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Joseph · 1879-03-30 · 6 (30.3.1879) · p. Seite 92

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Joseph
Volume
1 (1879)
Issue
6 (30.3.1879)
Date
1879-03-30
Page
Seite 92 (sequence 10)
Language
German
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—«^r 9" fremden Mitteln beschatt wurde, und auch gewiß nicht, dost die« ein r.'iebe»werk de» g?»Uel sei, oder wie konnte er atmen, daß in der Knecht»kleidung feine» Vorläufer» Hillel der ,rürft selbst sich besäirde! 7o stellte der edle Mann, der gegen jedermann btichelden und anipmäislo« ivar, an sich und an feine Pflichten die höchsten Ansorderungen und Ansprüche, »leine Mißachtung seiner eigenen Perion lind 'Hürde verniochte den d»scheidtnen und i'anft niuthigen Mann;un> ^orue zu reizen i dagegen hatte er die zar teste l5»ips»ivu»a «nr dit persönliche Hürde Anderer. lflnst gingen znel Männer um einen sehr hohen Preis eine Wette ein. 7er tnnc behauptete, das? der bescheidene Hillel durch — nictt» zui» ^orne zu reizen se». der Andere wollte die» durch ülmr an» grobe »xrionliche Perletzung dennoch zu Stande zu dringe». Aach Abschluß der Helle begab sich der letztere vor die Hohnung de» Hillel a» kiiiem Freitag Aachinittag. at» dieser in der Port* reitung aus den Labbalh gerade mit Haichung beschäftigt war. Al» ob einm» besonder» 'Wichtige» vorgesallen wäre, schrie er, und zwar vli^k die übliche Titulatur. „Hillel da! Hillel da!" 7er .eürit umrs schnell seine» Mantel um, eilte lnnau» und sprach: „Mein ^ohn. nm» baß 7» 7er Mann stellte irgend eine gleich»,llige Urage, die vil-el i'anst »nd sachgemäß l-eantworlele. Mehrere Male störte deiielbe de» bürsten in seinen Haichungen ui gleich unperschainter Hei'e. indem er jede» Mal irgend eme alkichgilrige ,erage stellte, wie Hanun habe» die Palmorenser kleine Schlitz«,ugen' oder: Harum dabe» d»e Afrikaner Plattfüße < u. d^rgl. . . .Killet batte at>er stets dasselbe sanfte Entgegenkoin men und die immer entsprechende Antwort. Al» nun Aste« verael-en» war. machte der Mann »och seine» testen Perjuck und iprack zu villel: „,>ch liätle noch Mehrere»?» fragen, allein ich fürchte, 7>ch zu erzürnen." villel letzte sich »nd sprach. „!rrage nur."?ee»ei antwortete: ,.7u bist v>llel. möge e» doch 7eii.esaleichen »>cht viele gel-en!" Al» Hillel aber auch diesem fluche nur Mit einem sanfte» „Harum denn, mein Lohn?" begegnete., so möchte der Man» sei» t^estandniß. daß er durch lh» eine Helle »nd eine große 7unn»e verloren habe. Mit Aechl wird daher v>Uel derxlrürst al» da» Muster eine» anspruet^losen. aenügiainen, sanften und bescheidenen Ldaraktrr» gepnese». Hir schließen daher auch unsere heutige 7arstellung in» der i.'edre, welche der Talmud a» dre letzte ^rzüdlung knüpst . ,„7tet» bestrebe »ch der Mensch, so bescheiden wie Hillel zu sein." _ »r. l»»ch»t»tee. -ir I>e»?»b«» ValdSkL».

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