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Der israelitische Lehrer · 1869-05-05 · 18 (5.5.1869) · p. Seite 260

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
18 (5.5.1869)
Date
1869-05-05
Page
Seite 260 (sequence 8)
Language
German
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260 - Tripvli mit den nöthigen Schritten bei der türkischen^ Regierung ru beauftragen, um dem elterlichen Recht« die gebührende Achtung zy verschaffen. I Der Ausschuß zu Galacz gibt Einzelheiten über den Ausüanv vom 3- Oktober, während dessen die Synagogen und Bethäuser geplündert und 36 Israeliten schwer verwundet wurden. Das Schreiben soll den Regierungen Frankreich'-, England'S, Oesterreich'S und Jtalien's mitgetheilt werden. Der Ausschuß zu,Tüuis klag: über mehrere straflos gebliebene Mordthaten, die vor Kurzem gegen Juden verübt wurden; er bittet den Central-Ausscht ß, die Schritte des französischen Herrn ConsulS durch die Consuln der englischen uud italienischen Regierungen unterstützen zu lassen. Der Borstand; schrieb sogleich au Sir Francis Golksmiv und an den Ausschuß zu Florenz, uw zu diesem Ziele zu gelangen. Man beschließt, den Ausschuß zu Tunis zu bitten, in Zukunft genauere Einzelheiten in Bezug ans die Rechssverweigerungen, worüber er sich zu beklagen hätte, mitzutheüen. Dxe Gemeinde zu Hamadan erneuert ih e Klagen über die Lage unserer Glaubensgenossen in Prrs cn. Man beschließt, bei dem persischen Gesandten' in Pa is Schritte zu tbun und der Ausschuß ordnet zu diesem Z« :cfe drei seiner Mitglieder ab. Ein Schreiben von St. Petersburg m.ldct, daß die bei boden Personen gcthanen Schritte und di - Bermiltlung der russischen Regierung für die ohne Wisset der Behörde auS Jloken vertriebenen-jüdischen Bauern bis zu diesem Tage ohne Erfolg geblieben seien. Man h >fft, daß ein Brief unseres Präsidenten an den Minister d« S Innern zur Unterstützung des Ansuchens nützlich sein werde. Dir europäische Gemeinde, die sich soeben! in Smyrna gebildet hat, und welche die Errichtung eines Local-Ausschuffes der Alliance und einer Schule beabsichtigt, bittet um Schritte des Ccntral-Ausschuffes zu dem Zwecke, um den Schutz der französischen Regierung zu er angen. Der ' Ausschuß ist. jedoch der Ansicht, daß diese Bsttc ohne sehr ernste Unzukömmlichkeiten nicht berücksichtigt werden könnte. In der Tbat begegnet die Bildung der neue» Gemeinde keinerlei Schwierigkeit Seitender ottomannisch^n Regierung und der französische Schutz' würde keinen andern Zweck haben, alS ihr eine Art Borrang über die andern Gemeinden zu verschaffen. Die Alliance wird sich daher darauf beschränken , die Errichtung einer europäischen i Schule zu unterstützen und verspricht dem zu Smyrna sich bildenden Ausschuß der Alliance seine Mitwirkung. (Schluß folgt.) -! Offene Lelirerstelle* Für «in iSrael. Institut in Süddeutschland wird ein iSrael. Lehrgehilfe, der sich mit Zeugnissen über Kenninisse in den gewöhnlichen Schulfächern und über untadelhasten Wandel auSweifen kann und musikalisch ist, gesucht. Gehalt bei freier Station 175 fi. Bewerber aus Süd- oder Westdeusschland wollen ihre Meldungen mit Zeugnissen versiegelt unter Chiffre W. P. en die Redaktion ds. Bl. franco rinsenden. Die Lehrer- und Vorbeterstelle zu W.-Selters ist oacant und kann gleich besetzt werden. Reflectirende wollen sich melden. Tobias Rückersberg, Vorstand. HSei der hiesigen israelitischen CultuSgemeinde ist die Stelle eines C a n t o r S sofort zu besetzen. Bedingungen: Musikalische Bildung und Befähigung zur Leitung eines Chors, Gehalt 700 bis 800 Gulden, außerdem Gelegenheit zu großen Nebenverdiensten durch Privat-, Musik- und sonstigen Unterricht. Geeignete Bewerber wollen sich an den Vorstand der iSraelirischen Culti sgemeinde Michael Steiner, wenden, Kaiserslautern, Rheinpfalz, im April 1869. i« An der hiesigen öffentlichen israelitischen Elementarschule soll am 1. October a. c. ein zweiter Lehrer mit einem jährlichen fixen Gehalte von 400 Rthlr. angestellt werden. Bewerber haben sich, außer über ihre Qualisication als- Lehrer auch darüber auLzuweisen, daß sie so viele Fähigkeiten in der Musik besitzen, um einen gemischten Synagogen-Chor leiten und den Cantordienft thrilweise versehen zu können. Portosteie -Meldungen sind baldigst unter Beifügung eines Curriculum vitae an den Unterzeichneten zu richten. Essen, den 25. März 1869. Der Derstand der Synagogen-Gemeinde Essen a. d. Ruhr: Wervtvtvtvcv Wcuvmautv. Verantwortliche Redaktion und Verlag von Joseph Klinarnstrin, Lehrer zu Odernhenn m Rheinhefsen. Für den Buchhandel in L«»«isfi»n bei Oskar Lein« in Lnpzig. — I. GottSleden's Lachdruckerei in Mainz.

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