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Der israelitische Lehrer · 1870-06-01 · 22 (1.6.1870) · p. Seite 172

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
22 (1.6.1870)
Date
1870-06-01
Page
Seite 172 (sequence 4)
Language
German
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— 172 — Lud w'g Meyer Lützowplatz 3 I. Neumann, Papmftr. 0 vr S Neumau ii Neue Friedrichs- straße 47. Dr Oppenheimer Auqnstiir. d. vr. H. B- Opvenbeim, Seegersbo» 4-,. Bla'.So, Brritestr. fi. Röhmänn (Maaß L. Röbma::n>. W Weiß "rin. Leipzigerstraßr. 127. VI. Wiad; r. .vtönigSitr. 5S. Alexander 25el?f «Raldan Wolst & Sobn). W o eh « n b e r i ch t. 0?orl>frf (in ftur&efien i. Am .T> Mai >'tarb ver LekrerH. Habn zu Holzhauien-an der Lungenentzündung. Berlin. Die Königin - Witt.ve har der Jabrek'eier im Auerbach'schen Walienkause beigewobnt und nch für die wisienfckaftliche Prüfung der Kinder wie die innere' Einrichtung deS HauieS inter esnrr. Sogar die Svenen bat sie gekostet. Es wurde hr ein Bouquet nebst. Gedickt überreichl. Hannover, den 2k». Mai. Der Streit in rer Gemeinde Hannover, von dem 1> Ibn-n vergangene Woche berichtete, ist dadurch geschockte'. daß »ie ^eibungs-(5omm^^^i^n den Antra,', »es Cbtir.iSb. angenommen, mitbin die Einweihung ent nach R.uaien stattnnden wird. Hamburg. Die isr. Frei'chule batrc bekanntlich gegen cen' LiquidationS Vjorskauv ver deutsch - israelitischen Gemeinde beim. Niederaerickk wegen Forl- Zahlung einer Lubyention von 4000 Mart -.ähr!ich geklagt. DaS Njederzericht entschied am 2di. Januar ». daß der LiquidationS-Dorstand nur qebalten iei 1001 Mark jährlich. so lanqe Herr Dr. A Hee an der isr. Freischule anqestellt »ein wixv. zu befahlen Hiergegen arpellirte der Vorstand der isr. Frrsichule an das Obergericht, welches Letztere vergangene Woche daS Erkemitniß des Niederaerickls lediglich bestättigke - Rorddcutschlau^. Nack der ..Post" bat bei. Gelegenheit eines SpecialialleS der Kultusminister oen Grundsatz ausgestellt, daß an Orlen, wo geeignete Kräfte vorbanden seien; die Loralinspection über jük Elementarschulen, an Juden übertragen werden solle. Österreich- Nach.einer Verordnung des Ministers für Kultus und Unterricht soll di; Einrichtung von Fortbildungskursen für Volksschullebrer jetzt in's Werk gesetzt werden. Solche Kurse verven jährlich m den Ferien abgebalt n werv'n und 4 3 Wochen dauern. Der Unterricht erstrecki »ich ans alle L-'br gegenstände der Lehrerbildungsanstalten. zedock sollen in den roten Fahren besonders?te realistischen Facher der Volksschule berücksichtigt werden. Eine bestimmt! Anzahl von Lehrern wird' jährlich von der Schulde Hürde zum Besuch dieser Fortbildungskurse verpflicht«, der BezirkSschulinspector reicht ei" Verzeichniß derjenigen Lehrer lstnee Bezirkes ein, für di; er einen Besuch der Anstalt kür wüoschenswerth erachtet und die' LändeSschulbehördr trifft die Auswahl. Die so Verpflichtete» erhalten Erstattung der Reisekosten und einen Pauschalbetrag für ZehrungSkostrn. Außer diesen könne« auch freiwillige Theilnehmer zu den Kursen zugelaffe« werden. Die Lehrer für diese Kurse werden ebenfalls von der La'.de^schulbrbördo berufen und erhalten eine Renvmeration. Außer Viesen in den Ferienmonaten abznbaltenden Kursen kann die Landeöschulbehörv« in Städten, wo sich eine größere Anzahl von Lehrern und«, Fortbildungskurse anordnen, an denen sich die e'ebrer der Stadt betbeiligen, ohne sich ihrem Berufe zu entziehen. — — Zu dcr in Wien stattstndenden Lehrer»rrammstmg haben auch der dortige jüd> Vorstand und nehrere isr Großhändler Beiträge gezeichnet. Warschau, den 11. Mai. Bei der Umwandlung oon Städten in Dörfer kommen immer mehr Abnormitäten zum Vorschein. Der Gouverneur von Radow hat iich veranlaßt gesehen, zu decretiren, daß Israeliten, wenn sie auch :n Orten wohnen, die jetzt Döner 'ind, dennoch nicht als Bauern angesehen sind, da dieser Begriff nur auf Christen anzuwenden sei. Es -st i.-j'ieit also jede Stimme in der Gemeinde zu versagen. Dieses Decret rst unzweifelhaft vollständig -inbeg-ünder, dürfte aber dennoch vorerst in Kraft bleiben, va bei dem herrschenden Kriegszustand den betbeilig:en Israeliten der Weg der Klage höheren Orts abgeschnitten ist. — — In Folge des bekannten Erlasses des rumänischen Minffteciums, welcher besagt, daß „Juden und Vagabunden" der Uebertritt über die Grenze nach Rumän.en nicht gestattet ist, bat sich der „kaufmänische Fortschriitsverein" zu Czernowitz telegraphisch an den Minister PräsidentenGrafenPotocki gewendet, um die Intervention der österreichischen Regierung herbeizuführen. Wilna, den 30 April. (Schl. Z.) Mit dem 13. Mai tritt oas neue Gesetz bezüglich der neuea Besteuerung jü rischer Einwohner än Kraft. Rach demselben haben die Inden LitthauenS außer den bisherigen mannigfachen Steuern noch eine besondere Abgabe bei kirchlichen Acten, bei Trauungen, Beschneidnngen und Eonfirmation von Knaben zu entrichten. Wie. man vorgibt, soll aus diesen Abgaben;in Fonds zur Errichtung und Unterhaltung jüdischer Schulen gebildet werden, so daß diese künftighin weder der'Gew.e noe noch dem Staate zur Last fallen, sondern lediglich aus die angesammelten Fonds angewiesen sind. Bei armen Familien maß die Gemeinde die betreffenden Abgaben tragen, weil diese ihr später wieder zu Gute kommen. Aus Warschau, den 4. Ma', berichtet die „Osts.! I." : Die Stadt Kaluszyn, im Gouvernement Warschau, war am 24. April der Schauplatz unerhörter Gewalt- I thätigkeiten der Pvlizei gegen die dortige jüd. Be--

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