Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1915
- Issue
- 24 (Januar 1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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184 licli verringert worden. Ebenso haben wir die Bureauspesen und die Reisespesen erheblich herabsetzen können, weil durch die Lage eine Außenarbeit unmöglich war. So konnten wir eben unsere Einnahmen und Ausgaben wenigstens ungefähr ausgleichen. Nichtsdestoweniger ist unsere Finanzlage durchaus nicht rosig. Wir leben von der Hand in den Mund, und wissen z. B. heute noch nicht, ob und wann wir die nächsten HB-Blätter herausgeben können. Hier muß Abhilfe auf jeden Fall geschaffen werden. Zwar werden wir dies augenblicklich nur tun können, wenn jeder einzelner Bundesbruder dem HB-Fond häufig recht hohe Beträge spendet. Der nächste Bundestag muß aber endgültige Abhilfe schaffen. Abgesehen von einer Erhöhung der Präsidialbeiträge ist vielleicht der von Breslau gemachte und bereits durchgeführte Vorschlag der beste, daß jeder Bundesbruder monatlich einen freiwi ligen, seinem Einkommen entsprechenden Beitrag in den H B-Fond abzuführen hat. Jedenfalls werden nach Wiedereintritt normaler Verhältnisse derartig große Aufgaben auch an unseren HB herantreten, daß wir unbedingt dafür sorgen müssen, daß dem zukünftigen Präsidium die /ur Durchführung dieser Aufgaben notwendigen (ielder zur Verfügung stehen. Soweit über den HB-Fonds! Jedoch scheint es uns, daß auch der Hilfsfonds bei den Bundesbrüdern nicht die nötige Beachtung findet. Bis jetzt sind für den Hilfsfonds eingegangen: Berlin 140,50 M., Hannover 75,50 M., Hamburg 3 M. Wo bleiben die anderen Clubs?! Aber Pflichten pekuniärer Art haben wir nicht nur gegen uns selbst, unseren HB und unsere Bundesbrüder, sondern auch gegen die zionistische Oesamtorganisation. Daß Schekel und Landcsorganisationsheiträgc für alle Bundesbrüder, auch für die im Felde stehenden, abgeführt werden müssen, ist ganz selbstverständlich. Aber auch unsere palästinensischen Institutionen müssen gehalten werden, insbesondere unser hebräisches Schulwerk. Daher hat jeder Bundesbruder, der nicht im Felde steht, mindestens den Schulwerk-Beitrag, den er im vorigen Jahre an uns abgeführt hat, umgehend wieder uns einzusenden. Wir hoffen sogar, daß ein Teil seinen Beitrag erhöhen wird, um den Ausfall der Beiträge der im Felde stehenden Bundesbrüder zu ersetzen. Wir werden die Spenden für den Zentralfonds in den nächsten HB-Blättern veröffentlichen. Bundesbrüder! Draußen bringen unsere Brüder Out- und Blutopfer für Deutschlands Bestand und für unser jüdisches Volk, für uns! Wir fordern von den Dahcimgebliebenen Ueld. Dieses kleine Opfer werdet ihr doch bringen! A. F.