Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1917
- Issue
- 36 (Juli 1917)
- Date
- 1917-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/4895413-5934809-5934916--464-4895848- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Zum 20. Tammus Als beim Ausgang des 1<J. Jahrhunderts in Wenigen das Zionsgefühl erwachte, welches in uns, der Masse, noch ruhte, hatte» sie das Sehnen, doch sahen sie nicht das Ziel, nicht den Weg. Da stand der eine auf, der im (iciste, die Zeiten überwindend^ das Ziel scharf umrissen sah, und sagte: das ist der Weg. Und die Wenigen scharrten sich um ihn und kündeten uns sein Wort, zeigten uns Weg und Ziel. Und wir machten uns auf. Die Wirklichkeit war an den einzelnen Stellen 'des Wege» anders, wir mußten umlernen, umdenken, uns begrenzen. Aber das Ziel blieb. Der Führer ist 9dion lange tot, doch das Ziel, welches er uns wies, wird immer mehr Wirklichkeit, immer klarer «iik! schärfer. Das Wort, das er uns im Anfang zurief, es ist unser Wegweiser: „Wenn Ihr wollt, so ist es kein Märchen!" Wenn wir wollen, ist es kein Märchen. Wir sind das zweite Geschlecht in unserer Bewegung. Was die Aelteren sich durch logische Beweise und liebe riegungen konstruieren mußten, in uns ist es Leben, reines Leben geworden. Wir Vollen nicht, weil es eine äußere Notwendigkeit ist, welche sich aus einer Folge von Gedanken ergeben hat, wir wollen unser Leben verwirklichen. Das ist der Dank dem toten Führer: Wir wollen und es ist kein Märchen!