Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 23 (9.6.1864)
- Date
- 1864-06-09
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Wöchentlich 1 Nummer Bierteljäbrlicher Aden nementspreis i Tl'lr — 27 kr. Bei krankir ter Zusendung untr' Kreuzband jährlich 2 fl. 12 kr. Bestellungen nebmei. alle Postämter und Buchhandlungen o.n.1 X e r tlnzeigen z» 1 ~«t. die Pc^izeilk. Einsenrultgen entweder direkt an den vcrantrvortlikben Redakteur oder an rie Berlagsbandlung. Organ für die Schule, die Familie und das Gemeindeleben des Zudcntlmms. Herausgegeben von Z. Klingenstein, Igna; Lehmann und 21. Treu. N°. «« Mainz, den 9. Juni 1864- - (Vierter Jahrgang'.) Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger isr. Lehrer, Lehrer-Wittwen und Waisen in Deutschland. Zur Regelung unserer Angelegenheiten ist es dringend geboten, Folgendes festzusetzen: , 1) Diejenigen Herren, welche das prov. Hauptcomitö mit der Bildung vln Bezirkscomite's betraut hat, werden gebeten, ihre desfailsigen Entschließungen uns höchstens bis zum 2<i. Juni zukommcn zu lassen, andernfalls. mir die Uebernahme, dieses Postens als von diesen abgelehnt betrachten, und andere Herren darumbitten müssen. Herren, welchen bisher in ihrem Kreise r Bildung von Bezirkscomite's bekannt 2) Diejenigen noch nichts von dl geworden, und wc che selbst ein solches Amt übemehmen wollen, wollen un^ ebenfalls iil kürzester Frest hievoil Anzeige machen. 3) Tie Herrest Mitglieder der bereits gebildeten Bezirkscomits's wollcr gütigst alsbald die in ihrem Kreise wohnenden Lehrer auffordern, ihre Annicldungen längstens bis zum 15. Juli an diese (die Mitglieder des Comits's) abzugeben, und di^se dann bis zum l. August längstens und zwar zur Ersparung unnöthiger Poitis aus einmal an uns einzuieyden. diejenigen Anmeldungen, iwelche nicht längstens bis dahin bei uns eintreffen, können i eventuell in diesem Jahre nicht mehr berücksichtigt werden, und so wie wir einestheils nicht dafür einstehcn, daß solchen nock Jahrbücher verabfolgt werden können, da fürs erste Jahr i ur eine gemeffene Zahl gedruckt werden soll, so ist es andrerseits selbstverständlich, daß Diejenigen, deren Namen nicht uns bis dahin mitgetheill und int Jahrbuche ausgenpmmen sind, zu Nachzahlung aufgefordert werden können. 4) Jedenfalls bitten wir die Herren Präsidenten der Bezirkscomitös höchstens bis zum 1. August eine ausführliche Liste der Mitglieder, Spenden und Subskriptionen in ihrem Kreise an uns einzusenden, und zugleich ein womöglich an der Bahn wohnendes Mitglieh^drs Co^ mite's zu bezeichnen, an welches wir die Bücher einsenden können. Ueber die Einziehung der Gelder werden wir bis zur Versendungszeit weitere Ordre geben. 5) Genauere Instruktionen für die Bezirkscomite's -1--- werden wir später veröffentlichen.*) Bis dahin wollen die Herren Präsidenten und Mitglieder der Comites nach Möglichkeit die Interessen des Vereins wahren, ihre Thätigkeit soweit ihnen möglick, ist, ausdehmn, und mit ganzer Kraft an der Heranziehung und Betheiligung aller in'ihrem Bezirke wohnenden Lehrer arbeite», was sowohl durch Versammlungen, persönliche Besprechungen, als auch verniittelst Briese unter Beilegung der Statuten, Ausrufe x. geschehen kann. \ i Odernheinr, den 29. Mai. Für d. prov. Hauptcomite. Der Geschäftsführer: I. Klingcnstrin. Nicderbcugcn und .Heben. (Schluß.) Wieder also begegnen uns Mächte genug, die wohl ini Stande sind, uns niederzubcugen. Und doch niüffen wir wieder hinauf; denn nur ausrecht leisten wir etwas Tüchtiges; ja der Erzieher von rechtem Schrot und Korn befindet sich fast immer in einer gehobenen Stimmung. Die Hebel .für uns selbst liegen in der Freude, die uns die tüchtigen Schüler bereiten, deren Zahl ja gottlob noch immer die Zahl der Untüchtigen zu übertreffen pflegt, liegen in dem Bewußtsein, tagtäglich unsere Schuldigkeit gethan zu haben, in der Gewißheit steten eigenen Foitschritts in Betreff der Lehrkunst und endlich in denk Genuß, den eine einzige wohlgelungene Stunde! gemährt. Dieser Genuß wiegt in der Thal viel Trübes aus; ja er Hilst uns über die Misere des iäglicken Lebens! am leichtesten hinweg.. Wer sich ihn am häufigsten zu verschaffen vermag, olne dabei ein eitler und selbstgerechter Narr zu sein, der ist der Beste! Entschieden am aufregendsten und aufreibendsten ist diejenige Thätigkeit unseres Berufs, welche man Vorzugs-; weise als die erziehliche zu bezeichnen pflegt. Cie wäre unendlich viel leichter, wenn wir den jungen Menschen von vornherein in unserer Hand hätten und bei den Eintreten- •) Die geeilten Herren, die um schriftliche Instruktionen gebeten baden, bitten wir um Entschuldigung, wenn dies di-her nicht gesäehcn konnte. Es ist uns rein unmöglich, tie Lorrespondenz in solchem Maaße auSzudehnen, als dann «klbig wäre.