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Der israelitische Lehrer · 1870-10-26 · 43 (26.10.1870) · p. Seite 351

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
43 (26.10.1870)
Date
1870-10-26
Page
Seite 351 (sequence 7)
Language
German
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I — 351 — gemacht habe und hofft Alles von der Zukunft und von den Erfolgen diese« Krieges. Möge diese Hoffnung sich erfüllen. literarisches. Ober-Jngrlheim^)dcn 12. Oct. 1870. Die Vorstellung im Geiste des Menschen, von Prof. Ed. OlawSky, (Berlin, Ferd. DümmlerS Verlagsbuchhandlung, Harwitz und Goßmann) — Herb.art ist int gewissen Zinne der Vorgänger Beneke'S, des Lehrers der ErfahrnngSscelenlehre, der neuen Psychologie. Eine populäre Dar- | stellung feines System« ist daher für den Anfänger i in psychologischen Studien 'febr erwünscht und die vorliegende soll Anfängern dienen. Wir wissen jedoch nicht, ob sie für Lehrer, die noch Neulinge in der Psnchologie sind, angemessen ist. Der Anlage nach ist es mehr für Gymnasiasten bestimmt, die die Herbarl'sche Psnchologie akademischen Studien zu Grunde legen wollen. Die H-rbart'sche Psychologie hat aber für den Lehrer nur durch ibre Vergleichung mit Bettete praktischen Werth, und es ist aEo nötbig, daß sachgemäße Bearbeitungen der Beneke'schen Psychologie — Dressier und Ran — vorangehcn. Für das Seminar eignet sich am meisten Dressier. Zur Kenntnißnahmc auch der bcrbart'schen Ansichten ist die vorliegende populär geschriebene Schrift wohl geeignet.— Er- | ziehungsfragen, gkincinverstäudlich erörtert von Ludwig S t.r üm p e l l, Professor der Pdilosopüic und Pädagogik an der Universität;n Dorpat. (Leip- . sig, Verlag für erziehenden Unterricht G. Ad. Gräbner 1869.) Ein recht lesenSwertbeo Schriitchen, welches wobl wenig neue, aber doch sebr beberzigenowerthe Gedanken in klaren, Worten miltheilt. ES behandelt diese in drei Abteilungen. Zn der ersten Abtheilung spricht der Verfasser von den allgemeinen Einflüssen. unter denen d i c K i n d e r auf- '■ wachsen. (Umhüllende Natur, Familie — Mutter j insbesondere —, die Schulen nach ihren Artverschiedenbeilen, Persönlichkeit der Lehrer, Mitschüler, Klaffenfreunde, Kirche, Leben, Umgang, geselliger Verkehr, Beruf, Staat.) Die zweite Abteilung spricht von den erziehenden Tbäligkeiten, durch welche sich die Einflüsse der obengenannten Faktoren der Erziehung geltend machen. Während die zweite Abtheilung theilweise schon positiv belehrend ist, tritt mehr noch die belehrende Tendenz deö Schristcheno in der 111. Abtheilung hervor, wo die Zwecke der Jugendbildung besprochen und in Unterabteilungen die Zwecke der GemüthSbildung, intellil lenSbildung behandelt werdii ctuellen Bildung und Willi. „Kurz und Gut.Zwanzig Predigten re. von Samson Gunzenhäuser, Rabbiner in Mergentheim. Breslau. Schletter'sche Buckh. (H. Skntschs 1870. Der Grundsatz, kuAz und einfach zu reden, ist schon richtig. Mit der Erkenntniß des Reckten ist aber lucht auch sofort dst AuSfübrung verbunden. Der Urheber dieser Predigten ist selbst Anfänger und unternimmt eS, Anderen eist Vorbild zu fein. Es gereicht ihm zwar zum Ruhme, daß er die bei Anfängern gewöhnliche Weitschweifigkeit vermeidet; aber daraus folgt nicht, daß nicht dock noch Manches kürzer sein könnte. Wir verweisen beispielsweise auf die TraunngSrede am Schluffe, wo der AuSgang von „Verwandtschaft uüd Freundschaft" entbehrt werden' kann und der sofortige Einzang auf die Sache angezeigt gewesen wäre. Bei aster Pflicht zur Kürze ist aber doch die ausschmückende Amplification, die hier durchweg fehlt, auck eine rhetorische Vorschrift und zur Einwirkung auf Herz- und E'emütb nicht zu entbehren. Denn der Redner und besonders der Prediaer will nickt bloö bctebreU' und überzeugen, sondern auf den Willen wirken — zur Förderung der Dbat und Aneführiing. Der Wille und Entschluß zur That gebt nickt allein vom erkeiistenoeir Verikankc, ^sondern ebensosehr vom empnndenden Herzen au». Eine hebräische Sprachuttricktigkeit ijst trau (3. alle Vergehen deckt die Vergeben deckt..Eine smus (y-; ncrn.) R. fr 143), eine deutsche: „üb Liebe iS. 147» statt: „alle solche Redeweise ist Germani benSbekenntniß und Reden 1 Eonf irmati o ns reden nebst Anhang: Glanfür die Eonffrmandcn. Von Jacob Freund, Lekrcr au der Religiensschule der Snnagcgengemeindc zi) Breslau. Schletter'fche Buchhandlung. ^H. Slimck) 187". Die Vorrede behauptet, die öffentliche Eotffirmatioii habe die häusliche Barmizwa-Fcier nock jnickt verdrängt. Hierbei wird vergessen, daß von jeder neben der häuslichen auck eine synagogale Larmizwa-Feier bestand; also dock gleichsam Eonfirm rtion, wenn man sie auck nickt so nannte.; die moderne Eonfirmation bat der Kirche auch nur den Namen, nickt die Sache entlehnt. Denn rrvrn rr'2 schließt für den jungen Barmizwa ein vollständiges GlaubenSbekenntniß ein rv?"/: (nie noteistischer Gottesglaube) l jmt (Offenbarung) (Unsterblichkeit.) Man bat aber schon früh darin für die Heiligkeit und Wichtigkeit der Feier kein Genüge

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