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Joseph · 1879-05-30 · 10 (30.5.1879) · p. Seite 149

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Journal
Joseph
Volume
1 (1879)
Issue
10 (30.5.1879)
Date
1879-05-30
Page
Seite 149 (sequence 3)
Language
German
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s. ' 1. sorgt „iw selbn der Arid könnt, »im nicht der kleinften Veruntreuung. de» n»l»edenteiiditeii Fehl« zeihen. Sein Aame »>ar ge achtel. wie der^eine» echte» Biedermann««, und seine tblauden» geiioisen piiesen ihn al» den Wohlthäter seine« Ltainme», denn wir ,r ein trr»kr Verwalter de« fremden Ülut» war, so zeigt« er sich auch als unerschrockenen der Iiitrressen seuvr Mi» brüder mW überall, wo er Mele»ze„heit fand, war er «aftlo» be> müht. d«,v zu verbesiern, wa» jesuitischer Fanatibmu» und übel ven'landene Ansicht d^ in dumpfen Aberglauben versunkenen Pb bel» vom Rechte der herrschenden Kirche in den jüdischen Ange legenheiten so arg »'erschlimmert halten. Es nmr am Sabbath; festliche Düste durchzogen den Saal de« alten Hause«, in dem eine innig vergnügte Familie versa« melt war. Ans dem prächtigen brokatnen Loph« ruhte der Herr de« Hause« und nm ihn her waren die Frau, die hatd erduldende Tochter und der Lohn, ein kräftiger Jüngling. geschaaN; «in ttnabe von ungefähr zehn Jahren hatte sich an den li<a»er geschmiegt. „thenug vom Law'schen Unwesen!" sagt« tt»quiro« ties aus» seuszend „genug davon, meine Kinder. Ter Laddath ist »u schön, als daß wir ihn un« durch solche trübe <»l«sprüche verbittern sollten. lieber tsmanuel, Tu weißt doch noch die lileschichte au» dem Talmud, die Tir Tein Bruder vergangxne Woche ekzählte?" „Ja gewiß, so etwa» vergißt man nicht. Ach, e« war doch schön von der Frau de» Aabbi. daß sie ihren Schmerz so lange bekämpfte und dem 1t<,ter erst beim Au»gang de« Latchath« den Tod seiner Löhne hinterbrachte. Ich hält'« nicht so lange aubgebalten" „Aber Tein Bruder gewiß, nicht wahr vrnpmink" / „Möge der Herr e» nie an mir erproben, tdeurer Vater. Wohl glaube ich. ein würdiger Lohn Israel» zu sein, und «eine Schultern sind bereit, da« zu ertragen, wa« der Herr ihnen auf. erirgt, aber wenn e« vereinbar mit seinem hohen Wihen, so Halde er jede Trübsal von mir sern!" „Amen!" sagte di« Tochter, und rin leiser Seufzer entrang sich ihrer Brust. I

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