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Joseph · 1879-03-15 · 5 (15.3.1879) · p. Seite 78

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Journal
Joseph
Volume
1 (1879)
Issue
5 (15.3.1879)
Date
1879-03-15
Page
Seite 78 (sequence 12)
Language
German
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l arm war . beide Bruder waren aber zu stolz und zu ehrenhaft, um ihre Roth eurem Ander»» zu klaren oder »in Almosen anuuithme». Hillel mustte alio auch ielbst für sein Auskommen elwas thun und er wurde Tagelöhner <2e»n Perdienst n>ar gering, sein tägliärer Lohn betmg rin Tropaikon Pf. Bon diesem geringen Erwerb muhte er noch die Halste, wie jeder Lchüler, z»>r Bestreitung der »tosten de« Lehrtmuse«. allabendlich als Einlastgeld dem Psdrtner de» Lehr baust» bezahlen. Lo ail-eitete Hillel al» Tagelöhner steistig am Tage und stud»rte steistig de» Pacht», aber immer unter großen Entbehrungen, Lo »»ergingen viele .^abre, ohne d»,st Hillel von .Vmanvem genau gekannt wurde. Leine Mitschüler beachteten kaum de» armen Tagelöhner, der allabendlich pünktlich i» die Halle de» Leblbaujea e»»ira>. aber dort stet» schüchtern und scheu vor alle Andern nirücklrat; und auch seine weisen Lehrer hatten keine Ahnung von dem großen Lckmb de» Wissen», den dieser ausinerksnine. aber schirvigiam deicheiöeue Lchüler in seinem Innern aufgebanN hatte. Pur einmal lenkte er gegen seinen Willen die Aufmerksamkeit de» ganzen Lehrhausc» aus sich. E» war an einem Labhalhmorgen rm Winter Hillel hatte am Tage vorher, am .rrertag, keine Arbeit gesunden oder diuch einen anderen t^rund nuht» verdienen können, und war daher nicht im Ltande, dein Pförtner de« Lehrhauie» da» Eintrittsgeld z» zahle». Ten Hunger hatte Hillel m»t t»'>le»ch»iuth ertragen. Aber da» Fernbleiben vom Lehrlmuie ivar ihm unerträglich. Hatte er seine Aoth den edlen Lehrer» und seinen Mitschülern mitgttheilt, so hatte man ihm gewiß ^holten. al>er d>l» tbat Hillel nicht, weil er keine Al mose» annehaitn wollte. A!» e» duiikel wurde, erstieg Hillel ein platte» Tach neben einem Kenner ves-Lehrlwuieo. von wo er die Worte de» Borlragenden aut vernehmen kounte. ,^n seinem Eifer l-eachiete er toui» die Külte der Winiernacht. »och de» Lchnee. der aus ili» nel. bi» er 'chliestlich vor Kalte erstarrte und von Lchnee >ianz euigelinUt n>ar Am Morgen bemerkte man die regnng-losr iusa,inneng,ta»ei«e t^enall. ivelche de» Einlrilt de» Lichte» durch da» .ernster binderte. H>ll»l wurde herunlergebracht und an eine»! tioh de» Lalchatb» rasch angezundetem .ecuer eril>at»>t uiid wieder zum Let>e» gebracht. Dadurch wiirde Hillel erst allgemein lwkannt. Bald daraus kehrte er m ieni, babutonisch» Heiinath zurück ab»r da» Bertangen nach dem.rrgeren »ielftigeu und religiösen Lel-eu .'»erusalem» biachte ihn spater wieder dal»» zurück. Um diele seit standen die „Lohne Batinrar" an der Lpihe d,-» Lehrdauie» und de» Snnedrium». Ta kan» einst eine wichtige Ltreittrage »ur ^>»rbandliing. Kerner von den «belehrten wußte eine Auskunft, aber auch die Häupter, di« „Ldhue-Batsvra» ' waren latlito» Ta trat ezidlich Hillel aus und brachte die Ver

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