Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 28 (13.7.1865)
- Date
- 1865-07-13
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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dasselbe Schulblan hieter in den Hxn. 5 und 6 von diesem Jahre eine ausführliche Besprechung des-Katechismus von einem israelitischen Schulmanne. der wir kürzlich Folgendes entnehmen: „Die Anlage des Löwenheim'schen Katechismus ist einfach und klar, die Antworten bündig und treffend, und die Sprache dem kindlichen Geiste angemessen. - Das Lnch zerfällt in 7 Kapitel. I. Kap.: Gott, unser Herr und Vater. 2. Kap.: Der Mensch, Gottes Ebenbild. 3. Kap.: Die Religion, Gott?s Bündnix. 4. Kap.: Die gcofsenbarte s'ehre, Gottes Wort. 5. Kap.: Tie Pflichten, Gottes Gebote. 6. Kap.: Die Heiligungsmittcl, Gottesdienst. 7. Kap.: Unsere Zukunft, Gottes Verheißung. I» diesen 7 Kapiteln wird hie Hesämmre Rcligiouslchre, überall'vom Sckriflworte ausgehend und an dasselbe ankuüpfend, abgehandelk. Bei den Beweisen für das Dasein Gottes ist der Vers, knrz, und wir billigen dieses, denn das Dasein Gottes beweisen wollen, heißt das Dafeui Gbttes leugnen. Die gesaniintc Pslichtenlehre wird ans dem Decalog abge leitet. Dem Ceremouiatgescye, das nun einmal im Hanse »ud t'cbe» des Israeliten viel an Geltung verloren, wird mit Recht nur ein bescheidenes Plätzchen eingeräumt, denn es heißt die kindliche Seele in Collision bringen, wenn die Ceremonien, die das Haus längst über Bord geworfen, in der Schule in weitester Ausdehnung gelehrt werden. Bei fällig haben wir auch bemerkt, daß nur'die vornehmsten s'chr- und Glaubenssätze und Bibelstcllcn wörtlich eingepräat werden sollen. Hiermit werden freilich diejenigen isr. Schnlvisitatoren, die bei den Schulprüsnngen im Katechismus wie in einer Mustcrkarte blättern und bald diese, bald jene Frage an die Schüler richten und die Antworten wörtlich herleicrn lasten, nicht^ einverstanden sein, aber für diese hak auch der Vers, sein Buch nicht geschrieben, sondern für praktische denkende . Schulmänner. ' Wir empfehlen daher diesen Katechismus unfern isr. Amisbrüdern recht warm und wünschen ihm eine recht weite Verbreitung. Das erste Heft der „Reform" vom Dberschulrath L),-. l'auckhard bietet von einem israelitischen Lchulmanne folgende Recension: „Wenn wir gleich über einen Mangel . an jüdischen Religionsbüchern uns nicht beklagen können, , so begrüßen wir doch vorstehendes Werkchen sreudigsl. Viele der bisjetzt ' erschienenen ähnlichen Werke sind mehr vom philosophischen, als vom pädagogischen Standpunkte aufgefaßt und ausgearbeiket, können nicht de» Anspruch auf den Titel eines guten Lehrbuches mache». Hier haben wir aber ein gediegenes Schulbuch vor uns. Heroorgegangen ans der Feder einesanerkannt tüchtige» berufSeifrige» Schulmannes, wird jeder vornrtheilsfreie, ^-unpartheiische s'eser es anerkennen müsse», daß er nicht ein flüchtiges Machwerk, sondern ein wohldurchdachtes, nach pädagogischen Grundsätzen geordnetes s'ehrbuck vor sich habe. Tie Sprache ist eine leichte, gefällige, das kindliche Gefühl anregende. Dre Eintheilung des'zu behandelnden Vehrstofies in sieben Kapitel, eine den Entwicklungsgang dieses Unrerrichkszweigs förderride. ■ Wenn wir auch einzelne Antworten, namentlich im fünften Kapitel etwas kürzer gefaßt und die reiche Auswahl der sehr "Passenden bcblischen Eitate auch in der Ursprache beigeseyk wünschten, so wird hierdurch der Werth dieses Büchleins ' nicht beeiuträchligt. Wir könne» uns daher dein günstige» Urlheile, welches dieses Werkchen schon in mehreren wffentlichen Blätter» gesunde» hal, ans vollem Herzen anschlicßen, und demselben eine reckt große Würdigung und Verbreitung wünsche,',. Der Verfasser hak sich den Dank aller wohlgesinnten israelitische» kehrer und Vedranstalreu verdient und läßt sich erwarten, daß .dasselbe Geuieingnt vieler derselben werde. Möchte dasselbe auch in christlichen .Preisen dazu beilrage», die oft entgegeugesteUken Ansichten und Begriffe über Fndenlhlim und dessen Bekenner z» klären-' ' '. . ' Ein israelitischer s'ehrer." Hiugesehen aus die vorstehenden, so Überaus günstigen Beurkheilungen, ist die Unterzeichnete Hofbuchhandlung gern bereit, durch Bewilligung von Freieremplaren an arme Schüler die Einführung des Buches zu fordern. Dasselbe kann durch jede Buchhandlung bezogen werden. ' Ioh. Fr. Baerecke's Hof-Buchhandlung in Cifenach. Deimar. — .(-«.f-Bucbrruckero.