Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1917
- Issue
- 35 (Apri 1917)
- Date
- 1917-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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418 Jahresabschluss. Durch die lange Dauer des Krieges wird die finanzielle Durchhaltung unseres Bundes immer schwieriger. Beiträge sind nur von Berlin, Breslau und Halberstadt regelmäßig abgeführt worden. Gegen das Vorjahr wurden höhere Spenden nur von Berliner und Breslauer Bundesbrüdern geleistet, während die Spenden der übrigen Bbr. Bbr. ziemlich stark zurückgegangen sind. Gegen das Ende des Jahres sahen wir uns gezwungen zum ersten Male während des Krieges mit einer Geldforderung an die Bundesbrüder im Felde heranzutreten. Diese Umlage ergab M. 239.— von 47 Bundesbrüdern. Von dem Betrage verwandten wir M. 139.— für den H.-B.-Fond und je M. 50.— für unseren Hilfsfond und das Palästina-Hilfswerk. Der Zweck der Umlage, für einen größeren Zeitraum einen Fond zur Bestreitung der laufenden Ausgaben zu schaffen, ist nicht erreicht worden, und es wird sich darum nicht vermeiden lassen, im Laufe des Jahres mit einer neuen Umlage an die Bundesbrüder heranzutreten. Die Notwendigkeit und die Wichtigkeit unseres Hilfsfonds zur Unterstützung von Bundesbrüdern und deren Angehörige wird offenbar noch nicht von allen Bundesbrüdern richtig eingeschätzt. Mit den uns zur Verfügung gestellten Mitteln konnten wir zwar allen Forderungen genügen, aber es gelang uns nicht einen Fond zu sammeln, um bei Beendigung des Krieges den dann zweifellos an uns herantretenden größeren Aufgaben gerüstet gegenüber zu stehen. Für das Palästina - Hilfswerk konnten monatlich nur noch M. 30.— abgeführt werden, während wir im Vorjahre durchschnittlich M. 50.— monatlich zahlen konnten. Einen Betrag von M. 30.— haben wir dem E. A. C. für den „Mischmar" monatlich garantiert und regelmäßig gezahlt. Auch an dieser Stelle muß die Forderung erhoben werden, daß jeder Bundesbruder, der irgendwie dazu in der Lage ist, uns Spenden und möglichst regelmäßige Monatsbeiträge zukommen läßt. Es wird sich nur so ermöglichen lassen unseren Bund weiter arbeitsfähig zu erhalten und unsere Verpflichtungen der Zionistischen Organisation gegenüber zu erfüllen. Da« Präsidium des Herzl-Bundes.