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Der israelitische Lehrer · 1865-03-09 · 10 (9.3.1865) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
5 (1865)
Issue
10 (9.3.1865)
Date
1865-03-09
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I Der Isrsemiseke Ae Zei es tschrift für dlie gesammten Jnteref en des israelitischen Lehrerstan ie mid zugleich Organ für den Bereis zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Hehrer, Hel^ror- Wittwen und -23aiseu in Deutschland. i\nr. * l! N°. 1« Mainz, den )s März 18Ü5. (] ‘unfter Jahrgang.) Wöckkntllck 1 Nummer. Vierteljährlick er Abonnement<>preis 27 kr. nier Anzeigen zu 1 »Ai Lhlr. Bei frankirter Zusendung u Sgr. die Petitzeil». Bestellungen nebmen ,ille Postämter und Buchhandtu Kreuzband jährlich 2 st. 12 kr. ngen an.! Aaron Hilberth, Schullehrer und Voriäng rt in Niederstetten, ein erbe»8- und Charakterbild. entworfen Alerander A \ on i lsätzer. (Schluß ) t- Wegen eines Hahns und eines Huhns ist die;we grüßte Stadt Judäas untergegang n; wegen einer Haphto cä ist Niederstetten fast in Trümmrr gerathen. Die jung:« Bachurim trugen mit bedeutend,m Pathos.die Haphto:« ,vor, sie verstanden die geheimen B 'deutun^en der Sephirotj, ein nicht gehörig ausgesprochenes Waw konnte einen Match- Ion oder irgend einen der großen oder kleinen Geister transcenventalen Welt beleidigen, und darum ließen sie sich Leit zum Vortrag der Haphtora. Was weiß aber die mo oerne Welt von der Geheimlehre; die Krämer und Bäck r,; die Talgsieder und andere profanst Menschen, die wist:n nicht, daß von dem längeren oder kürzeren Vortrag einer Haphtora das Geschick jetziger und kommender Geschlechter abhängt. Es war an einem Fest l Vorabend, die Mizwcth , wurden verkauft; nicht nur die Börse hat ihre Sensale; ein Agent wurde beauftragt, die Haphtora für einen Anhänger der Modernen zu kaufen; Mein dieser wurde sein m , Mandanten untreu und am Festtage wollte einer der Buc p . Arm sich auf den Almemor begeben um die Haphtora zu j recitiren. Was geschah? — Ein Unberufener, ein Modern?r, lief ihm den Rang ab und sprach 1 >or der geöffneten Tv ä- Iiolle die Benediktion. Jetzt entstcnd ein Hader; die ()eweindeglieder nahmen Parthei für und wieder, der Gottes- ' dienst wurde gestört, unterbrochen,!die Sache vors Gericht 1 gebracht und Einige mußten auf der Zeftung ihrem Haphtosta- Iiaub büßen. Die Sache ist nicht Scherz, sie ist gerichtlich tonstatirt. Die Haphtora wurde de: Zankapfel in der Gemeinde. Und der Preßburger Bach tr, um den der Streit «itbrannte, ist jetzt ein Epinozist, de: nun mit dem gleichen Eifer für die Skeptik kämpft, wie lormals für den Sckhar «nd den Minhagl Alles hat seine Zeit! Unter solchen Umständen war es für Hilberth schwer den Mittelweg zu betreten, a!«r er fand ihn und ließ sich nicht in den Partheienkampf 1 eifern, den er nicht hindern konnte. Beide Seiten mußten ihm Achtung zollen, wie er der Wahrheit vor Allem die Ehre gab. Die Partheifn aber werden erkennen, daß cm rin 7 eine größere Kalamität ist, als ob eine Haphtora schnell oder langsam recitirt wird und mit dieser Ansicht wird fei »ft der Bar K 0 chda *) einsrimmen, um den der Haphtor »-Krieg entbrannt ist:. Hilberth setzte es sich zur Aufgabe, allenthc lE^n oör zu verbreiten und 1011 |U üben. Ihm verdankt die Gemeinde die Umgebung de» Begräbnißstätte niit einer Mauer. Die öffentliche Armen iflege stand unter seiner Obhut und die »fr. Gememdepstege wurde »hm ilberi rügen, der im Kleinen, die im Großen p »j war. Widmete er sich so den Zr recken der rettenden Menschem liebe, so war es auch die unv«rnünstige, seufzende Ereatur, die seine Thätigkeit in Anspruch nahm. Er war la rgjährigeS, Mitglied des Königl. Bayrischen Thierschutzverein i und erhielt im Januar 1664 eine Pi eisrnedaille mit einem ehrenden Schreiben des Königlichen Prinzen Adalbert von Bayern. Auch dem württl mbergischen Thier chutzverein war er beigetreten. Wenn sein strebsamer Geist, sein für alles Gute empfängliches Gemüth und sein frommer Sinn nie müde wurden in weiteren und engeren! Kreisen zu wirken und zu schäften, so war es doch der stille Kreis seiner Familie, in dessen SJlUtfr er sich am glücklichsten fühlte. Gleich bei seiner Verehelichung übernahin er die Knaben aus der ersten Ehe se brauchbaren Riemchen, die siä auf der westlichen Halbkugel schon eigene Heerde gegründet gleiche Liebe und Dankbarkeit früh verloren, bewahren. Sie künde des- Todes ihres zwei schafft, um zwei Schwestern aterpsiichten über die „drei" ner Gattin. Er erzog sie zu bei den Brüdern nun eine zneile Heimath gesunden haben. *) Stern h>ißi »mir d»r Radi haben und dem zweiten Vater wie ihrem ersten, den sie sü haben gleich nach der Traueren Vaters die Mittel beigezu sich kommen zu lasten, die inatvkandwol,:,. I 1

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