Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 33 (18.8.1869)
- Date
- 1869-08-18
- Page
- Seite 374 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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374 M't cem Religionsiuiterr'chtr oder ohtif vorwiegende | Rück'ichr auf ibn gelebrk weroen solle, l^r. akavser-! ling regt die ^»4? an:' ,,'Ji'if ürbt die Religio» zu j den neuen »aturwiffenichatckichen Forschungen?" Diese . Frage solle zwar nickt in der Elementarschule beants worrer werken, aber man .kenne >icb ihr ofl koch nicht l ganz entziehen. — Man hielt die Frage noch nicht, für brennend und spruchreif. — Als Zeitinafz für diesen Unterrichts Gegenstand Bät mm allseitig L bis Stunden wöchentlich für hinreichend. Nm sie nörbigsten, . zu diesem Unterrichte gehörenden Apparate zu beschaffen, empnebll man den Kollegen dahin zu streben, van solche aus Gemejnkemitleli: .'naeickaffl werken. — Schluß der Mcrgennyung. R a ch m: r t o g s I i n u it g. Zn der i'.emiinssion zur Prüfung, eventuell Abänderung der Statnken des Lebrerrereins werden gewählt : Fleischhacker, Schlesinger une Eahn. Dieser ' Eommission wird die auch am Morgen angeregte Frage: .ob Mitglieder, des Vereins nach ihrem Ausscheiden aus der Proving. ibm an'ch neck' lerner angeboren können." zur Bsgnlahkunz zngewiesen Die bereits im vorigen Jahre gewählte Ecm- «ilsion. bebufs Verbe/serungsvorschläge gnr Schnl- und Lynagogenordnnng und dem Seminarwesen, die -sich durch Sommer'? Rücktritt und sonstige Hindernisse inactiv gebalten hotte, wurde auf Fleischhacker ö . Vorschlag, für een ausg^schiedenen Eollezen L. durch Weinberg (Hoya» ergänzt unk durch Strauß (Geestemünde» unk Löwensiein (Gleidingen» verstärkt. Hierauf wurden aus Eabn'S Antrag die übrigen, auf der Tagesordnung stehenden. wissenschaftlichen fragen zurückgeitelli unk ore brennende, sociale Frage rn'S Auge gefaszk: .Wie iss oem drohenden Verfall der jüdischen Elementarschule bei oen veränderten staatlichen Verhältnissen verzubengen?" Hierüber wurde :nersi rer Weiiiberg,che Veitartifel in Rr. 14 des .Zsra-l. Lehrer." worin der Einstuß der Freizügtakeir, der Gewerbe'reibeil und deS Einjäblig - Freiwilligeiidienfle? besprochen' wird, verlesen unk' darauf k-e Debatte eröffnet Die erschütternden Wirkungen oieier Veränderungen mr da? jüdische 'Bolksschulweirn und das ganze «Xemeinde leben überhaupt', wurden allgemeiil anerkannt und beklagt. Der Einjährig-Zreiwilligendiensr raubt uns dir Schüler unk fuhrt sie om Gvmnanen, reip. den Realschulen zu. (Rn gedeihliche? Wirkenwire zur litt ~ Möglichkeit uniero Elementar schüren werden zu Religionejchnlen edgrahirr, >1 öerkla-sen und lokal unmöglich, Elementarschulenwerden im Gegensatz zn bisher zur Ausnahme und .Religionsschulen zur Regel werden ' — Vergeben? siebt man sich oa bisher nach Mitteln zur Äbhülfe um: was sagt uns darüber sie Erfahrung der Anwesenden? Empsiehlt es sich vielleicht, und ist es ausführbar, Sprachen. (Latein,'Englisch, Französisch) und Zeichnen in den Stundenplan mit aufzunebmen? Einige Eollegen reden vor Allem dem Latein das Wort, meinen, dass hauptsächlich der Mangel lateinischer Sprachkenntnisse die Calamitäl geschaffen, da dies vorzugsweise in den Gnmnaiiea und preußischen Realschule» verlangt werke. Also, wie erwirbt man sich Latein? - Schlesinger meint, dasz «ich mit Hüls: des Ortsprevigers wohl Latein neiden lasse. Anoererseits (Weinberg» bestreitet man, daß der Schwerpunkt im Latein liege, und befürchtet, daß bei der jetzigen Pastoralen. Richtung das Betreten dieses Weges sehr in Frage gestellt sei. Frank hält es unter den obwaltenden Verhältnissen für durchaus nctbwendig, daß im Seminar fremde Sprachen als obligatvriicher NnterrichtSzweig eingeführt werden, und hält das energische Sprachen-Itndium der im Amte stehenden Lehrer für das einzige Reltungsmittel. Von anderer Seite wird bei dieser Gelegenheit angeregt, dahin inirzuwirken, daß die Berechtigung der einzelnen Schicken j/PrüfungS-, bzw. Berechtigungsschein» aufgehoben werde, und es ans die Leistungen bei der allgemeinen Prüfung ankomme. Dadurch werde das Vertrauen der Eltern zu uns wieder erstarken, und es viel seltener zum Weggeben der Kinder kom me», wenn die Garantie deö Berechligtseini in Wegfall komme. Hr. vr. Mevcr gibt schließlich anheim, die Sache zu Hause reiflich zu erwägen, Erfahrungen zu sammeln und damit aus der nächstiäbrigen Eonferenz hervorznlreten; dabei aber neben der verschtechlerten, pecuniären Stellung und oor dieser den schädlichen Einfluß dieser Reuernng auf das jüd. religiöse ZUbcn in'S Auge zu fassen. Hiermit wird die Debatte geschlossen. Rack Schluß dieser Verhandlung stellt Eabn den Antrag,,die Tagesorenung für erledigt zu erklären und die noch nnerledigk gebliebenen Dheile derselben aus die Dageeordnung der nächstjährigen Conserenz zu ßellen. Dieser Antrag findet einstimmige Annahme. Hierauf lheilt Hr. l»r. Men.r noch ielgendes von rem, durch adrantheil am Erscheinen verhinderten Hrn. Landesrabbiner Landsberg zu .Hildesheim gestellte Dbema mit, welche? dieser ebenfall? für nächstes Labr zur Behandlung empfehle: .Zn welcher Weise ist der Schaven^ de>- für rie religiöse Entwickelung der Zugend durch da? religiöse Leben im Hause enruebl, durch die Schule wieder gut zu machen?" oder nsiW.Hr. l)r. Mever diese Frage einkleidet: .Wie kann'die indische Schule »ein Mangel an religiösem Leben im Hanse eiirgegenarbeiten?" >)c. Landesrabbiner Landsberg wird auf einflimi'-igem 'Beschluß der Versammelten, .11 Anbetracht lemer