Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1914
- Issue
- 14/15 (Februar/März 1914)
- Date
- 1914-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Streng vertraulich! *|7>TT Herzl-Bund-Blätter Herausgegeben vom Präsidium des Herzl- Bundes Die Blltter bleiben Eigentum de« PrtaMiaaa und mitsei bei etwaifea Antritt ■■ dasselbe larickfefeaea werde». No. 14/15. Februar/März 1914. Die Bedeutung unserer Bankinstitute. Der Orient hat in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit der meisten Großmächte auf sich gezogen, die in ihrer auswärtigen Politik bemüht sind, sich dort eine möglichst große Interessensphäre zu sichern, um an dem durch den wirtschaftlichen Aufschluß hervorgerufenem Wiedererwachen der ostlichen Levante den gebührenden und für ihre Expansion notwendigen Anteil zu erlangen. Ich erinnere nur an die Bedeutung der Bagdadbahn für Deutschland, an das Vordringen Englands von Aegypten her und besonders an den immer mehr wachsenden Einfluß, den Frankreich durch bedeutende Hafen- und Eisenbahnkonzessionen an der syrischen Küste erlangt. Uns Juden kann es demnach nur mit freudigem Stolz erfüllen, daß Palästina kein durch sehnsüchtige Träumereien entstandenes Hoffnungsland ist, sondern das wirtschaftlich bestgelegenste Zentrum eines Zukunftsgebietes bildet. Es ist für uns daher die allerhöchste J.t\\, unserer Bewegung den für ihr weiteres machtvolles Wachsen erforderlichen Einfluß in Palästina zu sichern. Der Ideengroße des Zionismus entsprechende Finanzinstitute zu schaffen, m u B für jeden von uns neben der Vergrößerung des N. F. die wichtigste Aufgabe sein. Mit der Qröße der gebildeten Arbeit verringern sich stets die Angriffe auf dieselbe, und ungleich mehr hätte von uns bereits geleistet werden können, wenn dem — ich muß fast sagen — unwürdigen Zustande ein Ende bereitet wäre, daß bis heute nur ein verhältnismäßig sehr geringer Teil des beschlossenen Kapitals unserer Banken eingezahlt ist.