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Der israelitische Lehrer · 1868-09-23 · 39 (23.9.1868) · p. Seite 215

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
39 (23.9.1868)
Date
1868-09-23
Page
Seite 215 (sequence 7)
Language
German
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215 I gewesen; ihre Köpfe wurden, dem Gebrauche gemäß, abgeschnitten und Iingesalzen) an den Sultan geschickt. Schreiben, die Israeliten 511 Eliten und Be>»ghassy betreffend. T^ipvli, 11>. April istw. Herr Präsident des Central-Ausschusses der Alliance israt'lit« universelle zu Paris. Ich dabe Ihre geehrte „Sutdmtt vom 1*. v. Kits, erhalten, nnd bi» Ihnen »sehr dankbar für die Glückwünsche, welche Sie in Betreu tur gerechten Vösuiig des BorfaUö;n Blite» an mich zu richten die Güte haben. Diese Angelegenbeil bat unsre Anfnierksamkeil um so mebr auf sich gezogen, als es mir am Helgen lag, zu beweisen, daß die Sorge des Sultans sich in gleicher Weife ans alle seine Unlertbanen obne Unterschied der Konfession erstreckt. Ich habe mir vorgenonnnen, bei meiner nächsten Amtsreil'e nach Homs den Plan der neuen Synagoge sesizusiellen und der Grundsteinlegung selbst beiznwobnen. ' - Ich dante Ihne» für den Ureimulb, womit Sie mir die Reelamaiio» der Israeliten in Bengbasy in Belress der Wegnahme eines Tbeils ihres Kirchhofs Seitens eines otlomanifchen llnlerlhanen bekaniil geben. Bereits bade ich die nöibigen Befehle zur Feststellung und Abbiilfe dieser Ungerechtigkeit nach Bengl>asy ergeben lassen. Sobald mir Nachrichten darüber rukommen, werde ich nicht ermangeln, sie Ihnen mitziitheilen. l^enehinigeu Sie, Herr Präsident, die Bersichernng meiner ausgezeichnete» Hochachtung. gez. Ali-Nifa, Sladtbalter der Provinz Trivosi. Schreiben, welches die Begnadigung des Vehlen der;n Saratow Berurtheilren mittheili. Kaiserlich russische (Gesandtschaft. Paris, IV. Juni Herrn Ad. Cri-mienr, Präsidenten des (>enträl- Ausschnfses der Alliaiiee israelite universelle. Mein Herr! Sw baden die Gnade des Kaisers, zu Gunsten des.Hrn- Iankel Inskiewiez, der sich in den l^esängnissen zu Saratow befindet, anzurnfeu die (>siile gehabt. ) , Es gereicht mir znni Bergnügen, Ihnen miizntheile», daß 2r. Kaiserliche Majestät zu befehlen.geruht haben, diesen Mann in ,rreibeil zu sehen nnd ikm zu gestatten, bei seinem Sobiie im (Gouvernement Charkow feine Wohnung-;n nebinen. Dow sollen die persönlichen Neckte, die .Hr. Inskiewie; in Iolge feiner Bernrlheilnng verloren bat. ibm nickt zurückgegeben werden. - Empfangen Sie. mein Herg> die Bersichernng meiner ausgezeichneten Hochacktiing V gez. Tcki 1 ckerin. ->/ Briefe über die vnrck die Alliance gegründe Schule in Jerusalem*. Jerusalem, V. April . An die Herren Glieder des Central-Ausschusses der ■ Alliance isra61ite universelle zu Paris. Meine Herren! Ich habe nur eine Erwiederung aus die so woblwolle» den und gütige» Worte, die Sie a» mich zu ricklen die Güte haben. Alle (Geschäftsträger Frankreick's können nur mit dem lebhaftesten Mitgefühl ein Unternehmen begrüßen, dessen Aweck es ist. die Sittlichkeit der Bevölkerungen zu er höben nnd lehtere ans eine höhere Stufe der Bildung zu erbeben. Der Erfolg dieser Amnengungen wird, namentlich hier im Morgenland, der sei», allefo sehr verschiedene Stämme »nd Eonfessione», wenigstens vom bürgerlichen Standpunkte ans, in eine Gemeinsainkeil der Gesinnmige» zu vereinigen - und io zur Berjüngung und Wiederbelebung tiefes uner meßlichen morgenländischen Reichs beiznlragen. mit Hülfeder (^runksähe der Mildthärigkeir nnd ReligionSfreilleit, von welchen irrantreick nnd die Mebrzabl der europäischen Mächte befeelt sind, - (^rnnksähe. welche audi von der ouoinanischen Herrscherfamilie und von dem gegenwärtigen Statthalter des Landesherr» getbeilt werden. Die Geschäftsträger der kaiserlichen franz. r,cegier»»g ricklen sim,Indem sie so bandeln-, in ibrem Baiebmen nur »ack, den Wünschen ihrer Regierung nnd nach den Gesin mtiigen. welche in Irankreick die unermeßliche Biehrzabl des B'olkes beseelen. Ich habe Ihre Schulen gefeben und Ihre Iöglinge, ' Dant der Irenudlichkeit Ihres Berrrerers, Henri Krieger, rer die Güte gehabt, dieselben in's französische Eousnla: zu führe», geprüft, so daß ick »tick vom Stande ihres Unter rickls selbst überzeugen komile. Man kann mir voller G. recktigkeil sage», daß Herr Krieger, durch das Beriranen, das er einznflößen wußte nnd durck feine große Erfahrung, womit er die lokalen Schwierigkeiten fo geschickt zu überwin den verstand, nächst Ihnen, der wahre (Gründer dieser wol>: lbätige» Schulen ist. Seine gründlicheKenniniß der Vantes und der vorzüglichsten europäische» Sprache» machten ihm wie Erreichung feines schwierigen Aieles leickter als jedem Anker», nnd er ist, in jeder Beziehung, Äbres vollsten Ber irauells würdig. Empsangen Sie, meine Herren, ick bitte Sie, Hebst dem ausrichligste» Ausdruck meiner innige» Tl'eilnalmie. an dem Werke der Bildung, das Sie nnternoninien und das in diesem Lande bereits so glückliche Erfolge erzielt bar, auch die Bersichernng der moralischen Unlerstüvnug, welche, wir dem selbe» stets widmen werden, io wie die meiner ackiungs vollsten Ergebenheit. gez. Edinnnd v. Barr-'-re, franz. Eonfnl. *) Tas Schrecken des vrn. ('ieueralgouverneur Nahe P-'cha daselbst ist bereits in Nr. 27 abgetrucki.

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