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Herzl-Bund-Blätter · 1918-12-01 · 40 (Dezember 1918) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1918
Issue
40 (Dezember 1918)
Date
1918-12-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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615 Ein Arbeitsplan für den Herzl-Bund. Die Notwendigkeit eines Arbeitsplanes für den H.-B. erscheint mir durch die verschiedensten Gründe erwiesen. Für mich gilt die augenblickliche Situation des Zionismus als der wichtigste. IX-nn sie erfordert ein sofortiges Einsetzen der Arbeit in allen Organisation unmittelbar nach dem Frieden. Dam aber müssen rechtzeitig die nötigen Grundlagen geschaffen werden, die vielen technischen Einzelheiten der Arbeit festgelegt sein. I>ie Diskussion hat jetzt stattzufinden soweit überhaupt noch zu diskutiren ist. Im wesentlichen wird es sich um Ergänzungen und Erweiterungen handeln, über die ich insbesondere von Mitgliedern der Provinzklubs Aeußerungcn erwarte. IX-nn die Verscliicdonheit, mit der in den einzelnen Clubs des H.-B. bisher tatsachlich gearbeitet wurde, ist von Uebel. Wenn der Zusammenschluß in Halberstadt einen Sinn hatte, und er hatte einen und hat ihn heute noch, dann muH in allen H.-C. einheitlich gearbeitet werden. Das muß auch heute schon für die vielen Neugründungen, die wir vorhaben, von vornherein festgelegt werden. Was in diesem Arbeitsplan gesagt w erden kann und versucht ist, in ein System zu bringen, ist natürlich nur der „Unterricht", also Kurse, Vorträge usw. Doch auch der Unterricht soll nicht tot sein, etwa nur aus bloßen Referaten bestehen. Er soll erzieherisch wirken und damit eine Ergänzung der großen inoffiziellen, nicht so greifbaren Arbeit unseres Bundes, der eigentlichen Arbeit der Gemeinschaft sein, über deren geistige Grund, lagen ich in anderen Zusammenhang schrieb. Wie bereits in einem früheren Aufsatz nehme ich bei dem ganzen Entwurf den Berliner H.-C. als Musterbeispiel. Die Provinzclubs werden sich analog dem Berliner H.-C. entwickeln müssen und in den gegebenen Proportionen gleiche Arbeit leisten. Berlin fällt hiermit eine besondere Aufgabe im Bunde zu. Wir werden dort unmittelbar nach dem Frieden etwa 100 H.-C.er haben. Die Aelteren hiervon werden in dem Altherrenclub zusammengeschlossen, die Jüngeren bilden den eigentlichen H.-C. Berlin. Ich verteile sie auf drei H.-C., die organisatorisch ein (ian/es bilden und einen gemeinsamen Vorstand haben. Gemeinsam sind auch alle größeren Vorträge, Feiern, Feste usw., gemeinsam sind alle Abende, die außerhalb der hier vorgeschlagenen Kurse von den Bundesbrüdern selbst eingerichtet •werden. (Literarische, musikalische, volkswirtschaftliche Abende usw.) Der H.-C. I umfaßt die ganz Jungen, neu zu uns kommenden, Lehrlinge, junge Menschen von 17—20 Jahren. Er bildet im Aus. biklungsplan die Unterstufe. Die in ihm zu haltenden Kurse sind: Wintersemester (20 Abende): Jüdische (ieschichte Sommersemester (15 Abende): Theorie der Judenfrage.

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