K'uli. Alter wie der Zuc sich dann wieder in Hewcctnic setzte und hinaus rollte in das abendliche Land! da lialu ich mich ein wenic ccreckt und die k’ciscmudickei! aus allen Hindern ceschiittelt. und diinn hin kli durch die ,Stralktt ccw audyrt. »füll < i<»tt. du alte Heimat!" wollte ich saceii. da fiel das (il.okt.< ticelatite der uralten I Mai l Kirche in mein W ort und is war cut so, denn wenn (ilockett reden, sollen Menschen schweiccti. Hinter den roten < ier.mieti der I eiister kam manch neticierices I rauencesicht /um \orscliein. als ich xortiheischritt: die Kinder au den steinernen I feppenstufen blichen stehen, alter i s kannte mich keines mehr. Nach eines knappen Mein Wurfes Weite muhte ich stellen hleihen. vielleicht wurde mir das wetiicc < iepiiek plötzlich so schwer, vielleicht doch nein! Ich stand auf der -leiiicruen lirucke und sah liinah in den Stadtcralten. den noch die I »etitschordeiiritter ancclect. Weil* < iott. es. hlnliteii wieder die l.inden in der criinen l iefe, die lauest kein Wasser mehr bare, und nur noch eine -W ildiiis \ mi. tippiceti Huschen und Hltmieii w ar. Sie blühten noch cetade -o sjil! und schwer wie dam'als vor lanccii .lallten als wir Htihen und, Madel auf dem v t.nltw.iillen unser Miiel trieben. Hrtibcn. w ar noch das dustere I’tichhinelerläelclien, aus dem wir unsere , i'sten. heimlichs^cchuteteii Schatze iiullcu.—aktm h'oiiinie < u-sedncfrteTT von der W ildermttth und socar •.inen Hand (ioctln. Ach wie fliect die Zeit! Aber! kli wollte iadiente noch mehr suchen als alte'Träume.' als toricht-suHe I riinieruncen der kittest entschwundenen .lucend. Hie Hräher meiner Heimat wollte ich ■ aafsiicheti. I nd m-» schritt ich weiter, ohne viel seitwärts zu blicken. War inir's doch, als müsse ich auf Schritt und I ritt Hekanntes enil’en. Hie Schwalben schossen kiut zwitschernd tun die (iiebel der alten Ilauser. stkecn in den rotenAhciidliimnicl und binnen ' ,1 Zickz.ickilue bis dicht vor meine hülle hinab, l'iul dort der l'iul» funkelte' noch 'gerade so fröhlich und Idar wie einst. Hann stand ich auf dem uralten l'riedhof. In den I eiister-ri' "der, kleinen Kapelle 'glitzerte der letzte \l’e" kc* 1 eit; ak ich auf den einsamen Weiten wei- ’u iii die Mille schritt, t >h der alte (iartner . >ch lihti. v on dem ich damals um ein paar Htenniee .de St’efnnitterclieu erstand, mit denen ich die fri- •clivi; < naher sclmüickk V Hie dunklen Hauuie crabeti kemi Antwort. 11 irr eine Amsel s ine darin ihr Abend - kid. Ic’' blickte über die bröckelnde Mauer des;ott s.ickers liiuwec in das sommerliche I and. vv > den wo-.'enden.I'onifclil.Tii lind. W iesen noch hie und da ein k’iunsul aufhlit/te und am Horizont sclivv eici ude W aldcrmasseii sich dehnten. W ie schnell das l icht v.fhlal'Ue' Uder waren es nur die I indeiiw ipfel. die so tiefen Schallen würfen? Kaum, c.ai: ieh noch die Namen auf den alten < ir.ibsteincu i'il/ittuu k-aiHte. Abu hier noch ein paar Schritte eit'-r zu ihm flachu'. v i rjallem n lliicehi - ich hatte I leiiii.il cv fuudeii. llluil lullet |.