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Der israelitische Lehrer · 1869-12-22 · 51 (22.12.1869) · p. Seite 223

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
51 (22.12.1869)
Date
1869-12-22
Page
Seite 223 (sequence 7)
Language
German
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523 es n\tr der Sabbat cor bcm Dstenbarnngssest — zum 1 Xcrt gewäblt utib die Heit, ihre» Werkt» und ibre! Beeeutnng;am XSema geiehr. Mit Bezieonng auf een. auck iln bekannt gewordenen Vorfall, sprack er mite-- andren Worten also : Ha. meine Andächlig.'n' Die Heit itt solch e-n Hanb-rspiegel, in de u wir eiu.B'lf der Vergangenheit erblicken., roll Ananub und td»rös;e^ w»c es nn'er^Bcirerrern vor länger denn me dreien tausend Hibrea lebten, der rberioäter ocn Arglist u:id >fewalnhäugkei in ein bln'.iges Zerrbild gewandelt wurde-: sie gib: »ns a.uck :rcnes. B'ld der Gegemoart. srs - neck die Spuren de: blutigen Z:r>em?:? an ück u äg:. die ihm Robbe': uns ^lan.benebaü ge'ck.aien. und welche Dumnibei! Vo,nn.ei! uns erb'lten um io darröstiick.' >''u: ,s tw'ckwn Be".'N'-:''ins des eigenen Wer:'es -uns wies-'r '?u steblen : " ’Ut uncaber auch ein :e:lck:e:,ees '''.'bilde von rer Hu ' dunst dar, in welcher dm Men>ck' im?)i-eusckei'.. eas Ebenbild Gerres obren uns. .rriece '«nd H-reuce >ick kuisen itnr b'iebc nur Xreue 'ick :ii::i .::: irstösbaren Bunde iicb begegnen :: reen, eine Hutnn't, rme sie < tif großen Männer .inner er. oor Habr'.an'euden 1 sck'o.i geweisiage: und wie di. besten 'und eteisteu .»töpfc ecr He:.-:zei: ne ^.nstreben und die die a:e :e>: öftrer der --.nlnn'l eelli eben werden :i. s. w. Di: Worrc uns die Host'nnugin. welch? cer "würdige Redner ocn. der «Gegenwart ansdrü.kre.. ürnden bald ibie Ertüllnüg. Der dcurcke Vocksgeist, welcher sich beim Beginn ce> .eooiuuonär.n Bewegung die und dni inV'riaealien und dien en .bndcnoersolgungen verirrte. »and - bald die Eckleg- ,Babn wirrer. Die Huben rrindren nicht nur derlei Iln.ril.'en nick", inebr. >oijo.un überall, wo ras Bold leine „Xo.e.'.'ui:gen" ,.nm Ausdruck brack'ie, bei Volksrer a:nm'.nngen wie in Beiilieneu, im Varlainmi und n .'lammen: bildeten die l'-maneio.ilion ror Hilden einen der rri'e» Pnntie. Auck» in Lobbim, wo eine 'eiche Versammlung staniand, geschah dieo. und k.r Eannr Ehrlich war es. der de:»' dessallttgen 'Antrag für ein Programm des tagenden Beltswcreine molirine nne ebne Wiederst-rnä» antnebnilU liem. Straus? hatte die l^ennglhuung bei rer nächsre!'. Gemein: cwabl als Mitglied des Maai'rrats erwählt zu werden. Slernbnmer las? schon lange, im Gemei.'.debevollmächtigttil-Eollegiluil Am nächsten Vorabend des Versöbnungstags nnt- 1'diiirre jedock' in der Sonagoge zu Lobbcim ein gang neuen „Diener des Nichts." Denn Sckabbesbans, dessen uuehrliche und dumme Streiche dock allmählich im Drte bekannt wurden, schämte sich dermassen, das; er sich selbst, wenn es einen d'cibkauf gab, nicht in einem Wirtbshane blicken;u lassen getraute. Er siechte allmäblig hin und ward oersammclr?u seinen Vätern, die war wie er von jeher Diener des Lichtes in Ldbbeim waren, jedoch nickt jenes b'ickres. das da leuchtet wie die Sternen des Himmels ewiglick und immer! ar. ,, Leipzig. 10. De;. Auf Veranlassung des Vorstandes der ,oReligioiiSgeinmide liier, hält Herr Rabbiner Dr. Gol dsckmidt Vo^le^^I^gen, worüber das L ioziger Tageblatt in solgondcr Weile berichtet : ("euer» hielt der Rabbiner Dr. Goldschmidt seine erste Vorlesung :ui kleinen Saale der,?,nckbä»dlerbk'rse, wozu fick, ein zicklreick'es-Publikum cingesnuden hakte. W.'nn wir sckc: »rüger an kiesen, jüdstchen Gelcl»rten ::c obilosopbiich; und gründliche B iracktnug der! i'!esckickr:. seine? Volkes und die damit verbundenen hn- .'lnjchan tilgen an-riennen mustlen, so lieferte du' "ü.ige Voricinn', cka;» einen neuen Beweis. Der :'i' . ' »lachte in der (n,ileilnng zuerst oarans aufm.ik am, das? ’.üjii nict't Erwarinngen bcgen möge, die er nickt besrieei ien tonne, ea's? man also nicht eine .'diilik der eligiöscn illrknnden oder wobl gar eine Beräm^uing .ei.' religiösen. Parteien innerhalb . und rnstrrbs'b ees HndAubums. erwarten dürfe. Er cherdc iick an Pas Proobetenwcrt ccs Maleacki halten, welches von den Sofern bandle, dis Ok'tt gejielen, und w lckes gleichsam die Deoiw seiner Mw:.äge sein solle. Hede An cer Religion wurzele in einem religiösen Bedürsiiisj. ocs Mensck'engeiskes, in jercr Religion sei Kef lic», unb s.lb't a |ci ne »eck, der l öckste AdelSbricf ees Menschen, wo sie ocrfüniinnt oder oerzerrt ansircle. Hieraus ging der Redner näb»r ans den Inhalt diS"H:ldeiilt'Ums ein und '..ieunck. das? es. wie jedes- V.-Ik. seit e besondere Eui'.u.'ansgabe?n lösen bade, welche sei e lnisre»; ' beringe. -Habe man bei den übrig n ällcen Völkern, en Eiriechcn und Rö-- mer,', die wellgelickichtliche Bedeutung und Aufgabe erkamn. io werde man diesen Rang auch dem Iudenthlime nickt streitig ma bei: wollen, welches alle Umwälzunigen der Polter über! anert, in den jchwierigücn Verhältnissen mit ungebeugter adrast 'ick erhallen und nickt von ans?kn unle»itüht, nur von seiner innern l'cbenskra'l ge'.ragen worden ist. Hndcm er ckledncr die we.tgeichi^rliche Aufgabe des Hndenthums zeichnete, legre er zügle ck dar. wie daifelbe mit allen andern Völkern in Weck'ielwirkttng siebt, wie es freute Elemente in iick answmmt und dieselben fortenu stckelt. So babe es iich Plaio's Hdeen angeeigncl, den römischen Recktsniin sortentwick^lt, sich!» die aralisck.e Poesie eingeicbt Ten entsprechendsten An »druck seiner Ges üble und seines Lebens fand das Hudenthunl i:n Germancnthum, ilnd daher schloß es ich demselben am innigste» an. Hat das Hiidenlhulil aber-auf der einen Seite eiue starke Assimilation? kraft, so hat es auf der andern Seite auch wieder eruci: glücklichen H n st inet, der es vor einer blinden, bkongunaslosen Hingabe an snkere

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