Joseph
- Journal
- Joseph
- Volume
- 1 (1879)
- Issue
- 24 (30.12.1879)
- Date
- 1879-12-30
- Page
- Seite 376 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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»74< bestimmt zu fei«. Möchtet ihr hoch lieber für euer ewiges Lebe» besorgt fei«; was kümmert euch das Los« eurer Nachkommen auf Erden? Wird denn die Menschheit nie ihre Bestimmung für den Himmel erkennen?" Um diesen Gedanken noch weiter nachzuhängen, setzte sich Rabbi Ehonia an einer schattigen Stelle nieder, und well er vom Gauge ermüdet war. entschlief er sanft. Die Nacht rückt heran und vollendet ihren Lauf, um dem rosigen Tage zu weichen. Diesem Tage folg» wieder die Nacht und noch Hunderte und aber Hunderte von Tagen und Nächten wechseln mit einander ohne den Schläfer zu erwecken. Durch ein Wunder umschließt ihn eiu kreis von Steinen, die von wildem Gestrüpp überwuchert sind, so daß er verborgen liegt wie im Grabe. Jahre vergehen, die Geschlechter der Menschen wechseln und folgen einander, aber der Schläfer erwachet nimmer. Endlich nach siebeuzig Jahren verschwindet da» steinerne Grad, die" Strahlen der Mittagssonne berühren de« Verschollenen und er erwacht. .Es war doch noch nicht Abend al« ich einschlies und nun bin ich erst erwacht, da die Sonne schon wieder am höchsten steht — wa« habe ich sür einen langen Schlaf gethan! Er erhebt sich, geht verwirrt vorwärts, an die Stelle, an der er den Greis getroffen — findet aber am Platze des gestern gepflanzten Bäumchens einen großen ckächtigen Bau» und unter demselben statt de« Greise« einen «naben der von den Früchten de« Baumes aß. .Sind", redet dn Rabbi de« «nabe, a«. .wer ha» den Bau» gepflanzt?" .Ich sicherlich nicht", antwortete der Knabe, ihr wisset doch wohl, wie viele Jahre erforderlich find, bis solch rin Baum Früchte dringt. Mein Barer erzählte mir, daß «ei» Großvater den Baum einst gepflanzt haben soll." .Lein Großvater!" wiederholte Ehonia bei sich, .sein Groß, vater! Und doch kan» ich «ich nicht tüusche«; es ist derselbe Ort -- o mein Go«, so Hütte ich fiebenzig Jahre geschlafen." Dieser furchtbare Gedanke versetzte ihn in Re höchste Unruhe, er will seine Schritte der Stadt zulenkrn. aber — er kann de» Pfad nicht mehr finden. Bünme. Wege. Gebäude — Alles steht ander« aus. Alle», was sich vor ihm befindet ist ne». Die 1